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Kultur

Erlesen – BücherwurmsBestes #4

Donnerstag, 28. Januar 2016 | Text: Gastbeitrag | Bild: DesignWork

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Die heutigen Büchertipps kommen aus ganz unterschiedlichen Ecken. Die Traditions-Buchhandlung am Chlodwigplatz bietet ein gut sortiertes Programm aus Belletristik, Sachbüchern, Ratgebern und Kinderbüchern.
Bei den Tagedieben dagegen gibt es eine kleinere Auswahl an Büchern, die aber mit Bedacht ausgesucht wurde und zum Gesamtkonzept des Ladens passt. Denn neben der Bücher- und Spiele-Ecke hat der Laden so einiges an Ideen zu bieten – egal, ob man nun sich selbst oder jemand anders beschenken möchte.

In beiden Läden lassen sich die meisten lieferbaren Bücher auch für den folgenden Tag bestellen.

Von den Tagedieben aus dem Hirschgässchen gibt es wieder zweierlei ganz unterschiedliche Tipps. Eines der Lieblings-Kinderbücher von Corinne ist „Gordon und Tapir“. „Die beiden wohnen in einer WG, Gordon, der Pinguin und das Tapir. Das Problem ist aber, der Pinguin ist total ordentlich und korrekt und Tapir ist der totale Chaot, faul und schlampig. Da ist zum Beispiel ständig das Klopapier alle, was den Pinguin nervt. Kein Wunder – der Tapir hat damit sein Zimmer dekoriert. Dann gibt es natürlich unweigerlich Krach und Streit und der Pinguin zieht irgendwann aus. Nun lebt jeder so, wie er möchte, aber dafür vermissen sie sich auch und alles ist ganz grau. Es endet dann damit, dass sie wieder Kontakt aufnehmen, der Pinguin zu einer Party des Tapirs kommt, wo ordentlich Remmidemmi ist und sich beide total freuen, sich zu sehen. Nach der Party sitzen sie dann zusammen auf dem Sofa, trinken zusammen und der Pinguin hat eine Kopfbedeckung aus Klopapier auf dem Kopf. Sehr sehr liebevoll gezeichnet, mit vielen netten Details.“
„Gordon und Tapir“. Sebastian Meschenmoser. Esslinger Verlag

„Das zweite ist ein Aufklärungsbuch. „Klär mich auf“. Das ist von der Sexualpädagogin Katharina von Gathen. Illustriert von Anke Kuhl, die natürlich immer super ist als Illustratorin.
Darin sind 101 echte Kinderfragen rund um Sex, die sie dann beantwortet. Da hat sie im Aufklärungsunterricht einen Kasten hingestellt, auf dem jede Schülerin und jeder Schüler anonym einen Zettel mit einer Frage einwerfen konnte. Das Buch ist aufgemacht wie ein Block. Auf jeder Seite ist der jeweilige Zettel mit der Frage zusammen mit einer oft sehr witzigen Illustration abgebildet. Zum Beispiel Klassikern wie Fragen nach Verhütung und  Schwangerschaft, aber auch „Wie oft macht man Sex?“ oder „Wer war der erste Mensch, der Sex gemacht hat?“ und auch „Kann ein Baby im Bauch furzen?“ Informativ und witzig.“
„Klär mich auf“ von Katharina von Gathen und Anke Kuhl. Klett Verlag.

„Dann haben wir auch nochmal einen Kochbuchtipp, oder besser gesagt, direkt ein Tipp für eine ganze Reihe, denn der Autor, Yotam Ottolenghi, ist unser absoluter Kochguru. Und nicht nur unserer, die Bücher kommen immer sehr gut an. Er ist Israeli, lebt seit langer Zeit in London und macht eine Mischung aus mediterraner und orientalischer Küche. Das Besondere an den Rezepten ist, dass es ungewöhnliche Kombinationen sind, aber die Gerichte nicht schwierig zu kochen sind. Und es schmeckt alles sensationell gut. In den verschiedenen Büchern arbeitet er mit ganz unterschiedlichen Einflüssen, aber es sind eigentlich alle Bücher von ihm gut. Das Neueste heißt „NOPI“. So heißt auch sein Restaurant in London – und in dem Buch sind dann auch Rezepte aus dem Restaurant. Darin sind die Rezepte tendenziell etwas aufwendiger, als in den anderen Büchern. Lecker ist es aber immer.“
„NOPI“ von Yotam Ottlenghi
 

