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Kolumne

Wie im Märchen!

Donnerstag, 14. Juni 2012 | Text: be süd

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Sie ist extrem wandelbar. Sie ist sowohl „chic“ als auch „laissez faire“, gebildet, aber auch dumm, einfach und wiederum unglaublich edel, akademisch und gleichzeitig handwerklich. Sie spricht viele Sprachen und hat viel zu bieten. Sie kann schön, aber auch  hässlich sein, sozial und asozial, ausländisch und doch kölsch. Wir lieben sie, wir hassen sie, wir sind sie: die Südstadt!

Hier gibt es sozial denkende Menschen, die die älteren Nachbarn, ganz unverbindlich fragen, ob sie beim Tütentragen Hilfe brauchen und sie nach Hause begleiten. Aber es gibt auch andere. Kürzlich saß ich im Römerpark, entspannte mich und lauschte der Musik, die vom Eierplätzchen in den Park strömte.

Sie ist extrem wandelbar. Sie ist sowohl „chic“ als auch „laissez faire“, gebildet, aber auch dumm, einfach und wiederum unglaublich edel, akademisch und gleichzeitig handwerklich. Sie spricht viele Sprachen und hat viel zu bieten. Sie kann schön, aber auch  hässlich sein, sozial und asozial, ausländisch und doch kölsch. Wir lieben sie, wir hassen sie, wir sind sie: die Südstadt!

Hier gibt es sozial denkende Menschen, die die älteren Nachbarn, ganz unverbindlich fragen, ob sie beim Tütentragen Hilfe brauchen und sie nach Hause begleiten. Aber es gibt auch andere. Kürzlich saß ich im Römerpark, entspannte mich und lauschte der Musik, die vom Eierplätzchen in den Park strömte. Ein Kind kam mir entgegen, seine Hände voll, seine Augen strahlten. Er hatte bei einem Kiosk im Veedel die begehrten Star Wars Karten gekauft. Er sah so glücklich aus! Er sagte, er hätte sein ganzes Geld, immerhin 50 Euro, ein ganzer Schein, wie er stolz sagte, zum Kiosk gebracht und die Karten gekauft. Ich fragte ihn, ob seine Eltern davon wüssten.  Er schaute mich etwas erschrocken an und sagte: „Nein! Sie wissen das noch nicht!“ „Wie alt bist du denn?“ fragte ich, und er sagte: „Ich bin acht Jahre alt.“

 

Darf ein Erwachsener so viel Geld von einem Kind nehmen? Ich habe überlegt, wie ich reagiert hätte und kam zu dem Schluss, dass ich niemals, egal wie geschäftstüchtig ich bin, so viel Geld von einem Minderjährigen genommen hätte. Ich stellte mir vor, wie der Kioskmensch wie der böse Wolf, Euro-Zeichen in den Augen, die Lippen leckt und mit überspielter Freundlichkeit das Geld entgegen nimmt…

Dabei wollte ich über unser Viertel schwärmen!  Es gibt sie, die Südstadt, die alle lieben! Sie kommen aus Heidelberg, der Hocheifel, Berlin, Nippes, ja sogar Düsseldorf! Die Touristen, auf der Suche nach den kulturellen Angeboten unseres Veedels. Die Public Viewings, die freien Konzerte auf dem Eierplätchen, die Boule Meisterschaften im Park, die  Festivals…

Ich kann mein Glück kaum fassen. Ich lebe hier! Rückblick: Ich sitze auf der großen Wiese im Friedenspark und staune. Es stehen mehrere bunte Zirkuszelte im Park verteilt, der Geruch von Popcorn liegt in der Luft. Glückliche Kinder, mit Zuckerwatte in der Hand scheinen durch den Park zu schweben. Ich schwebe auch. Ich befinde mich in einem bunten Traum, riesige Grashüpfer und Feen kommen mir entgegen. Lustige Clowns, Akrobaten, Jongleure, Stelzenmenschen. Mitten im Park steht ein Gestell mit blauen Tüchern, zwei Frauen ziehen sich hoch und lassen sich fallen. Man könnte meinen, man wäre am Meer.

 

Der ganze Park steht unter dem Motto „Gaukler Festival“. Es gibt Musik und unglaublich viele glückliche Gesichter – der Friedenspark ist ein einziger Zirkus! Ich bin wieder ein Kind! Ich balanciere und jongliere, spiele mit den Diabolos und drehe Teller auf einem Stock. Ich probiere alles aus. Ich schwebe weiter und werde von fetziger lateinamerikanischer Musik gen Baui gezogen. Da steht ein Artist auf der Bühne, Hüfte schwingend jongliert er. Die Treppe zum Adler ist voll. Die Party findet hier statt! Aber wo sind eigentlich die Südstädter? Wieso sind mehr Touristen unterwegs, als Menschen die hier wohnen? Wussten sie nichts davon? Ich treffe eine Freundin, die ihre Tochter mitsamt Freundinnen verabschiedet. Die Jugendlichen wollen zum Aachener Weiher. Sie sind auf der Suche nach Party. Komisch denke ich, hier ist die Party. Egal. Ich genieße die Musik, das Tanzen, die Artisten und dann klingelt das Telefon meiner Freundin. Die Clique ihrer Tochter lässt fragen, ob sie zurück zum Festival kommen dürfen, denn da wo sie sind, ist absolut tote Hose! Wir schmunzeln. Es scheint, dass man raus aus der Südstadt muss, um zu erkennen, was die Südstadt zu bieten hat! Denn hier finden die Partys statt und zwar meistens Open Air und kostenfrei!

 

Das ist die Südstadt, die ich liebe!

 

Text: be süd

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