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Kultur

Wie viel Zeit habt Ihr?

Montag, 10. Juni 2013 | Text: Antje Kosubek | Bild: Frank Domahs

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Physikalisch gesehen ist Zeit das, was unsere Uhren messen. Die Dinge kommen und gehen. Doch was ist Zeit? Nur eine physikalische Gesetzmäßigkeit? Kaum etwas bestimmt unser Leben mehr, als die Zeit. Bei Kindern ziemlich unbeliebt: es wird Zeit, jetzt schlafen zu gehen. Jedoch kommt dieser Satz in unserem Leben viel öfter vor: Es wird Zeit, in die Schule zu gehen; es wird Zeit, eine Ausbildung zu machen; es wird Zeit, arbeiten zu gehen…..! Doch was ist unsere ganz persönliche, eigene Zeit? Darum dreht sich der Zeiger im Theaterstück „play“.

 

Eine junge Frau betritt die Bühne. Was hat uns die dunkelhaarige, schlanke Frau im schlichten weißen Hosenanzug zu sagen? Darstellerin Sula Pferd stellt direkt zu Beginn eine entscheidende Frage: Klaut sie uns jetzt Zeit? Oder wir ihr? Die junge und ausdrucksstarke Schauspielerin hat nach ihrem Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart ein weiteres Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg absolviert und arbeitet mit mehreren visuellen Ebenen. Video, Musik, Tanz, Choreografie und Schauspiel werden miteinander verflochten und jeder Zuschauer kann seine ganz individuellen Assoziationen, Gedanken und Gefühle entwickeln. Die Montagetechnik lässt die Bilder vom inneren Auge der Darstellerin zu unseren eigenen Bildern werden.

Auf provokante Art hält sie uns den Spiegel vor. Ob Darstellerin Sula Pferdt dabei gemütlich Seifenblasen in die Luft pustet oder in der Nase bohrt. Was passiert, wenn man stirbt? Zerplatzt dann die eigene Zeit wie eine Seifenblase? Oder kann ich wieder von vorn anfangen? Wann ist es zu spät? Welche Zeit nehmen wir wahr? Ist die „objektive“ Zeit überhaupt ohne die Wahrnehmung der „subjektiven“ Zeit erfahrbar? Sula Pferdt erzeugt Stimmungen und nimmt den Zuschauer mit, um in verschiedene Perspektiven einzutauchen. Während sie mit einer Muschel telefoniert – denn das Meer ruft an – antwortet sie: „Ich habe gerade keine Zeit“! Wie oft haben wir diesen Satz schon gesagt oder ,verpasste Momente‘ erlebt, weil keine Zeit da war‘.

 

 

Es türmen sich viele Fragen auf: Wie viel Zeit hat man? Wer bestimmt das? Kann man die Zeit anhalten? 2008 wurde Sula Pferdt für ihre Darstellung in der Produktion „rosige Aussichten“ mit dem Kölner Theaterpreis ausgezeichnet, mit dem „theater monteure“ arbeitet sie seit 13 Jahren zusammen. „Warum ist manchmal zu viel Zeit da und dann wieder zu wenig?“ fragt sie, während sie an der Videoleinwand über den weißen Boden entlang schreitet und verzweifelt stehenbleibt, um im nächsten Moment strahlend festzustellen, wie viel Zeit doch noch bleibt. Die zusätzlich zur Performance an die Wand projizierten Bilder geben der emotionalen Vorstellung noch mehr Ausdruck. Die „theater monteure“ sind seit 1988 mit verschiedenen Eigenproduktionen für Kinder und Jugendliche auf Tournee. „play“ ist eine zeitlose „One-Woman-Show“, die Regisseur Joachim von der Heiden inszeniert hat. Das kurzweilige Theaterstück lässt mich positiv, aber auch nachdenklich zurück. Letztlich bin ich dankbar, denn mir wurde Zeit geschenkt, um über die Zeit nachzudenken. Eine Frage bleibt – ganz gleich ob ganz reell oder philosophisch: Wie viel Zeit habt Ihr?

 

Weitere Vorstellungen vom Theaterstück „play“ im Bürgerhaus Stollwerck

11. Juni und 12. Juni 2013, jeweils um 10:30 Uhr
7. November und 8. November jeweils 10:30 Uhr
9. November und 10. November jeweils um 17:00 Uhr

Kosten:  Erwachsene: 14 Euro, Jugendliche bis 18 Jahre: 10 Euro
Gruppenkarte: 45 Euro (für fünf Personen, jede weitere Person: 9 Euro)
Schulen: 7 Euro pro Person

Dauer: 50 Minuten

 

Text: Antje Kosubek

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