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Kolumne

Fronkreisch, Fronkreisch – Liveticker: Deutschland triff Les Bleues

Mittwoch, 6. Juli 2011 | Text: Gastbeitrag

Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten

Liebe FußballfreundInnen, heute machen wir was Verwegenes: Unsere Fußball-Frau Beate wird uns live aus dem Stadion in Mönchengladbach mit ihren Eindrücken versorgen – via Skype! Das Studio ist heute in der Maternusstraße untergebracht – in Antjes Wohnung hat sich ein Team aus bislang drei Live-Tickerinnen eingefunden, begleitet von Mann Peter („Ich bin nur für den Service zuständig“). Soeben hat sich Beate aus der Pressekabine gemeldet, und wie immer hat die Frau ’ne gute Geschichte aufgetan: Sie hat die Familie der deutschen Nationalspielerin Celia Okoyino da Mbabi kennengelernt. Ob ihr’s glaubt oder nicht: Es sind Ex-Südstädter.


Die Familie von Celia Okoyino da Mbabi am Mönchengladbacher Stadion

Leute, das wird ein hartes Spiel heute. Es geht um Gruppensieg, Birgit Prinz wird nicht von Anfang an dabei sein, Behringer hat ’ne Bänderdehnung, Bresonik Magen-Darm, und die französischen Fußball-Frauen strotzen vor Selbstbewusstsein. Noch nie zuvor haben beide Mannschaften ein WM-Spiel gegeneinander bestritten…..

20:38 Uhr: Alle Französinnen kennen den Text ihrer Nationalhymne! Wir auch. Moment mal – das ist doch die Zwillingsschwester des Gladbachers Dante…

20:40 Uhr: Bajramaj ist noch nicht textsicher. Wir auch nicht.

20:44 Uhr: Wow. Die Französin Necib, Nr. 14, hat echt gutes Make-Up.

20.44 Uhr: Bajramaj spielt von Anfang an – Surprise. Und Anpfiff!

1. Min: Das ist für sie ein Heimspiel im doppelten Sinne, ihre Familie kommt aus Gladbach. Und Inka Grings spielt auch – das riecht nach Offensivfußball.
2. Min: Die erste La-Ola-Welle kommt vorbei, und erste Ecke für Deutchland. Kopfball-Ungeheuer Laudehr wird gekonnt abgedrängt von Frankreichs Abwehr. Ou la la!
6.Min: Gefährlich: Celia Mbabi legt scharf nach innen – klar, wenn die halbe Familie im Stadion ist.
8. Min: Die Deutschen wirken nervös. Fehlpässe, Fehler im Spielaufbau. Es riecht nicht mehr nach Offensivfußball. Hm.
10. Min: Ach ja, Lena Goeßling ist auch neu in der Startelf, für die magenkranke Bresonik. Deutschland-Sprechchöre jetzt hier, und prompt eine Angriffswelle. Mbabi, wer sonst, mit dem ersten Torschuss.
12. Min: Peter zum Tickerinnen-Team: „Na, Ihr Schnecken?“. War der Mann nicht für den Service zuständig?
13. Min: Ecke Grings, und Madame Sapowicz im französischen Tor faustet den Ball raus. Besonders ihr wollen die Deutschen gerne zwei, drei einschenken. Denn sie hat den Reportern in den Block diktiert, nicht eine deutsche Spielerin zu kennen. Wie bitte?
