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Kolumne

Köln zeigt Werder wie es geht

Sonntag, 8. August 2010 | Text: Gastbeitrag

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Schweres Los für Werder Bremen? Das ist doch wohl ein schlechter Scherz, denn nach dem Testspiel von Sampdoria Genua gegen den 1. FC Köln am Samstag müssen die Bremer diese Nuss doch knacken können.

Schweres Los für Werder Bremen? Das ist doch wohl ein schlechter Scherz, denn nach dem Testspiel von Sampdoria Genua gegen den 1. FC Köln am Samstag müssen die Bremer diese Nuss doch knacken können.

Die Kölner haben ihre Generalprobe vor Saisonbeginn und Pokalspiel bestanden und Bremens Gegner in der Champions-League-Qualifiaktion klar mit 2:0 geschlagen.
Die bisherigen Testspiele der Kölner waren, mit ein wenig Euphemismus, eben nicht ernstzunehmende Ausnahmen, die wir doch schon längst vergessen haben.
Vor 12.000 Zuschauern im sonnendurchfluteten Stadion spielten die Neuzugänge Salger, Lanig und Jajalo von Beginn an, während Zuschauermagnet Podolski noch auf der Bank saß. Abwehrtalent Geromel pausierte noch wegen seiner Muskelverletzung und Chihi hatte nach seiner Reha gerade erst das Lauftraining begonnen.

Der 1. FC Köln spielte von Anfang an starken Fussball und wurde in der 8. Minute durch das Tor von Novakovic zum 1:0 belohnt. Genua konnte sich dagegen kaum aus ihrer defensiven Spielweise befreien. Begleitet von diversen Fehlpässen beider Mannschaften im Mittelfeld ging es weiter. Poldi saß immer noch auf der Bank.

Ein starker Distanzsschuss in der 23. Minute von Freis, dessen Spiel mir heute besonders gefiel, ging leider über die Latte. Keine vier Minuten später kam eine super Flanke auf Novakovic, der konnte den Ball aber nicht richtig annehmen, spielte zu Yalcin, der das Tor dann aber auch nicht traf, sondern den Ball lieber im gegnerischen Strafraum vertänzelte. Poldi war mittlerweile immer noch auf der Bank.

Während Novakovic in der 35. Minute nach einem Foul noch neben dem gegnerischen Tor lag, fiel das zweite Tor für Köln. Sebastian Freis spielte die italienische Abwehr schwindelig und traf im Nachschuss zum 2:0.
Danach ein kurzer Schockmoment: Torschütze Novakovic wurde kurz vor der Halbzeitpause verletzt ausgewechselt. Zum Glück hatte er aber nur einen leichten Schlag auf den Fuss bekommen und wurde rein vorsorglich vom Platz genommen. Für ihn kam der rumänische Neuzugang Ionita ins Spiel.

Die zweite Halbzeit in diesem Testspiel begann jedoch wesentlich unspektakulärer.
Für richtige Stimmung im Stadion sorgten höchstens die 50 mitgereisten Fans aus Genua. Sie jubelten ihrer Mannschaft, trotz vermeintlicher Niederlage, permanent und lautstark zu. Die Kölner Fans wollten offenbar eher einen ruhigeren Samstagnachmittag im Kreis ihrer FC-Familie verbringen. Zumindest für Testspiele wurden meine Gebete (Auswechslungen vor der 65. Minute) von Trainer Soldo erhört, denn schon (!) zu Beginn der zweiten Halbzeit kam Matuschyk für Petit. Poldi machte sich mittlerweile an der Seitenlinie warm. Die italienischen Gäste kamen nach der 60. Minute immer mehr ins Spiel und Mondragon musste in der 62. Minute einen Schuss über das Tor abwehren. Doch auch bei der anschließenden Ecke des Seria-A-Klubs hielt der Torwart seinen Kasten sauber.

Den italienischen Spitzenstürmer Cassano (elf Tore in 33 Pflichtspielen für Genua) hatte ich heute jedenfalls kaum entdecken können. Auf dem Spielfeld passierte im weiteren Verlauf nicht mehr viel, dafür an der Seitenlinie, denn bei den Gästen hieß es jetzt: jeder darf mal spielen, Genuas Trainer Domenico di Carlo wechselte weitere fünf Spieler und den Torwart aus. In der 70. Minute – denn er darf ja nur 20 Minuten spielen – hatte das lange Warten für die Fans im Stadion endlich ein Ende: Poldi wurde eingewechselt und Torschütze Freis ging vom Platz.

Die Stimmung bei den Fans änderte sich schlagartig: das Kölner Publikum erwachte plötzlich aus dem Winterschlaf der Sommerpause. Ein Jubel auf den Rängen, so als wäre ein weiteres Tor für die Kölner gefallen. In der 86. Minute wechselte der Kölner Trainer noch mal und lies seine jungen Wilden Yabo, Buchtmann und Clemens auf das Spielfeld. Viel mehr passierte dann aber auch nicht mehr. Die Zuschauer planten fernab vom Spiel eher den weiteren Verlauf des sommerlichen Samstagabend (grillen oder nicht?), anstatt die letzten Minuten auf dem Platz zu verfolgen. Nach dem Schlusspfiff beschwerten sich die Fans in der Südkurve mit lautem Pfeifkonzert bei den Kölner Spielern, die alle, bis auf ihr Kölner Urgestein Poldi (sorry Bergheim), einfach in der Kabine verschwanden.

Das müssen die neuen FC-Spieler eben noch lernen: nach Spielschluss nicht nur Sympathiebekundungen im VIP-Bereich nach dem Duschen, sondern direkt nach dem Spiel, hier auf dem Platz, bei Euren „echten Fans“ in der Südkurve!!!

Rotkäppchen
 

Text: Gastbeitrag

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