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Bürgerbeteiligung Parkstadt Süd Gesellschaft

Einladend geht anders – Ein Kommentar

Montag, 7. November 2016 | Text: Stefan Rahmann | Bild: Dirk Gebhardt

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Stell Dir vor, es ist Bürgerbeteiligung, und die Bürger wissen davon nichts. Unvorstellbar? Morgen Abend (08.11.2016) wird ab 19 Uhr in der Michaeli-Schule, Volksgarten/Vorgebirgswall, über „Freiräume“ in der zukünftigen Parkstadt-Süd diskutiert. Sollte man hingehen. Muss man aber von wissen.

 

Mehr Anwohner als ich kann man eigentlich nicht sein. Ich wohne 200 Meter vom zukünftig verlängerten Inneren Grüngürtel entfernt. Bis heute haben meine Nachbarn und ich in unseren Briefkästen keinen Flyer oder eine andere Einladung für die Veranstaltung gefunden. Wie immer.  Und wenn man dann auf den Veranstaltungen hinter vorgehaltener Hand den Vorwurf zu hören bekommt, das Interesse aus der Bürgerschaft an Beteiligung sei doch eher gering, es kämen ja immer die gleichen Leute, ist das ein Skandal. Die Verantwortlichen in der Verwaltung und in den Moderationsbüros haben in diesem Beteiligungsverfahren bislang versäumt, die gesamte Öffentlichkeit einzubinden. Hat man jemals ein Jugendzentrum besucht und versucht, Jugendliche für die Beteiligung am Planungsverfahren zu beteiligen? Ein Altenheim oder eine Schule? In Chorweiler sollen drei Plätze umgestaltet werden. Dort hat man fünf Millionen Euro an Bundesmitteln eingeworben. Dort gab es im Rahmen der Bürgerbeteiligung jede Menge Veranstaltungen. Eine Woche lang war jeden Tag was los – Konzerte, Stadtteil-Safaris, ja, man hat sogar öffentlich zusammen gekocht. Und bei uns? Alle paar Monate eine dreistündige Abendveranstaltung, bei der das Altbekannte wiederholt wird und die Altbekannten dabei sind.

Es geht nichts voran

Es geht ja verwaltungsintern nichts voran. Auf den versprochenen Raum, in dem man Karten aufhängen, Modelle ausstellen und über die Parkstadt diskutieren könnte, warten die Bürger seit mehr als einem Jahr vergebens. In diesem Herbst wollte die Verwaltung ein sogenanntes Zwischennutzungskonzept vorlegen. Auf der Basis dieses Konzeptes sollten sich Initiativen bewerben, die auf dem Großmarktgelände Flächen oder Gebüde bis zur Neubebauung oder Einrichtung als Grüngürtel für ihre Zwecke nutzen wollen. Das Konzept gibt es nicht. Die Bürger sehen ja ein, dass Kapazitäten in der Verwaltung mit Projekten wie Mülheim-Süd oder dem Deutzer Hafen gebunden sind. Da passiert ja auch planerisch-konkret was. Den Deutzer Hafen etwa kann man sich ja plastisch vorstellen, wenn man die entsprechenden Visualisierungen gesehen hat. Die Parkstadt ist ja noch so weit weg.

 

Stand heute wird es den Großmarkt garantiert noch fünf Jahre in Raderberg geben. Für die Parkstadt diskutieren wir jetzt über „Freiräume“. Nur zu. Aber es ist dringend Zeit, von den lichten Höhen in die Mühsal der Ebene hinabzusteigen.

Wer schafft denn für die Bürger die erste Anmutung von Grüngürtel? Verhandelt die Stadt mit dem Land, dem viele Flächen im Areal noch gehören? Kann man einen Pionierpfad über das Großmarktgelände bis zur Vorgebirgsstraße weiterführen? Kann man jetzt anfangen, den Schnellradweg zu bauen, der in die Böschung am Bahndamm integriert werden soll?

Die Fortuna und die Uni

Man hat nicht das Gefühl, dass sich da -für die Öffentlichkeit sichtbar- was tut. Hinter den Kulissen ist das natürlich anders. Die Uni und Fortuna Köln haben da längst ein ordentliches Stück öffentlichen Grüns für sich reklamiert. Die Uni will ihre Sportplätze an der Mensa aufgeben und neue Plätze nutzen, die die Fortuna auf dem Flohmarkt-Parkplatz bauen möchte. Das war es dann mit dem Grüngürtel an dieser Stelle. An der Alteburger Straße gegenüber vom NeuLand-Garten soll ein Schulzentrum entstehen. Dessen Sportplatz soll 20 Meter vom Alteburger Biergarten enden. Dort ist dann der Grüngürtel auf ein Abstandsgrün reduziert. Man sieht: Begehrlichkeiten allerorten. Man sollte sich einmischen, bevor alle anderen es getan haben.
 

 

Parkstadt Süd: Freiräume

08. November 2016 um 18:30 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Michaeli Schule, Vorgebirgswall 4-8, 50677 Köln

Text: Stefan Rahmann

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