13. Min: Garefrekes im Abseits, sonst wäre es die Führung gewesen. Schade.
14. Min: Übrigens kriegt Lira Bajmaraj bei jeder Ballberührung Applaus – der Heimbonus. Obwohl ihre Flanke gerade gefährlich war…
17. Min: Carte jaune für Lena Goeßling. Merde!
20. Min: Und es pfeift Kirsi Heikkinen aus Finnland. Bisher ohne Fehlentscheidung, geht doch!
21. Min: 54.057 Leute im Stadion. Und Beate. „Also die Französisinnen stehen arg hintendrin, dazu kann ich nur sagen: Allez les Bleues! Damit es ein nettes Angriffsspiel wird!
23. Min: So, jetzt wär´s mal Zeit für´s erste Tor. Obwohl es ja auch irgendwie egal ist, ob die Mädels gegen England oder Japan ihr Viertelfinale spielen. Und nur darum geht es ja heute, um den Gruppensieg. Gewinnt Deutschland, spielen sie gegen Japan. Bei Niederlage oder Unentschieden geht es gegen Enland, das Mutterland des Fußballs. Aber ein sehr schlagbares Mutterland.
25. Min: Warum ich euch das schreibe? Weil hier nicht viel passiert, Mittelfeldgeplänkel. Ah, jetzt — jetzt macht Kerstin Garefrekes das 1:0, per Kopf nach Freistoß-Vorlage. Die Vorlage kam von Goeßling. Voilá!“
29. Min: Peters Büffet ist heute französisch inspiriert. Er hat Baguette gekauft. D’Aldi.
29. Min: Frankreich verteidigt eigentlich nur. Il faut marker un but, mesdames. Und, da schießt Sandrine Soubeyrand auch schon einen gefährliches Freistoß und Torfrau Angerer muss fausten.
31. Min: Weil heute der einköpfige Nia-Künzer-Fanclub (Andreas) nicht da ist, haben wir uns entschieden, die Pause gleich zu etwas besserem zu nutzen.
32. Min: TOOOOOOOR! Da ist es, das 2:0. Inka Grings mit Köpfchen, da freuen wir uns mit der routinierten Duisburgerin (das liegt doch ganz nah bei Köln).
Das lag in der Luft. Jetzt kennt Torfrau Sapowicz mindestens zwei deutsche Spielerinnen mit Namen: Simone Laudehr und Inka Grings.
35. Min: Mal was zu den Französinnen: Deren Kapitänin Soubeyrand ist schon 37 Jahre alt und immer noch trés bien. Mädels, da könnten wir doch auch noch mitmachen!
38. Min: Die französische Abwehr schwimmt, vor allem im Luftraum. Dabei ist die Verteidigerin Wendie Renard angeblich 1,87 Meter groß. Und Inka Grings 1,69.
40. Min: Das Stadion erhebt sich, Beate sieht nix mehr. Aber die nette Kollegin neben ihr diktiert. Gelb. Für Elise.
42. Min: Laura Georges sieht ebenfalls gelb, hat Mbabi umgeknockt.
44. Min: Gleich Halbzeit. Wo ist das hochgelobte französische Team? Der Champions League-Sieger? Da wird vermutlich Trainer Bruno (sprich: Brüno) Bini gleich ein Kabinen-Donnerwetter abfeuern. Mon Dieu!
45. Min: Es wird nachgespielt, warum, weiß man nicht so recht. Das könnte noch für ein deutsches Törchen reichen.

