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Lükes Liebes Leben

Kaffee, Burger, Damenpipi

Montag, 29. April 2019 | Text: Reinhard Lüke

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Wenn mich nicht alles täuscht, entwickelt sich die Kreuzung Severinstraße, Ecke Hirschgässchen, bzw. Kartäuser Hof nach langwierigen Bauarbeiten auf beiden Seiten gerade zu einem neuen Hotspot in Sachen Futterkrippen. Direkt an der Ecke lockt seit dem Wochenende das „Löwen Café“, das mit Fensterplätzen mit Ablagemöglichkeit für Notebooks aussieht wie eine kleinere Ausgabe des „Coffee Fellows“ am Clodwigplatz und wohl auch ein ähnliches Sortiment hat. Und schräg gegenüber eröffnet in der ehemaligen Bäckerei Seiters in Kürze eine Filiale von „Otto´s Burger“. Jener Klopsbrater mit Stammsitz in Hamburg, der sich das Recht auf seinen Namen erst vor Gericht erstreiten musste, nachdem der Versandhaus-Konzern Otto absurderweise wegen Verwechslungsgefahr auf Unterlassung geklagt hatte. Dabei beziehen sich der Burger-Ottos auf einen gewissen Otto Kuase, der 1891 als erster Rinderhackplatten zwischen zwei Brötchenhälften gepackt und zum Verkauf angeboten haben soll.

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Wer oder was in das renovierte aber noch leerstehende Lokal neben den Burgerbratern einzieht, ist noch nicht erkennbar. Womöglich eine Dönerbude. Für diese Leckerei muss man ja von der Ecke aus derzeit noch bis zum Clodwigplatz oder in Gegenrichtung fast bis St. Johann Baptist laufen. Ein unhaltbarer Zustand.
 

Bella Fashion

Drollig finde ich allerdings, dass der Textilmarkt neben „Otto´s Burger“ auch schon wieder umgebaut wird. Den Laden gibt es meiner Erinnerung nach schon ewig. Zunächst hieß er „G.S.-Moden“, danach viele Jahre „Mona Fashion“, bis er vor gut einem Jahr in „Paris Moden“ umgetauft wurde. Die Umbauarbeiten dauerten jeweils nur ein paar Tage und machmal wurde die alte Leuchtreklame nur mit einer neuen Folie überklebt unter der der vorherige Name noch durchschien. Das Sortiment blieb bei all den Wechseln allerdings stets dasselbe: erschwingliche Leggins, Pluderhosen, bunte Shirts mit Strass-Besatz und Täschchen aller Art. Zielgruppe? Rätselhaft. Neuerdings heißt der Laden jedenfalls „Bella Fashion“, wie die knallig pinke Fassadenwerbung kundtut. Womit die Betreiber -sind das eigentlich immer dieselben?- diesmal auf Kundenfang gehen wollen, ist durch die abgeklebten Schaufenster noch nicht einsehbar. Ich vermute aber stark, es wird das vertraute Sortiment sein. Sinnigerweise wurden die Aufkleber mit „Neueröffnung!“, die noch von „Paris Moden“ auf den Scheiben pappten, nicht entfernt. Wozu auch? Sind ja noch tadellos in Schuss.

Unbefleckte Entleerung

Nun noch was zum eher unappetitlichen Thema der menschlichen Ausscheidungen. Auch ich freue mich uneingeschränkt über die neue, ansehnliche Pipi-Box in Nähe des Clogwigplatzes. Dass Männer da für umme müssen dürfen, während Damen für die Nutzung 50 Cent abgeknöpft werden, stört mich nicht weiter. Die Gratis-Offerte gilt ja auch nur für die Piss-Rinne. Und an sowas stelle ich mich ohnehin nur im absoluten Notfall (Karneval?), da man dort erfahrungsgemäß trotz aller Experimente in Sachen Ein- und Ausfallswinkel nie unbefleckt davonkommt. Da entrichte ich gern einen kleinen Obolus für eine (saubere) Sitzgelegenheit. Doch für all die Männer auf dem Clogwigplatz mit wenig Geld, viel Tagesfreizeit und noch mehr Durst ist die Rinne fraglos eine segensreiche Alternative zum Weinberg, die sie unbedingt nutzen sollten.

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Frauen im Wald

Bin ich letzte Woche mal raus aus der Südstadt, rein ins schöne Siebengebirge, das ja durchaus nette Ecken hat und, wenn man nicht auf Wegen unterwegs ist, die dauerhaften Rheinblick versprechen, auch gar nicht so überlaufen ist. Aber links und rechts auch dieser Pfade lagen da alle hundert Meter Papiertaschentücher im Wald. Viele Wanderer mit Schnupfen unterwegs? Möglich. Wäre aber immer noch kein Grund, die Dinger einfach wegzuwerfen. Wahrscheinlicher scheint mir jedoch, dass es sich dabei um die Relikte von Damen handelte, die unterwegs mal Wasser lassen mussten. Kann man ja machen, davon fällt ein Baum nicht um. Aber warum in aller Welt müssen sie sich dann anschließend untenrum abtupfen und den Wald zumüllen? Soviel Ekel vor ein paar Tropfen Eigenpipi im Schlüpfer? Reichen für derlei Empfindlichkeiten auch keine Slipeinlagen? Zwar habe ich noch keine Dame in flagranti bei ihrem schändlichen Tun erwischt, bin mir aber dennoch sicher, dass die weißen Hinterlassenschaften im Wald nicht der Männerwelt anzulasten sind. Zum einen haben wir auch im Wald meist gar keine Taschentücher dabei. Zum anderen sind wir nicht so fies für ein paar Tropfen Eigenpipi. Viele von uns haben sogar mit Pissrinnen kein Problem. Anschließend wird der Schniedel mit leicht federnden Bewegungen aus den Knien kurz abgeschüttelt und gut ist. Dass dabei anschließend immer noch ein paar Milliliter im Höschen landen, nehmen wir klaglos hin. Wie so vieles.

Text: Reinhard Lüke

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