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Südstadt

„Ich bleibe sowieso. Die Leute hier sind doch mein Lebenselixier.“

Dienstag, 27. November 2018 | Text: Markus Küll | Bild: Markus Küll

Geschätzte Lesezeit: eine Minute

Vor 8 Monaten lief die nachbarschaftliche Rettungsaktion für Brigittes Büdchen. MeineSuedstadt.de hat nachgefragt, wie es Brigitte und dem bekanntesten Büdchen heute geht und wie die Zukunft aussieht. Wir erinnern uns: Angestoßen von Pfarrer Hans Mörtter und Südstadt-Gastronom Daniel Rabe hatten Handwerker, Werbeleute, die KG Ponyhof und Nachbarn mit angepackt und das in die Jahre und in schwere finanzieller Schieflage gekommene Büdchen wieder auf die Beine gestellt.

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Klaaf im Büdchen

Abends, auf einen kurzen Besuch in Brigittes Büdchen. Ihre Augen strahlen immer noch, wenn sie sich an die Rettungsaktion im März diesen Jahres erinnert: „Ich durfte drei Tage nicht in mein Büdchen kommen und dann hatten die Helfer alles gemacht und mich überrascht. Es war für mich überwältigend. Ich habe nur geguckt – es sah toll aus“.

„Von heute auf morgen war hier wieder ein Geschäft!“ erinnert sich Brigitte, so als könnte sie es beinah selbst nicht glauben. Ihr Büdchen hatte ein neues Sortiment, das – anders als viele Büdchen aus der Südstadt- auf Weine vom Winzer und lokale Biere setzt und im Sommer zum Treffen auf der Bank vor der Tür einlädt. „Dann gingen auch die Umsätze wieder hoch. Es war eine Explosion“, erinnert sich Brigitte, „Die Leute wollten alle gucken: Was ist denn mit der Brigitte los – die wollte doch aufhören?“

…dann habe ich mich ein bißchen übernommen…

Der heiße Sommer und die WM brachten jedoch nicht nur gute Umsätze, sondern auch viel Arbeit für die zierliche Brigitte. „Dann hab ich mich ein bißchen übernommen…“ – so ihre Formulierung für eine 3-Monatsgehalt-Zwangspause nach Sturz, Krankenhaus und Reha. In der Zeit hielt ihre Tochter den Laden tageweise am Laufen, weil ja klar war, daß Brigitte zurückkommt.

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Und sie ist zurückgekommen. Ab nachmittags bis spät in die Nacht steht Brigitte wieder in ihrem Büdchen. Die Miete kann jetzt pünktlich bezahlt werden und die Schulden werden weniger. „Als ich das neue Büdchen gesehen habe, hab ich zu meiner Tochter gesagt: Das schaff ich!“ Es sieht also ganz danach aus, daß uns Brigitte noch lange erhalten bleibt – als einer der Orte, die zeigen, wie Zusammenhalt und Nachbarschaft im Viertel gelebt werden kann. Und, wem das zu pathetisch ist – der geht einfach zu Brigitte. Die Regale und Kühlschränke sind gefüllt – und freundliche Gespräche mit einer lebensklugen und herzlichen Kämpferin gibt es immer und kostenlos.

Text: Markus Küll

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