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Mord am „Schönen Helmut“: Freispruch für Südstadt-Floristin

Freitag, 30. Mai 2014 | Text: Gastbeitrag

Geschätzte Lesezeit: eine Minute

Vor Gericht: Die 51-jährige Südstädterin, die im Zusammenhang mit dem Mord am „schönen Helmut“ den Verdacht auf einen Unschuldigen gelenkt hatte, wurde freigesprochen.

Vor Gericht: Die 51-jährige Südstädterin, die im Zusammenhang mit dem Mord am „schönen Helmut“ den Verdacht auf einen Unschuldigen gelenkt hatte, wurde freigesprochen. Die beteiligten Juristen beeindruckten durch eine bemerkenswerte Unkenntnis der sonstigen Ermittlungen zum Mordfall.
Anlass zum Staunen gab es im Amtsgericht, als in einem Strafverfahren Richterin, Staatsanwältin und Verteidiger überlegten, ob im Zusammenhang mit einem Mord am Rudolfplatz im Dezember 2012 schon ein Verdächtiger gefasst sei: Am Landgericht müssen sich seit Monaten ein Mann und eine Frau (beide 61) für die Tat verantworten. Viele Menschen hatten das spätere Opfer als ehemals erfolgreichen Boutiquebesitzer gekannt und zeigten sich über seine brutale Ermordung betroffen. In der Presse wurde und wird das laufende Verfahren ausführlich begleitet. Den drei Juristen, die nun vor dem Amtsgericht aufeinander trafen, scheint das entgangen zu sein: „Ich glaube, es sitzt jemand in U-Haft“, mutmaßte vage die Staatsanwältin.

Das Amtsgerichtsverfahren richtete sich gegen eine 51-jährige Floristin aus der Südstadt, die mit dem Mordopfer befreundet war. Sie hatte am 18. März 2013, einige Monate nach der Tat, gegenüber zwei Polizisten geäußert, dass ein gemeinsamer Bekannter von ihr und dem Opfer der Täter sein könne. Dieser Verdacht hatte sich später als falsch herausgestellt. Nun musste sie sich wegen falscher Verdächtigung verantworten. Die Angeklagte berichtete, dass das spätere Opfer ihr von einem Streit erzählt habe zwischen ihm und dem, auf den sie später den Verdacht lenkte. „Er hat mir gesagt, dass der gesagt hat: ‚Ich putz dich weg.’“ Als die Polizei sie wieder und wieder gefragt habe, ob sie wirklich keine Idee zu einem möglichen Täter habe, habe sie schließlich außerhalb der offiziellen Vernehmung von dieser Äußerung berichtet.

„Ich kann es mir lebhaft vorstellen“, so ihr Verteidiger: „Bei Totschlagdelikten wird panisch ermittelt. Da wird gebohrt, gebohrt, gebohrt.“ Seine Mandantin habe ihren Verdacht erst nach mehreren Befragungen und sehr zögerlich geäußert. Von einer gezielten falschen Anschuldigung könne keine Rede sein. Die Frau wurde schließlich freigesprochen.

 

Johanna Tüntsch

Die Autorin findet, dass Schreiben und Erzählen mehr Spaß macht als alles andere. Sie ist Journalistin, PR-Redakteurin und Werbetexterin. Ihre Leidenschaft gilt Reportagen und Geschichten aus dem Amtsgericht. Dort staunt sie: über Richter, die sich in Rage brüllen, über katholische Ärzte, die mit Schönheits-OPs nie etwas zu tun gehabt haben wollen, wohl aber das Honorar dafür einklagen, über Kölner Juristen, die anscheinend monatelang in keine Kölner Zeitung mehr geblickt haben und vieles mehr.

 

Abbildung: Classical Numismatic Group, Inc. – www.cngcoins.com
 

Text: Gastbeitrag

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