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Kolumne

Harmonie in roten Socken

Dienstag, 19. November 2013 | Text: Gastbeitrag

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Der Vorstand des 1. FC Köln ist am Montagabend mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt worden. Präsident Spinner, die beiden Vizepräsidenten Ritterbach und Schumacher bekamen 99 Prozent der Stimmen bei der Mitgliederversammlung des FC in der Lanxess-Arena und bilden nun für weitere drei Jahre das FC-Führungstrio. Dazu muss man allerdings sagen, dass diese „nordkoreanischen Verhältnisse“ möglich waren, da es keinerlei Gegenkandidaten gab.

 

Der 65-jährige Spinner hatte im April 2012 nach einer Übergangszeit die Nachfolge von Wolfgang Overath übernommen, der vorzeitig von seinem Amt zurück getreten war. Die Erfolge des ehemaligen Vorstandsmitgliedes der Bayer AG sind beim FC spür- und sichtbar. Tabellenführer in Liga zwei, eine Mannschaft, die als Team auf den Platz fungiert, keinerlei Spektakel – manchmal ist es fast langweilig, so ganz ohne Skandale, über die man dann stundenlang an Kölner Theken diskutieren kann.

Der Vorstand des 1. FC Köln ist am Montagabend mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt worden. Präsident Spinner, die beiden Vizepräsidenten Ritterbach und Schumacher bekamen 99 Prozent der Stimmen bei der Mitgliederversammlung des FC in der Lanxess-Arena und bilden nun für weitere drei Jahre das FC-Führungstrio. Dazu muss man allerdings sagen, dass diese „nordkoreanischen Verhältnisse“ möglich waren, da es keinerlei Gegenkandidaten gab.

 

Der 65-jährige Spinner hatte im April 2012 nach einer Übergangszeit die Nachfolge von Wolfgang Overath übernommen, der vorzeitig von seinem Amt zurück getreten war. Die Erfolge des ehemaligen Vorstandsmitgliedes der Bayer AG sind beim FC spür- und sichtbar. Tabellenführer in Liga zwei, eine Mannschaft, die als Team auf den Platz fungiert, keinerlei Spektakel – manchmal ist es fast langweilig, so ganz ohne Skandale, über die man dann stundenlang an Kölner Theken diskutieren kann.

Am Montagabend waren 1280 (von 56.000) Mitgliedern nach Deutz gekommen, um nicht nur den Vorstand, sondern auch einen neuen Mitgliederrat zu wählen. Der FC-Vorstand hatte sich viel vorgenommen und präsentierte seine Ziele für die Zukunft: die Professionalität im Club etablieren und die Außendarstellung verbessern. Den Dialog mit Mitgliedern suchen, die Jugendarbeit verbessern, sowie der Fan-Gewalt im Stadion entgegen zu treten. Professioneller werden – dieser Vorsatz scheiterte direkt an diesem Abend. Es musste per Hand abgestimmt werden musste, da die Technik nicht mitspielte. Spinner versprach sofort, allen anwesenden Mitgliedern einen Fanartikelgutschein im Wert von 10 Euro. Für jeden! Das wären ja Gutscheine im Wert von über 10 000 Euro?! Dabei achtete doch mein FC auf jeden Cent – schließlich belaufen sich die Verbindlichkeiten des Klubs auf 32 Millionen Euro.

 

Geschäftsführer Wehrle konnte meine Sorgenfalten glätten, denn er berichtete, dass die Kosten der Lizenzspieler von 33 auf 18 Millionen gesenkt wurden. Der Geschäftsbericht wurde auch mit der Einladung zur MV verschickt. Im Falle eines Aufstieges wäre die Lage natürlich noch entspannter. Was sofort Sportdirektor Schmadtke animierte, die anwesenden Mitglieder mit Ruhe und Geduld einzuschwören: „Bleiben Sie gaaaanz ruhig!“ Während in der Lanxess-Arena der FC-Vorstand mit 99 Prozent bestätigt wurde, postete das DFB-Team ein Bild aus der Londoner U-Bahn: die Spieler waren unterwegs nach Wembley. Was für ein Glück, dachten sich die Kölner Verkehrsbetriebe, dass die Nationalmannschaft das im Oktober vor dem Spiel gegen Irland in Köln nicht gemacht hatte.

 

Doch wieder zurück nach Deutz: Schumacher, Spinner und Ritterbach nahmen die Wahl an und strahlten um die Wette, sitzend in der ersten Reihe mit roten Socken in die Kameras. Danach verließen die ersten Mitglieder die Arena, so dass zur Abstimmung für den Mitgliederrat nur noch 1044 FC-Mitglieder anwesend waren. Dabei war doch gerade die Ersatz-Software installiert und die Technik funktionierte wieder. Gewählt wurden unter anderem Fritz Guckuk („Guckuk-Logistik“), Rechtsanwalt Christian Hoheisel, Versicherungsmathematiker Stephan Köker, Boris Gehlen (Chefredakteur des Fan-Magazins “kölsch live”), Rechtsanwalt Stefan Müller-Römer (Sprecher von „FC-Reloaded“), Josef Sanktjohanser (ehemaliges Vorstandsmitglied der Rewe-Group und Ex-Verwaltungsratsmitglied), Sigrun „Siggi“ Schilling (Schwabenland), Fabian Schwab („ Wilde Horde“), Stadionsprecher Michael Trippel, und Carsten Wettich, der mit einem sehr ausführlichen Brief für seine Kandidatur warb und bei seiner Rede ein FC-Trikot mit „Daimon“ als Sponsor trug. Peinlich war es dagegen für Ex-Oberbürgermeister Fritz Schramma, er kam nur auf 37 % der Stimmen – leider zu wenig für ein Amt im Mitgliederrat.

Eine so harmonische Mitgliederversammlung hatte ich schon lange nicht mehr erlebt. „Wir hoffen, aufzusteigen und dann in der 1. Liga zu bleiben“, sagte Spinner nach seiner Wahl. Immerhin haben 89 Prozent der anwesenden Mitglieder die Frage, ob der FC im Sommer in die erste Liga aufsteige, mit „Ja“ beantwortet. Wenigstens hier gab es keine absolute Mehrheit.

 

Rotkäppchen
 

Text: Gastbeitrag

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