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Kultur

Neue Songs für das fünfte Album

Montag, 18. Januar 2021 | Text: Evelyn Maria Denda | Bild: Eva Vamperella und Han Krauthäuser

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

„Die Südstadt ist ein Veedel des akademischen Savoir-Vivre, deshalb passen wir mit unserer französischen Musik auch gut hier her“.

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Die autonome Massenorganisation „Lotta Continua“ („der Kampf geht weiter“) der italienischen Linken, war die Namenspatronin der Südstadtknei…

Sie bringen französische Klänge in die Südstadt und sorgen mit ihrem aktuellen Album „noel avec toi et moi“ für abwechslungsreiche Klänge – das Südstadt-Duo toi et moi. Wir haben mit Raphael Hansen und Julia Klomfaß gesprochen – über ihre Musik, die momentane Situation und ihre Wünsche für 2021.

Wer steckt hinter toi et moi und was macht Euch aus?
Hinter toi et moi stecken die beiden Berufsmusiker Julia Klomfaß und Raphael Hansen, wir sind seit vielen Jahren sowohl freundschaftlich als auch musikalisch miteinander verbunden. Durch unsere Vertrautheit schaffen wir es auf der Bühne eine spürbare Intimität zu erzeugen, die häufig auch das Publikum erreicht.

Wie erlebt ihr die momentane Zeit im Lock-Down ohne Live-Konzerte?
Die Konzerte fehlen uns sehr, genau wie der zwischenmenschliche Austausch mit unserem Publikum. Wir versuchen aber das Beste daraus zu machen und schreiben fleißig an neuen Songs für unser fünftes Studioalbum.

Hattet ihr Gelegenheit, den Sommer für Auftritte zu nutzen?
Ja, zum Glück haben wir einen Haufen toller Konzerte gespielt in Bonn, Kaiserslautern, Düsseldorf und natürlich in Köln. Das waren fast alles sehr gut organisierte Open Air Konzerte mit klaren Hygieneregeln, die super angenommen wurden. Es gab viele emotionale Momente auf der Bühne und im Publikum, weil alle so durstig waren auf Livemusik und die damit verbundene Lebensfreude und Emotionalität.

Wie seid ihr zur Musik gekommen?
Unser Weg zur Musik begann bei uns beiden schon in der Jugend, beziehungsweise schon in der Kindheit. Mein Vater ist Musiklehrer und hat mich schon früh in die Welt der Musik eingeführt. Das hat nie aufgehört. In Raphaels französischer Familie sind auch viele Berufsmusiker, und mit der musikalischen Früherziehung als Kind begann schon der erste Kontakt mit Instrumenten.

Euer Musikstil, wie lässt er sich beschreiben?
Unser Musikstil ist schwer in eine Schublade zu schieben, wir laufen aber unter dem Genre „Nouvelle Chanson“. Man kann wohl sagen, dass wir durch verschiedene Hörgewohnheiten geprägt sind und so eine Mischung aus Folk, SingerSongwriter und Popmusik entstanden ist. Die Lieder haben zwar immer die Handschrift von toi et moi, vor allem durch den zweistimmigen Gesang und die Instrumentierung. Sie sind aber durch viele verschiedenen Instrumente eher vielfältig. So ist die musikalische Bewegung in einem weiten Feld umsetzbar und trotzdem immer wiedererkennbar.

Ihr singt auf Französisch – wie ist Eure Beziehung zu Frankreich und der französischen Musik?
Vor allem Raphael hat durch seine Familie eine direkte Beziehung, da seine Mutter Französin ist, und er eine große französische Familie hat, die fast im ganzen Land verteilt lebt. Aber wir beide sind durch viele Frankreichreisen mit der Kultur und dem Charme des Landes tief verbunden.

Woher nehmt ihr den Stoff für Eure Songs?
Vor allem durch Beobachtungen. In den Songs beschreiben wir das Leben in all seinen Facetten. Sowohl die schönen und leichten Momente als auch die nachdenklichen und melancholischen haben Platz in unseren Liedern. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die man beobachtet, manchmal auch die größeren Grafen, die wir in Liedern verarbeiten.

Habt ihr einen persönlichen Lieblingssong?
Mein Lieblingssong ist aktuell „nos démons“, das auf dem aktuellen Album zu hören ist. Das wechselt aber auch manchmal. Bei Raphael ist es zurzeit „entre le beouf“ von der aktuellen Weihnachts-EP.

