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Kultur

„Sex, drugs and rock’n roll…“

Montag, 27. Januar 2014 | Text: Gastbeitrag | Bild: © Tod Papageorge, courtesy Galerie

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

… genau so sehen die Fotos aus! Die legendären Parties im Studio 54 in New York; ein einziger Rausch! Aber Tod Papageorge meint ganz gelassen dazu: „I was not part of it.“ Er war also nicht Teil der Party-Scene, sondern eher außen vor und hat sich sehr nüchtern ganz auf seine Fotos konzentriert.

Laut Presse-Info durchfeierte Papageorge in dieser Disco die Nächte mit den Schönen und Reichen, die Kamera stets griffbereit; hier ging Andy Warhol ebenso ein- und aus wie Mick Jagger, Liza Minnelli und Grace Jones. „Sehen und gesehen werden“, das war auch hier im studio 54 das Motto. „Der Betrachter wird auch heute noch Zeuge dieser exzentrischen und hedonistischen Partyexzesse zwischen 1978 und 80“, so beschreibt Thomas Zander in seiner Einführung: „Die Fotos lassen den Geist der Disco-Ära wieder aufleben und verkörpern ein urbanes Lebensgefühl von großer Direktheit. Diese prints schlummerten bis heute in ihren Hüllen und warteten nur darauf, entdeckt und ausgestellt zu werden.“

In der Galerie Thomas Zander auf der Schönhauser Straße gab es im Januar 2014 wieder mal eine beeindruckende Eröffnung, gleich zwei Ausstellungen, die kaum gegensätzlicher sein könnten. Im „second floor“ zeigt die Galerie erstmalig eine Serie von siebzig Schwarz-Weiß-Fotografien von Papageorge aus dem legendären New Yorker Nachtclub Studio 54.

Unten im Erdgeschoss dagegen, fast meditativ: frühe Gemälde von John McLaughlin (1898 – 1976). Laut Presse-Info gilt er als einer der wichtigsten amerikanischen Künstler Mitte des 20. Jahrhunderts, als bedeutendster Vertreter der Hard Edge Malerei. „McLaughlins Bilder zeichnen sich durch eine strenge grafisch-geometrische Komposition weniger Farbflächen aus“, so Thomas Zander über einen Künstler, der sich intensiv mit den Lehren des Zen-Buddhismus befasst hat. Dieser Einfluss wird in seinen abstrakten Bildern mit ihrer „neutralen Struktur” deutlich sichtbar, wie es in der Presse-Information heißt. „Und wenn ich zwischendurch mal Zeit habe, dann setze ich mich hier vor die Bilder und genieße die Ruhe, die sie ausstrahlen. Das ist pure Meditation!“ so Zander über die Wirkung der Bilder im Raum. „Es geht dabei also um eine gewisse Ruhe und Klarheit. Das ist keine lebendige Ausstellung. McLaughlin wollte da kein Gefühlsleben reinbringen, also ganz ähnlich wie beim Minimalismus. Viele haben sich das früher ins Schlafzimmer gehängt; deshalb auch dieser Begriff: ‚bedroom-paintings’.“

„untitled“, aus der Serie: studio 54, New York
Alle Abbildungen: © Tod Papageorge, courtesy Galerie Thomas Zander, Köln

 

Aber nun wieder zurück in den 2. floor: Tod Papageorge, geboren 1940 in Portsmouth, USA, lebt und arbeitet in New York. In Fotokreisen ist er bei weitem kein Unbekannter: Sein Einfluss auf mehr als eine Generation von Fotografen sollte nicht unterschätzt werden; seit 1979 lehrt er als Walker Evans Professor of Photography an der Yale University. In den 1960er Jahren verband Tod Papageorge ein intensiver Austausch mit Garry Winogrand. Beide verabredeten sich beinah täglich zu Streifzügen durch die Straßen von New York und dabei entstanden Ikonen der Fotografie.

Alle Fotos haben dabei eines gemeinsam: sein großes Interesse am Menschen als soziales Wesen. Egal, ob es sich um seine bekannten Aufnahmen in Sportstadien der 60er und 70er Jahre handelt oder um Alltags-Scenen aus dem Central Park. So existieren auch kaum Portraits von einzelnen Personen, niemand wird zum Helden stilisiert.

Die Ausstellung läuft nun schon seit einigen Wochen. Wie kam sie bisher an? Zander ist sehr zufrieden: „ Das Interesse ist wirklich sehr groß. Und wir haben schon einiges verkauft. Im Moment bereiten wir gerade mit Hochdruck die  nächste Ausstellung vor: ab dem 10. Mai zeigen wir dann Robert Irwin, und zwar auf beiden Etagen, das wird spektakulär!“

 

?Karin Matzner

 

Noch bis zum 12. April 2014 sind die Werke in der Galerie Thomas Zander  ausgestellt.

Schönhauser Str. 8 

D-50968 Köln

?Tel +49-221-9348856

Dienstag – Freitag 11 – 18 Uhr    ?

Samstag 12 – 18 Uhr und nach Vereinbarung

 

Text: Gastbeitrag

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