46. Min: Tut es nicht: Halbzeitpfiff. Wirklich süper! Bleibt es so, ist Deutschland Gruppensieger. Schade für die große Birgit Prinz, aber mit den Jüngeren läuft es besser. Bajramaj ist immerhin schnell, und Mbabi bleibt brandgefährlich. Das Studio-Team stürmt das Buffet. Halbzeitstand beim zeitgleichen Spiel Kanada-Nigeria: 0:0.
46. Minute: Die Zunge brennt. Peter wollte uns einheizen. Das hätten die Französinnen nötiger als wir. Fröhliches Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel: Simone Laudehr geht und Ariane Hingst kommt. Frankreich bringt Camille Abily von Olympique Lyon, dem Champions League-Sieger. Madame spielt ihre erste WM, weil Frankreich ja erst zum zweiten Mal mit dem Frauenteam dabei ist. Zuletzt war das bei der WM 2003.
47. Min: Asle kommt. Mit Wassermelone. Sie will jetzt Melonenfußball spielen. Mit Peter.
48. Min: Delling ist immer noch nicht gesichtet. Delling ist Netzer in jung, sagt Antje. Wie meint sie das?
49. Min: Übrigens, wollt ihr die Wahrheit wissen, warum Andreas heute nicht mit von der Partie ist?
52. Min: Gaetane Thiney macht einen Spaziergang durch den deutschen Strafraum – und keine hält sie auf.
54. Min: Grings flankt und Sapowicz im französischen Tor geht halsbrecherisch raus. Sah gut aus.
56. Min: 2:1 – der Anschlusstreffer. Marie-Laure Delie war das per Kopf, trés jolie. Nur die deutsche Abwehr sah nicht so hübsch aus. Soubeyrand hat die Ecke gebracht. Jetzt ist es wieder spannend, ist doch gut!
58. Min: Keine gelbe Karte für Wendie, fordert Asle! War doch kein Foul!
Freistoß Grings an der Strafraumgrenze. Renard hat sie mit einer Blutgrätsche hingelegt (wie heißt das auf Französisch)? Hier geht´s eh ruppig zu. Netter Schuss von Grings. Aber diese Torfrau ist nicht schlecht – fliegt gut, der gelbe Kanarienvogel!
63. Min: Die Französinnen machen es richtig und hauen den Deutschen auf die Knochen, haben sich wohl von Nigeria beraten lassen. Aber Frau Heikkinen pfeift finnisch-entschlossen. Gut.
67. Min: Rot für die französische Torfrau Sapowicz – sie hat Bajramaj drei Meter vor dem Tor von den Füßen geholt! Und deshalb gibt´s jetzt einen Elfmeter. Lira humpelt verletzt vom Feld. Und die Gladbacher pfeifen wie wild.
67. Min: Inka Grings wird schießen, wir warten auf die Ersatztorfrau Celine Deville – Celine aus der Stadt.
68. Min: Grings macht das Ding – 3:1 für Deutschland. Und Frankreich spielt mit einer Frau weniger.
70. Min: Peter will wissen, für wie viele Spiele Sapowicz jetzt gesperrt ist. Melonen auf ihn!
72 Min: Laura Georges köpft unerwartet das 2:3. Unerwartet zumindest für die Deutschen, die regungslos vor dem deutschen Tor rumlungerten.
76. Min: Oh mein Gott, was ist los mit den Deutschen, elles sont nerveuses! Fast noch ein Gegentor der Bleues. Tamara zutzelt an ihren Ohrläppchen. Antje juckt sich am Rücken. Peter pflegt sein Haar. Die Nervosität steigt.
77. Min: Beate: „Stimmung ist klasse hier“. Bajramajs Schuss wird von Abily von der Linie gekratzt.
78. Min: Alex Popp kommt für Annike Krahn. Offensivkraft voraus!
80. Min: Tatsache ist, dass Andreas nach Berlin gefahren ist und sich just in diesem Moment bei der Pudelmesse einen frischen Minipli waschen und legen lässt. Lena Goeßling hatte übrigens gerade die Latte getroffen.
82. Min: Pink Nails Bajramaj kassiert die gelbe Karte. Wofür eigentlich? Das war Karte Nr. 6.
83. Min: Die Équipe Tricolore zeigt auch dezimiert tollen Kampfgeist. Eigentlich sind sie zu zehnt sogar besser. Ein schnelles, gutes Spiel. Da kann noch was passieren – wir zittern weiter.
85. Min: Noch fünf Minuten. Das sollte reichen für die Deutschen. Die amerikanische Kollegin neben Beate ist sich nicht sicher. Und der deutsche Kollege schreit: „Mach den Sack zu!“ Männerspruch, sagt Beate.
87. Min: Très jolie, Delie!
89. Min: Mbabis rechter Fuß lässt den Ball am Kanarienvogel vorbeifliegen. 4:2 – der Sack ist zu.
90. Min: Die Vorlage kam wieder von Grings, wieder per Kopf. „Oh, wie ist das schön“, singt das Stadion. Und: „sowas hat man lange nicht gesehn“. Da ist was dran. Sechs Tore in einem Spiel, und es ist noch nicht vorbei…Jetzt geht den Französinnen die Puste aus, Deutschland macht Powerplay.
91. Min: 3 Minuten Nachspielzeit, das Spiel ist entschieden. Die deutschen Fahnen wehen – jetzt können sie gegen Japan am 9.7. glänzen.
92. Min: Was hat Frankreich sonst noch zu bieten? Le Gurp (den Kultcampingplatz der Südstadt), Philippe (den besten Küsser Europas) und La Boum – aber eine Fete werden die Französinnen heute sicher nicht feiern.
94. Min: Schlusspfiff, die deutschen Frauen feiern den 4:2-Sieg gegen Frankreich. Beate: „Rennen alle in die Kurve und machen die Welle. Das Stadion singt, hier sind eigentlich nur Deutsche. Ach nein, ein kleiner Block gegenüber schwenkt blau-weiß-rot. Die Französinnen können auch zufrieden sein – ein starker Gegner. Und wir freuen uns auf die Finalspiele, jetzt fängt die WM eigentlich erst richtig an. Das war´s aus Gladbach, ich sage aujourd´hui bye-bye – wir sehen uns in der Südstadt!“

Also: Die nächste Glanzparade könnt ihr auf „Meine Südstadt“ am kommenden Samstagabend verfolgen – 9.7., 20:45 Uhr, Deutschland-Japan, Viertelfinale in Wolfsburg

Text: Gastbeitrag

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