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Bildung & Erziehung Kultur

Leihen und Lesen

Dienstag, 15. Juli 2014 | Text: Nora Koldehoff | Bild: Karsten Schöne

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

„Rückgabe im Juni 2014“ hieß es für alle, die sich bei der „All you can read“-Aktion im vergangenen Jahr in der Süd-Stadtteilbibliothek Haus Balchem Bücher ausgeliehen hatten. Zu Beginn des Jahres wurde die Frist dann aber automatisch bis Anfang 2015 Jahres verlängert, denn die Sanierungsarbeiten am barocken Bau in der Severinstraße ziehen sich in die Länge. Darüber, wann dort der Betrieb wieder aufgenommen werden kann, gibt es bislang keine Prognosen, aber: „Sobald es dahingehend Neuigkeiten gibt, werden wir sie auf unserer Webseite veröffentlichen“, verspricht Annika Fricke, die die Bibliothek in der Südstadt leitet (Bild: Karsten Schöne).

 

In der Zwischenzeit sieht der Arbeitsplan des ‚Balchem‘-Teams eher wie ein Mosaik aus: Die vier Mitarbeiter, die dort fest angestellt sind, springen in anderen Bibliotheken in Köln ein, verfolgen aber auch hauseigene Projekte weiter, die nicht an den denkmalgeschützten Bau in der Severinstraße gebunden sind, denn der ist immer noch eine Baustelle. „Wenn Ihr nicht zu uns kommen könnt, kommen wir zu Euch“ heißt eins davon. Weil eine große Zielgruppe der Bibliothek Kinder und Jugendliche sind, besucht das Team während der Schließung von Haus Balchem eben Kindergärten und Schulen vor Ort. Bedarf und Themen der mitgebrachten Bücher werden im Vorfeld abgesprochen. Wenn zum Beispiel eine Kindertagesstätte gerade Piraten zum Thema macht, bringen die Bibliothekare entsprechende Geschichten, Kindersachbücher und einen Medienkoffer mit. Die Bücher können auch von der Einrichtung ausgeliehen werden und werden beim nächsten Termin oder bei Gelegenheit abgeholt.

Gestartet ist das Projekt in den Kitas, aber seit März werden auch regelmäßig Grundschulklassen besucht. Das Bibliotheksteam geht dabei auf die Einrichtungen und Schulen zu und vereinbart von sich aus Termine: Dafür sind die Mitarbeiter, je nachdem, wie es passt, ein bis viermal in der Woche unterwegs. Für andere Veranstaltungen, die sonst im Hause stattfinden, mussten noch bis zum Ende der Sanierungsarbeiten Ausweichorte gefunden werden. So findet die regelmäßige Vorlesestunde der Stadtteilbibliothek nun bis auf weiteres in der Südstädter Dependance des Familien Forums der Katholischen Familienbildung e.V. statt. Und der Förderverein Haus Balchem, der das Literaturcafé organisiert, fand dafür eine vorübergehende Bleibe in der Bibliothek der Severinskirche.

Als weiteres Trostpflaster dafür, dass die Südstadt zur Zeit keine eigene Bibliothek hat, wurde der Stadtteil vorübergehend in die Liste der aktuell 20 Haltestellen des städtischen Bücherbusses aufgenommen. Er fährt vor allem in abgelegenere Stadtteile, in denen der Weg zur nächsten Bibliothek weit ist. Das trifft für die Südstadt zwar nicht wirklich zu, aber auch hier ist spürbar, dass die mobile Bibliothek den Gang zum Ausleihen oder Zurückgeben erleichtert. Der Bus, der Teil des Kölner Bibliotheken-Netzes ist und in dem man auch die Medien zurückgeben kann, die man an einem anderen Standort ausgeliehen hat, wird gut angenommen. „Und wann immer es eben geht,“ sagt Annika Fricke, „sind wir Mitarbeiter aus Haus Balchem dann bei den Südstadt-Terminen auch selbst mit dabei.“

Bücherbus

in den geraden Wochen Donnerstag von 15.15 – 16.45 Uhr am Chlodwigplatz
Vorlesestunde

jeden Donnerstag um 15 Uhr im Familienforum (Arnold-von-Siegen-Str. 7)
Bücher Babys

aktuell pausierend, sonst jeden Donnerstag von 11.15 – 12 Uhr im Familienforum
Literaturcafé

Veranstaltung des Fördervereins von Haus Balchem jeden Mittwoch um 15 Uhr in der Bücherei der Severinskirche

Text: Nora Koldehoff

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