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Kolumne

Von großen Plänen und kleinen Freuden

Sonntag, 15. Mai 2011 | Text: Kathrin Rindfleisch

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Sieben Erwachsene, vier Kinder, ein Ausflugstag, was machen wir? Etwas, das Erwachsenen Spaß macht – und gleichzeitig die Kids nicht langweilt. Etwas, das Abwechslung verspricht und trotzdem entspannt. Ja, und was Leckeres sollte es geben, mit leerem Magen vergnügt`s sich schwer…

Sieben Erwachsene, vier Kinder, ein Ausflugstag, was machen wir? Etwas, das Erwachsenen Spaß macht – und gleichzeitig die Kids nicht langweilt. Etwas, das Abwechslung verspricht und trotzdem entspannt. Ja, und was Leckeres sollte es geben, mit leerem Magen vergnügt`s sich schwer…
Fünf Überlegungen und zehn Recherchen später dann steht er, der Ausflugstag mit Spaßgarantie. Ein See, ein Boot, ein Picknick, `ne Partie Minigolf und zum krönenden Abschluss ein Grillabend mit Gemeinsam-Lena-Anfeuern. Einzig vermeidlicher Feind ist der angekündigte Regen, aber bitte, gute Ausrüstung ist alles!
Blauer Himmel, ruhiger See und ein Mädchen, dass das Tretboot stürmt, noch bevor überhaupt fest steht, ob nun getreten oder gerudert wird. Smilla ist heiß auf Bootfahr’n – pah! Mein Plan geht auf!
 
Smilla schreit, hysterisch. Sie saugt an ihrer Kappe und klammert sich fest an mich. Als sie dann anfängt, vor Angst zu zittern, geht’s zurück an Land. Für zwei von elf Leuten ist Spaßprogrammpunkt Nummer Eins damit beendet. Wer hatte die Idee mit dem Bootfahr’n? Ach Quatsch! Da steckt man nicht drin…! Außerdem macht Spaßprogrammpunkt Nummer Zwei wieder alles wett: lecker Picknick mit Seeblick und Steine-in-den-See-Werfen. Alle glücklich, satt und zufrieden. Sag ich doch! Mein Plan geht auf!

Programmpunkt Nummer Drei: Minigolf! 18 Bahnen, 11 Spieler, geschätzte Spieldauer: ewig. 1. Bahn gespielt, Smilla gelangweilt, tatsächliche Spieldauer: eine Minute zwanzig. Wer hatte die Idee mit dem Minigolf? Ach Quatsch! Da steckt man nicht drin…! OK, und wieder nichts mit Gruppenspaß. Stattdessen rutschen, fangen, verstecken und belustigen. Die Kinder. Na wenigstens.
 
Lecker Grillen, kurzes Eissorten-Verteil-Drama, ansonsten: Harmonie. Eurovision Song Contest 2011. Furchtbar. Schlecht. Und nur eine Nation, die an die wahre Zielgruppe dieser Veranstaltung gedacht hat: Litauen setzt auf Gebärdensprache. Niemals zuvor habe ich Hörgeschädigte beneidet. Zum ersten Mal an diesem Tag sind wir der gleichen Meinung, Smilla und ich. Und so endet der letzte Spaßprogrammpunkt des Tages nach Lenas Auftritt. „Sofort!“

Aufregender als Bootfahren, Minigolf und Lena zusammen allerdings, ist die Bahnfahrt durchs nächtliche Köln. Weil die Dunkelheit so schwer sehen lässt, avanciert die aufgeregte Frage „Sind wir jetzt im Tunnel?“ zur meistgefragten des ganzen Tages. Die glucksende Freude bei der Einfahrt der Linie 18 in den Tunnel, wäre zwölf Stunden zuvor ein durchaus willkommener Gast in unserem Tretboot gewesen, aber sie ist eben störrisch. Und eigen. Gluckst dann rum, wenn`s ihr gefällt. Hält sich nicht an Planungen und Erwartungen. Freude entzückt sich oft für das Kleine, das auf den ersten Blick Unspannende. Zu viel Aufregendes, Neues und Anderes ist ihr eher nicht geheuer. Das hält sie klein, und wenn eine Situation besonders schlecht einzuschätzen ist, wird sie so klein, dass die große Angst sie verdrängen kann. Aber die Freude hat noch einen natürlichen Feind: die Erwartung. Sie setzt die Freude nämlich gerne unter Druck, und so mancher Freude sagt man deshalb nach, zu heucheln, nur um die Erwartung nicht zu enttäuschen. Aber Freude ist nur wirklich schön, wenn sie echt ist und von Herzen kommt. Daran muss ich denken, als ich Smillas glucksende, echte Freude erlebe, bei der Einfahrt in den U-Bahn-Schacht nach diesem geplanten Höhepunkte-Tag. Und beschließe gleich darauf hin, meine Enttäuschung schön klein zu halten. Und lieber die Freude ganz groß sein zu lassen, über Smilla. Die sich freut, wenn’s ihr passt und nicht, wenn’s erwartungsgemäß ansteht. Die sich über Kleines freut und über Großes, in jedem Fall aber über das, was sie toll findet!
 
Ach, und übrigens: Die Freude war bei allen gleich groß über das tolle Wetter ohne Regen und miese Temperaturen! Am Ende auch eine weitere Freude über Nichtgeplantes!

 

Text: Kathrin Rindfleisch

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