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Verkehr

Dreieinhalb Jahre Severinstraße plus Nachspielzeit – eine persönliche Bilanz

Sonntag, 6. Juni 2010 | Text: Gastbeitrag | Bild: Dirk Gebhardt

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Die Severinstraße ist wegen des U-Bahn-Baus zur ewigen Baustelle mutiert, entlang derer sich Supermärkte, Billigläden, Bäckereien, Kneipen und viele ums Überleben kämpfende, kleine Geschäfte reihen. Immer wieder gibt es Leerstände in Ladenlokalen, zahlreiche Neuanfänge sind gescheitert. Doch allmählich putzt sich die Hauptader des Vringsveedels heraus: Die Bürgersteige laden breiter und heller zum Flanieren ein, der Straßenbelag wird erneuert, die Parkplätze weichen. Weht ein Aufwind durch die Severinstraße? Wir haben einen Geschäftsmann gebeten auf MEINE SÜDSTADT zu berichten, wie er die vergangenen Jahre erlebt hat und wie er in die Zukunft blickt.

 

Als im Herbst 2006 nach längerer Vollsperrung, aufgrund des U-Bahn-Baus, die Severinstraße wieder für den Durchgangsverkehr geöffnet wurde, war das Ende der Beeinträchtigungen in Sichtweite. Dies war der Zeitpunkt, als ich die Entscheidung fällte, ein alteingesessenes Einzelhandelsgeschäft im Viertel zu übernehmen und fortzuführen. Das Severinsviertel hatte zu dem Zeitpunkt schon sehr unter den Bauarbeiten gelitten, der Branchenmix war ausgedünnt. Durch die bevorstehende Fertigstellung der U-Bahn, die Umgestaltung der Straße, das kultige Umfeld erschien der Zeitpunkt für die Investition zwar früh, aber durchaus mit Potenzial. Die Straße ist attraktiv gelegen, mit dem Rheinauhafen und der Südstadt ein attraktives Umfeld vorhanden.

 

Das Jahr 2007 war geprägt vom Herantasten an ein neues Umfeld (als Quereinsteiger) und der Fortentwicklung des Geschäftes. Gelegentlich ärgerte man sich über das teilweise sehr hässliche Aussehen der Baustelle, den schleppenden Fortgang der Bauarbeiten, aber es entwickelte sich auch ein besseres Verständnis für die Menschen im Veedel, wie sie fühlen und wie sie mit der Situation umgehen. Man dachte sehr schnell an ein Dorf unbeugsamer Gallier  – wenn auch ohne Zaubertrank (höchstens Kölsch) – die sich unbeugsam dem Widersacher „Ubahnus“ Cäsar stellten und sich nicht unterkriegen ließen.

Im folgenden Jahr, mein Unternehmen entwickelte sich positiv, fand ich Zeit mich in der Interessengemeinschaft des Viertel (IGS) zu engagieren. Über die Erstellung eines Internet-Portals für das Viertel kam ich in engeren Kontakt zu Gleichgesinnten im Vorstand der IGS. In dem Bewusstsein, dass die Baustelle sich weiter verzögerte und die IGS die notwendigen Werbemaßnahmen intensivieren musste, wurde die Zusammenarbeit immer enger.

 

Völlig unerwartet änderte sich die Situation. Mit dem Einsturz des Stadtarchivs stürzte auch alles über die Menschen im Viertel ein. Dem schwierige wirtschaftlichen Umfeld wurde noch verschärft. Krisenmanagement war allerortens gefragt, sowohl im eigenen Betrieb, in der Straße, mit der Stadt und den Menschen. Zum Unglück wurde eigentlich schon fast alles gesagt, daher nur soviel: Der fast unbändige Überlebenswille des Viertels hat sich auch hier gezeigt. Das Viertel ist noch stärker zusammengewachsen und hat sogar noch die Kraft entwickelt, den primären Einsturzopfern zu helfen. Etwas mehr als ein Jahr nach dem Einsturz werden die Narben immer kleiner. Die Straße ist bis Oktober 2010 komplett oberirdisch saniert, neue Geschäfte siedeln sich an, man kann das Leben in der Straße wieder genießen, und ich bin dort angekommen, wo ich mich schon vor dreieinhalb Jahren wähnte: in einer Straße mit Flair und Potenzial.

 

Ich habe weiterhin Vertrauen in die Straße. Nach mehr als 25 Jahren am selben Standort verlegen wir deshab das Geschäft Anfang August 50 Meter weiter (Severinstraße 157-159) in neue, deutlich größere und modernere Räume. Mit der Fertigstellung der Straße möchte auch ich dann die Umsetzung meiner mittlerweile dreieinhalb Jahre alten geschäftlichen Vision zeigen. Wenn auch erst in der Nachspielzeit.
 
Dr. Thorsten Fröhlich, Geschäftsführer von
art + bijou

 

Mehr Informationen:

www.severinsviertel.info

 

Eure Meinung ist gefragt! Wie seht Ihr die Zukunft der Severinstraße? Geht es aufwärts oder abwärts? Hat die Straße in letzter Zeit gewonnen oder eher verloren? Was sagt Ihr zur Zusammensetzung der Geschäfte? Was könnte besser sein?

Schreibt ein Mail an redaktion@meinesuedstadt.de

Text: Gastbeitrag

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