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Kultur

Abenteuer im Kopf – BücherwurmsBestes #5

Mittwoch, 10. Februar 2016 | Text: Gastbeitrag | Bild: DesignWork

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Karneval ist vorbei und lässt uns zurück mit Schniefnasen und Schmuddelwetter. Ganz klar – es ist Zeit für ein gutes Buch, für wahre Helden und Abenteuer im Kopf.
Die Büchertipps kommen heute wieder von Comic-Experte Rüdiger Schuster im Fantastic Store und Friederike Dobisch aus dem Anderen Buchladen.
Rüdiger Schuster ist Dr. Comic. Er kennt mehr als jeder andere, berät treffsicher, kennt die Unterschiede und die Zusammenhänge. Man trifft ihn nahezu täglich im Fantastic Store.

Seine Tipps im Februar:

„Wir haben hier die Graphic Novel ‚Fugazi Music Club‘ von Marcin Podolec.
Eine schöne Graphic Novel, in der es um Musik geht. Was waren die Schwierigkeiten, wenn Du 1990 in Warschau einen Club aufmachen wolltest? Die Geschichte erzählt von Einem, der dort den ersten Punk- und Heavy Metal Club aufgemacht hat und von all den ganzen Problemen, die es mit sich zieht, wenn man in diesem System etwas Alternatives aufzuziehen möchte.
Liest sich gut, ist witzig und ein zeitgeschichtlich schönes Teil.“
„Fugazi Music Club“ von Marcin Podolec, Egmont Graphic Novel, 22,99 Euro.

„Secret Wars #1
DAS Marvel-Großevent! Es sind insgesamt neun Hefte. Hier gilt: Alle gegen Alle. Es ist ein Reboot von einer Story, die es schon einmal Mitte der Achtziger gab, das war damals das erste, große Crossover (ein Crossover ist eine Sache, die alle Hefte und Serien miteinander verbindet). Hier geht es darum, dass nur noch zwei Marvel-Erden existieren: die klassische Marvel-Erde und eine Parallelwelt. Hier geht es ums Ganze. Da wird aufgeräumt. Danach verändert sich das Marvel-Universum in unbekannter Art und Weise: viele alte Gesichter verschwinden, viele neue kommen dazu. Wunderschön gezeichnet, top geschrieben, total tolle Cover von Alex Ross.
Ab 10 Jahren. Das ist das große Ding im Moment. Wirklich wunderschön.“
Secret Wars #1, Jonathan Hickman, Panini,je Heft 5,95 Euro.

„Passend zum Irrsinn ab heute im Kino: Deadpool
Auftragskiller, Geisteskranker, Heilfaktor (also unzerstörbar).
Deadpool hat einen Heilfaktor, ähnlich wie Wolverine. Er hat auch Krebs, und der Heilfaktor heilt daher auch den Tumor immer mit. Der drückt ihm auf die Murmel, und deswegen redet er viel wirres Zeug und spricht z.B. aus dem Panel raus mit dem Leser. Und er sieht die Welt etwas anders, als die anderen sie sehen.
In dieser Ausgabe trifft er auf Thanos, eine Art Übergegner. Das Problem: Thanos’ Ex-Geliebte, Lady Death, ist entführt worden. Das hat zur Konsequenz, das niemand mehr stirbt. Ein Problem sowohl für Thanos, der gerne Leute tötet, aber auch für Deadpool, dessen Job als Auftragskiller es ist, Leute zu töten. Jetzt müssen die beiden zusammenarbeiten. Thanos ist aber eher ein ernster Charakter und kein witziger Typ. Daher geht ihm Deadpool mit seinem Gesülze gnadenlos auf die Nerven. Ist ein Funny Comic mit viel Gewalt, weil Auftragskiller. Großer Spaß beim Lesen, abgeschlossener Band, alle 4 US-Hefte drin: Tolles Teil!“
Deadpool vs. Thanos, Tim Seeley und Elmo Bondoc, Panini, 12,99 Euro.

„Last but not least die etwas schräge Manga-Empfehlung für diesen Monat: ‚Kiss my ass‘ von Takeshi Ohmi. Thema: Die Tabuisierung von Hämorrhoiden-Problemen. Spielt an einer japanischen Schule, mit zwei Schülern, die damit Probleme haben und über dieses gemeinsame Thema lernen, darüber zu reden. Ein schräges Ding, aber kann man ja mal lesen. Witzige, charmante, kleine, aber auch peinliche Momente. Mit Abstand der schrägste Manga, den wir seit Monaten in den Laden reinbekommen haben.
Kiss my ass, Takeshi Ohmi, Carlsen Verlag, 7,95 Euro.

 

Friederike Dobisch kennt das Ritual jetzt schon, wir setzen uns auf die Korbstühle bei ihr im Buchladen, und sie darf erzählen. Als erstes empfiehlt sie euch diesmal das Buch „Aufräumen“ von Angelika Waldis. „Das ist ein Buch, dass man samstags bei schlechtem Wetter lesen sollte, es ist was für Frauen, es hat einen eigenen Ton“. Die Geschichte: Eine ältere Dame beschließt aufzuräumen, allerdings auch im übertragenen Sinne. Heißt: ihr Mann muss weg. Dann geht sie auf Reisen, ist dabei ganz unauffällig gekleidet, lernt einen jüngeren Mann kennen. „Es ist köstlich“, sagt Friederike. „Du wirst auf hohem Niveau gut unterhalten.“

Angelika Waldis: „Aufräumen“. Piper Verlag. 160 Seiten. 8,99 Euro.

Die Nummer zwei: „Wovon wir träumten“, von Julie Otsuka. Darin geht es um ein bewegendes Stück Geschichte. Es geht um japanische „Bilderbuch-Ehefrauen“, die Anfang des 20. Jahrhunderts in die USA reisen, um dort japanische Auswanderer zu heiraten. „Auch damals wurden Fotos schon getürkt“, lacht Friederike. Das Tolle sei, sagt sie, dass das Buch nicht ein einzelnes Schicksal erzähle. „Die Frauen sprechen wie ein Chor, eine für alle. Es spreche alle, wenn eine spricht“.

Julie Otsuka: „Wovon wir träumten“. Aus dem Englischen von Katja Sholtz. Goldmann Verlag. 160 Seiten. 8,99 Euro.

Als erstes empfiehlt sie euch einen Klassiker: „Die Borger“ von Mary Norton. Das ist die Geschichte dieser sehr kleinen, durchaus menschlichen Wesen, die unter den Bodendielen eines alten Landhauses wohnen – und sich eben Sachen ausborgen bei den großen Menschen über ihnen. „Es gibt ja schon eine Verfilmung“, erzählt Friederike. „Und in dem Buch ist nicht nur die Sprache schön, sondern es ist auch ganz toll illustriert (von Emilia Dziubak). Sie blättert, und ich staune über die anschaulichen, witzigen und eindringlichen Bilder.

Mary Norton: „Die Borger“. Aus dem Englischen von Christiane Jung. Mit farbigen Bildern von Emilie Dziubak. Sauerländer Verlag. 256 Seiten. 14,99 Euro.
 

 

 

Weitere Büchertipps finden Sie hier:

BücherwurmBestes#1

BücherwurmBestes#2

BücherwurmBestes#3

BücherwurmBestes#4

Text: Gastbeitrag

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