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Kultur

Theaterfestival Westwind:– Hinkommen, zuschauen, mitmachen

Donnerstag, 26. April 2018 | Text: Evelyn Maria Denda

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Elf Produktionen aus Nordrhein-Westfalen und vier internationale Produktionen aus Australien, Südafrika, Frankreich und den Niederlanden stehen auf dem Programm des Westwind-Festivals bei uns im Veedel. Das Comedia Theater Köln richtet es vom 12. bis zum 18. Mai 2018 aus und ist dabei zugleich das Festivalzentrum. Hier gelingt es immer wieder, „Künstler aus aller Welt gemeinsam in die Arbeit zu bringen“, stellt Jutta Maria Staerk fest, künstlerische Leiterin des Festivals, das bereits zum 34. Mal stattfindet. „Die Kombination von Gastronomie, Bühnen, Proben- und Arbeitsräumen bietet viele Spielräume, die einen kreativen Austausch ermöglichen und eine gemeinschaftliche Atmosphäre schaffen“, so Astrid Hage, Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit an der COMEDIA. Westwind als ein Festival für Publikum, aber auch für Theaterleute, lasse sich so ideal mit der Idee verbinden, „dass die Menschen hier eine Woche zusammenleben und arbeiten“. Köln sei als Standort wie gemacht für die Ausrichtung des Festivals. Nicht nur die zentrale Lage, sondern auch die Vielzahl an freien Theatern und anderen Akteuren des Kinder- und Jugendtheaters „versprechen einen breiten, lebhaften Austausch“, hebt Staerk hervor. Bespielt werden neben den Sälen des COMEDIA das Schauspiel Köln mit den Depots 1 und 2 sowie das Bürgerhaus Stollwerck und das Humboldt-Gymnasium.

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Wem gehört die Welt?

Ziel dabei ist es, das Theater und seine Atmosphäre in die Stadt hineinzutragen, macht Hage deutlich. Wie in den Jahren zuvor steht das Festival unter einem Motto. Das Programm dreht sich in diesem Jahr um die Frage „Wem gehört die Welt?“ – ein „super Thema“, zu dem besonders Kinder und Jugendliche sehr gezielt Fragen stellen, so Staerk. Im Fokus steht zeitgenössisches Kinder- und Jugendtheater, „ein Theater, das sich mit dem auseinandersetzt, mit dem die Kinder und Jugendlichen zu tun haben“, weiß Staerk auch aus jahrelanger Theatererfahrung als Vorstandsmitglied des Verbands der Kinder- und Jugendtheater ASSITEJ. Das Festival eröffne neue Blickwinkel auf die Welt. Denn Kinder guckten nicht mit Abonnentenblick auf die Theaterbühne, sondern sie seien mit allem zu überraschen, wenn das Thema des Stückes einmal ihr Interesse geweckt habe. So drehen sich die Stücke des Westwind inhaltlich und formal mutig um Fragestellungen, die Kinder und Jugendliche aller Schulformen bewegen. Aber auch Erwachsene sind eingeladen, die Welt aus neuen Blickwinkeln zu sehen. Ergebnis der Suche nach neuen Theaterformen durch die dreiköpfige Festivaljury, der neben Jutta Maria Staerk auch Bernd Mand, Kulturjournalist aus Mannheim, und Detlev Köhler, Festival- und Theatermacher aus Frankfurt, angehören, sind sehr unterschiedliche Stücke. Auf den Bühnen ist ein breites Spektrum von Akteuren zu sehen: „Freie Theater, Performance-Kollektive, Tanztheater, Musiktheater für die Allerkleinsten und die Stadttheater,“ sagt Staerk. Begleitet wird das Theatertreffen von einem facettenreichen Rahmenprogramm mit Vorträgen, thematisch ausgerichteten Führungen, Workshops und Fachgesprächen. In diesem Jahr ist jedoch nicht nur gespanntes Zusehen, sondern auch das unmittelbare Mitmachen der Festivalbesucher gefragt.