Seit Jahrzehnten betreibt Hans Schumandl die größte Buchhandlung der Südstadt, die seinerzeit die allererste Stadtteilbuchhandlung in Deutschland war.
Gerade begeistern ihn zwei Bücher besonders, beide schon in 2015 erschienen. Das eine bleibt wohl noch auf unabsehbare Zeit auch politisch ganz aktuell, denn es beschäftigt sich mit dem Thema NSU – der Prozess gegen Beate Zschäpe, die mutmaßliche Komplizin der beiden Haupttäter Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, läuft.
„Die schützende Hand ist ein super Buch. Ein wirklich spannender Krimi von Wolfgang Schorlau“ sagt Hans Schumandl. „Das ist ja schon der 8. Fall von seiner Ermittlerfigur Georg Dengler und das ist top-aktuell. Das ist derart gut recherchiert, man könnte den Text 1:1 auch in einem Sachbuch über den NSU abdrucken.“ fügt er hinzu. Georg Dengler erhält von einem Unbekannten den Auftrag, herauszufinden, wer tatsächlich die beiden Täter Mundlos und Böhnhardt erschoss – ob sie es selbst waren oder jemand anderes und wenn ja, wer? Im Verlaufe seiner (und Autor Schorlaus) Recherchen erhält er spannende Erkenntnisse auch zur Arbeit des Verfassungsschutzes und der bundesdeutschen Justiz. „Schorlau hat ja selbst die ganzen Prozessakten gelesen und war auch bei den Untersuchungsausschüssen, er lässt dann die Figur Dengler allerlei aufdecken.“ erzählt Schumandl weiter.
„Die schützende Hand“ von Wolfgang Schorlau, KiWi Vlg., 2015, 14,99€

Das zweite Buch, das Hans Schumandl empfiehlt, ist völlig anderer Natur. „Bov Bjerg schickt den Leser in die späten 80er, kurz vor der Wende.“ erklärt er. Ein paar Jugendliche knapp vor dem Abi wollen „das richtige Leben“ proben und gründen eine WG auf dem Land in der württembergischen Provinz. Im Mittelpunkt: Frieder, der einen Suizidversuch hinter sich hat. Im Haus, das mal Frieders Opa gehörte. Wegen der ständigen Musik von Madness taufen die Nachbarn, des Englischen nicht mächtig, das alte Haus mit den Halbwüchsigen „Auerhaus“, so auch der Titel des Buches. Die Jugendlichen tun, was sie für das echte Leben halten. Essen besorgen, feiern und Freaks aller Art aufnehmen. Das Ganze endet nicht gut, und dennoch: „Bjerg hat so präzis den damaligen Zeitgeist getroffen, man fühlt sich einfach in die 80er Jahre zurückkatapultiert.“ so Hans Schumandl. Das Buch sei für jede Altersgruppe absolut lesenswert, es sei eine Freundschaftsgeschichte, die einen bewege, so Schumandl weiter. Seit Sommer 2015 sei es schon auf dem Markt, doch so richtig gezündet habe der Funke erst Ende des letzten Jahres, „Da haben sich plötzlich sämtliche Kritiker, von Dennis Scheck bis zum Literarischen Quartett, überschlagen.“ meint er. Es sei völlig vergriffen gewesen im Advent und seit Heiligabend erst wieder lieferbar.
„Auerhaus“ von Bov Bjerg, Verlag Blumenbar, 2015, 18,-€

 

 

 

Weitere Büchertipps finden Sie hier:

BücherwurmBestes#1

BücherwurmBestes#2

BücherwurmBestes#3

Text: Gastbeitrag

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