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Kultur

Auf einen Kaffee mit Keshav Purushotham

Dienstag, 18. März 2014 | Text: Gastbeitrag | Bild: Tamara Soliz

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

„Ich hab‘ mir den Fuß verknackst und kann leider nicht zum Interview kommen. Verschieben wir’s oder reicht’s auch, wenn der Keshav alleine erscheint?“ meint Musiker und Mitpartyreihe Begründer von „Hotel Interocéanique“, Johannes Stankowski am anderen Ende der Leitung. Keshav Purushotham von Timid Tiger?

Wir treffen uns zum Interview am Eierplätzchen am Römerpark – und dort wird meine Neugierde auf das bevorstehende Projekt der drei Musiker Keshav Purushotham, Johannes Stankowski und Hermes Villena ertragreich beantwortet.
 
Meine Südstadt: Was verbindet dich mit diesem Ort?
Wir treffen uns oft hier, abends. Es ist unser „Hang out Place“. Wir sprechen hier über die Projekte, die wir planen und gemeinsam anschieben. Wir haben hier um die Ecke, im Baui und auf dem Edelweißpiratenfestival, auch schon aufgelegt. Das hier ist eine Gegend, wo wir öfter sind und uns wohlfühlen.
 
Die Musik die ihr auflegt, jetzt auch für die Partyreihe, sind das ausschließlich Platten, die ihr aus Indien mitgebracht habt, oder legt ihr auch eigene Sachen auf?
Nicht nur. Es heißt ja „Hotel Interocéanique“ und das „Interocéanique“ beschreibt schon, dass wir Musik aus aller Welt auflegen. Ich zum Beispiel viel aus Indien, weil ich da herkomme und gerade auf der letzten Reise bzw. Tournee, haben Johannes und ich viele Platten mitgebracht – wir haben uns gedacht, dass die hier mal gespielt werden müssten. Der dritte im Bund – der Hermes – ist aus Bolivien und spielt eher Sachen aus Südamerika. Aber wir spielen nicht nur Weltmusik, zwischendurch spielen wir auch ein bißchen G-Funk, Instrumental Beats und fertigen eigene Edits von Songs an. Ein bisschen Elektro wird auch gespielt, aber es ist eher keine Elektro Party. Wir machen zu jeder Party einen 50-Minuten-Mix mit Songs, es ist auf jeden Fall sehr bunt gemischt, auch mit alten Bollywood Sachen aus den 60ern…
 
…sehr tanzbar…
…ja, sowie äthiopische Musik,
 
…klingt sehr exotisch…
…genau – Exotica – aber auch US-Beats, wie z.B. Dam Funk oder insbesondere der Boom Bap Beat aus Köln, das ist eine Stilrichtung aus dem Instrumental Hip Hop, den wir featuren möchten. Momentan wird der Boom Bap in ganz Deutschland angenommen, und Köln ist da grade ganz vorne mit dabei.
 
Was wird uns Partygängern noch geboten?
Wir freuen uns, zu jeder Party einen Gast da zu haben. Zur kommenden Party wird das TBRCK sein. Das ist ein Kölner Beatproducer, dem wir es überlassen, ob er jetzt live spielt oder auflegt. Zur übernächsten Party haben wir TWIT ONE am Start, er kommt ebenfalls aus der Kölner Hip Hop Szene.
 
Was verbindet dich mit der Südstadt?
Ich habe hier lange Zeit gewohnt. Es ist trotz meines Umzugs, schon noch mein Zuhause und mein liebstes Viertel hier in Köln. Meine Eltern und viele Freunde wohnen hier, ich bin hier aufgewachsen. Es gibt genug Gründe für mich, hier zu sein. Ich kenne die ganzen Läden, und gerade jetzt durch die Zusammenarbeit mit dem Tsunami, wo gegenüber das Schnörres ist und das Kajtek: Das gefällt mir gut, es hat seinen eigenen Charme hier.
 
Wie ist die Kooperation mit dem Tsunami Club zustande gekommen?
In erster Linie wollten wir was machen, wo wir auch selbst gerne hingehen würden, (lacht) eigentlich und zum anderen machen wir im Tsunami seit 5 Jahren jedes Jahr zu Karneval so eine Art live Konzert. Und da das Schnörres, in dem wir alle drei auflegen, eher eine Bar ist und man da nicht wirklich aufdrehen kann, hat sich das Tsunami einfach angeboten, um dort regelmäßig eine laute Party zu machen.
 
Gibt es irgendetwas bestimmtes, womit du dich gerade beschäftigst? Musikalisch?
Ich persönlich, bin gerade sehr in der indischen und persischen Musik der 60er und  70er Jahre unterwegs. Viel Film und Bollywood Musik. Recht obskurer und verrückter Kram halt. Mein Vater ist Percussionist und kommt aus Indien, als Kind bin ich des Öfteren mit ihm und seiner indischen Rockband auf Tour gewesen. Ich befinde mich gerade auf der Suche nach dem, was er früher gemacht hat. Es ist total spannend, ich entdecke meine Wurzeln über die vielen alten Platten von ihm, wie Weltmusik und Jazz. Da sind bestimmt einige dabei, die ich auf der Party spielen kann. Meine Mutter ist halb Perserin und in der Ecke habe ich auch einiges an Musik gefunden. Es dürfte interessant werden.
 
Womit setzt du dich gerade auseinander?
Es gibt da noch die Band mit Johannes Stankowski, „Miami“. Wir stehen kurz vor unserer ersten Veröffentlichung. Ich lege nebenberuflich auf. Eigentlich bin ich Musiker und Songschreiber. Die neue Band hat schon das Hauptaugenmerk.
 

 

Hat die Party noch eine andere Funktion? Wo seht ihr euch denn in 5 Jahren?
Wir freuen uns jetzt hier im Tsunami anzufangen, möchten das aber auch gerne in anderen Städten und Clubs aufziehen. Außerdem werden wir unsere Edits und Remixe von den Parties auf 7inch (auf Platte) und Kassetten rausbringen. Diese kann man auf den Parties käuflich erwerben. Auf der ersten verschenken wir sie aber wahrscheinlich noch als „Willkommensgeschenk.“ Immer mit dem jeweiligen Mix des Abends.
 
So kultig es klingt, fragt sich nur, wer die heute noch abspielen kann!?
Wer Kassetten nicht mehr abspielen kann, der kann evtl. auf den von uns bereitgestellten Download Code zurückgreifen.
 
Was hast du denn für einen Klingelton auf deinem Handy?
Ich habe gar keinen! (Ich vergesse es immer auszuschalten. Ständig klingelt es, wo es nicht klingeln soll, im Kino etc. Deshalb lasse ich den Ton lieber aus.)

 

Isabel Hemming

Eingecheckt, zum regelmäßigen „Hotel Interocéanique“ im Tsunami Club wird ab dem 5.4.2014 jeden ersten Samstag im Monat für nur 5 Euro die Nacht. Ich bin dabei! Auf jeden Fall!

Mehr im Netz
soundcloud.com/hotel_interoceanique
www.facebook.com/hotelinteroceanique

Text: Gastbeitrag

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