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Achtung: Kunsthaus kommt!

Donnerstag, 29. März 2012 | Text: Judith Levold | Bild: Tamara Soliz

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Schon wieder die Südstadt. Sehe ich einen Krimi im TV, denke ich: wieso suchen die Location-Scouts immer nur Außen-Sets in der Südstadt? Das nervt! Nicht bloß wegen der blockierten Parkplätze während der Dreharbeiten! Die Südstadt scheint sich zu eignen und Biotop für allerlei Experimente zu sein. Unter anderem für die Öffnung der Gesellschaft hin zur Inklusion, d.h. dem ungeregelten Zusammensein aller Menschen aller Couleur: Architekten, Behinderten, „Normalen“, Journalisten, Fleischern, Lifestylern, Obstverkäufern, Afrikanern, afrikanischen Obstverkäufern, Türken, Iranern, Musikern, auch iranischen, Lehrern, Autolackierern, Optikern, Caffébetreibern, auch italienischen usw…Und das wiederum nervt nicht, sondern kann stolz machen auf diesen Stadtteil und seine Bewohner!

Als Südstädter haben wir nun quasi einen Preis gewonnen: das Kunsthaus KAT18 kommt in unser Veedel! Im Kartäuserwall, auf dem Gelände, wo sich auch das alte Pfandhaus befindet, wird das ex-SCHULZ, ex-besetzte Haus., ex-Brauerei und Sudhaus Kartäuserwall 18 ab Sommer zum Kunsthaus – einem Ort , an dem behinderte Künstler, getragen und gefördert von den Gemeinnützigen Werkstätten Köln GWK GmbH professionelle Arbeitsplätze, sprich Ateliers und Begleitung finden. Dazu eine Galerie und ein Café – betrieben von Behinderten in Trägerschaft der GWK und zusammen mit dem Verein Kunst&Begegnung in der Stadt, KUBIST e.V. Jutta Pöstges, Leiterin der allerhand-kreativwerkstatt der GWK, zurzeit noch in Rodenkirchen beheimatet, freut sich, dass die Kunst behinderter Menschen jetzt „mitten ins Leben“ kommt und so einfach zu etwas unspektakulär Selbstverständlichem werden kann. Passt irgendwie in die Südstadt, wo schon die katholische Regelgrundschule in der Mainzer Straße und auch die älteste Realschule Kölns, die Theo Burauen Realschule am Severinswall seit vergangenem Sommer konsequent mit der inklusiven Beschulung behinderter Kinder aus dem Viertel begonnen haben.

 

Jutta Pöstges (Leiterin der ALLERHAND – Kreative Werkstatt) und Klaus Heuser (Vorsitzender von KUBIST e.V.).

Gestern gab es Anlass zum Feiern: die GWK und der Eigentümer des Gebäudes Kartäuserwall 18, das über erstaunliche Raumressourcen in interessanten Gewölbekellern verfügt, die Landesentwicklungsgesellschaft LEG, unterzeichneten den Mietvertrag für das Kunsthaus. Im Sommer ziehen die Künstler aus Rodenkirchen in die Südstadt und dann wird es einen neuen, spannenden Hotspot für Kunst, Film, Ideenaustausch, guten Kaffee, leckere kleine Speisen und die Berührung mit Menschen, die man sonst nur aus Förderschulen oder Dokumentarfilmen kennt, geben. Und schon am 11. Mai gibt es einen Auftakt mit Martin Stankowski sowie einer Ausstellung  – dort, wo im Moment noch die Handwerker umbauen…Die GWK, Kölns so genannte Behindertenwerkstätten, setzen damit einen Impuls Richtung Durchmischung der Gesellschaft und echter Teilhabe – in Fachkreisen durchaus nicht unumstritten, verfahren die Behindertenwerkstätten ja aktuell immer noch eher exklusiv: sie bringen zwar Behinderte in Lohn und Brot und Tagesstruktur, separieren sie aber zugleich von der „normalen“ Gesellschaft. Das wird hier aufgebrochen werden und wir dürfen gespannt sein, wie die Vernetzung im Veedel verläuft und wie der Kunst&Klaaf-Treffpunkt angenommen wird – auch über die Südstadt hinaus.

 

Mehr Informationen über das Kunsthaus finden Sie unter www.kunsthauskat18.de

Text: Judith Levold

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