Wenn ihr an Eure vergangenen Auftritte denkt, gab es da einen schönsten Auftritt?
Es ist schwierig einen schönsten Auftritt auszuwählen, weil es ganz viele Highlights in den elf Jahren gab. Manchmal ist das Drumherum besonders toll, oder die Reise zum Konzert, manchmal der Ort, manchmal die Chemie zwischen dem Publikum und uns. Wenn ich aber spontan entscheiden müsste, dann war es die Humba Party im ausverkauften Gloria, als über 900 glückliche Menschen in tollen Kostümen zu unserer Musik getanzt haben.

Und habt ihr auch ein bizarres Erlebnis mit Blick auf Eure Konzerte auf Lager?
Der bizarrste Auftritt ist leicht benannt, obwohl wir am Anfang unserer Karriere sehr häufig in Finanzdirektionen gespielt haben – das allein war schon sehr schräg. Es lässt sich noch toppen durch einen Auftritt in einem Golfclub zur Weihnachtsfeier der Senioren. Das war auch ganz am Anfang unserer Laufbahn. Wir dachten, dass wir nur ein paar Songs spielen sollten und ein bis zwei Weihnachtslieder, aber es stellte sich heraus, dass wir das ganze dreistündige Diner begleiten sollten und der Moderator uns immer wieder aufforderte mal Flottes, mal Besinnliches zu spielen. Ich hatte zum Glück ein Gitarrenbuch mit Weihnachtsliedern mit, die wir dann einfach der Reihe nach gespielt haben. Man haben wir geschwitzt und auf der Rückfahrt dann gelacht!

Wie erlebt ihr die momentane Zeit im Lock-Down ohne Live-Konzerte?
Die Konzerte fehlen uns sehr, genau wie der zwischenmenschliche Austausch mit unserem Publikum. Wir versuchen aber das Beste daraus zu machen und schreiben fleißig an neuen Songs für unser fünftes Studioalbum.

Hattet ihr Gelegenheit, den Sommer für Auftritte zu nutzen?
Ja, zum Glück haben wir einen Haufen toller Konzerte gespielt in Bonn, Kaiserslautern, Düsseldorf und natürlich in Köln. Das waren fast alles sehr gut organisierte Open Air Konzerte mit klaren Hygieneregeln, die super angenommen wurden. Es gab viele emotionale Momente auf der Bühne und im Publikum, weil alle so durstig waren auf Livemusik und die damit verbundene Lebensfreude und Emotionalität.

Was wünscht ihr Euch für die momentane Situation? Fühlt ihr Euch abgesichert oder gibt es Veränderungsbedarf?
Das ist sicherlich ein großes Thema, was auch schon sehr viel diskutiert wurde. Ich habe den Lockdown light nicht ganz verstanden, weil er dezidiert bestimmte Berufsgruppen getroffen hat und andere ausgelassen hat, Wir als Kulturschaffende wurden komplett gebremst. Es ist schwer erklärbar gerammelt volle Läden zu beobachten und volle Flugzeuge zu sehen, dafür aber Säle zu schließen mit sehr gut ausgearbeiteten Hygienekonzepten, wo alles kontrolliert und stressfrei von Statten geht. Retrospektiv war der Lockdown light wohl ein Misserfolg und man hätte von Anfang an für zwei Wochen alles schließen sollen, anstatt so selektiv zu handeln und einzelne Branchen, wie auch die Gastronomie zu schließen, da verliert man auf Dauer auch den Rückhalt bei denjenigen, die eigentlich auf der Linie der Vernunft sind. Es ist aber auch in der Rückschau immer leichter zu kritisieren, die Entscheidungsträger sind nicht zu beneiden! Trotzdem muss man auch sagen, dass es im Vergleich zu anderen Ländern eine Unterstützung und Kompensation des Staates gibt, von der auch wir profitiert haben, das darf man nicht vergessen. Deshalb kurz gesagt, wir werden die Krise überstehen und wir sind auch dank der Unterstützung unserer großartigen Fans, die unseren Shop quasi leer gekauft haben in einer guten Lage.

Ihr seid auch oft in der Kölner Südstadt unterwegs – was macht die Südstadt für Euch aus? Habt ihr einen Geheimtipp für uns?
Ich lebe seit zwanzig Jahren in der Südstadt und Julia hat hier auch über ein Jahrzehnt gewohnt. Die Südstadt ist ein Veedel des akademischen Savoir-Vivre, deshalb passen wir mit unserer französischen Musik auch gut hier hin. Die Südstadt ist sicherlich auch elitär und stellt nicht den Querschnitt.

Text: Evelyn Maria Denda

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