Westwind Verlaguet

Catherine Verlaguet bereitet mit einer Familie ein Stück vor.

Theater im eigenen Wohnzimmer

Aus Frankreich kommt das partizipative Projekt „lire et dire en famille“ der französischen Autorin Catherine Verlaguet. Bei diesem Projekt bereitet eine Familie mit der Autorin gemeinsam einen Theatertext vor, den sie abschließend in einer szenischen Lesung zu Hause mit verteilten Rollen präsentiert. Spannend ist hierbei der neue Blick auf das Theaterstück. Schließlich ist Theater doch nicht nur das, was auf der Bühne an Aktionen, Mimik und Gestik stattfindet, sondern auch immer ein für das Theater geschriebener Text. Ein besonderes Erlebnis, den aufgeschriebenen Text im eigenen Wohnzimmertheater selbst zum Leben zu erwecken! Hierfür sucht die COMEDIA eine Familie in der Südstadt, die Lust hat, das eigene Zuhause zu einer Theaterbühne werden zu lassen. Einzige Voraussetzung ist, dass alle Mitglieder der Familie den Theatertext lesen können – und natürlich Freude am Theater mitbringen! Für weitere Informationen und zur Anmeldung können sich Familien unter astrid.hage@comedia-koeln.de anmelden.

Mitmach-Erlebnis für die ganze Familie

Ein besonderes Mitmach-Erlebnis für die ganze Familie bietet auch das Projekt „I see you like this“ der australischen Künstlerin Jessica Wilson. Sie setzt dabei die Sicht der Kinder auf ihre Eltern in den Mittelpunkt. In einem dreiwöchigen coworking arbeitet sie mit Kindern und ihren Eltern in Köln. Hierbei sind es nun nicht mehr die Eltern, die ihre Kinder zu möglichst perfekten Dokumentationsobjekten vor der Kamera modellieren, sondern die Kinder selbst gestalten die Eltern nach ihren eigenen Vorstellungen, dabei sind der Kreativität und der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Das Ergebnis sind Portraits, die von einem Fotografen festgehalten werden. Dieses Projekt findet insgesamt dreimal statt: Während des Festivals in einer Slam session auf dem Chlodwigplatz/im Theaterfoyer und im Friseursalon Van Moritz an der Merowinger Straße 42. Bereits vom 1.Mai bis 9. Mai gastiert das Projekt in Mülheim. Der direkte Kontakt mit anderen Stadtteilen, besonders solchen, die migrantisch bewohnt sind, ist ein besonderes Anliegen der Arbeit von Staerk und ihrem Team. Interessant ist es hierbei, die unterschiedliche Arbeit der Kinder mit ihren Eltern zu beobachten. „I see you like this“ konfrontiert den Betrachter mit der Rolle der „Gesehenen“ durch die Kinder und öffnet so neue Blickwinkel. Familien aus der Südstadt sind während des Festivals zum Mitmachen beim Fotoshooting eingeladen. Bei der Slam session am 13.Mai von 12 bis 15 Uhr auf dem Chlodwigplatz/im Foyer des Theaters können interessierte Familien auch spontan vorbeikommen. Für den Termin im Friseursalon am 18. Mai von 12 bis 15 Uhr wird um eine vorherige Anmeldung unter sarah.wagner@comedia-koeln.de gebeten.

Ein pulsierendes Haus

„Die COMEDIA hat eine Leidenschaft für dieses Festival und für diese Form der Auseinandersetzung mit der Kunst,“ stellt Staerk resümierend fest. Hage und Staerk versprechen eine „pralle Woche in einem pulsierenden Haus, drinnen und draußen.“ Einen Vorgeschmack auf die weiteren Inszenierungen und noch mehr spannende Infos gibt es in den nächsten Wochen hier auf unserer Seite. Jetzt schon neugierig geworden? Dann lohnt ein Blick auf die Homepage des Westwind.

Text: Evelyn Maria Denda

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