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Südstadt

„Aufnahmezentrum Südstadion“: Die (Geister-) Zeltstadt

Dienstag, 24. Mai 2022 | Text: Sarah Linßen | Bild: Sarah Linßen

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Ob Südstädter*innen, Fortuna-Fans oder Flohmarktbesucher*innen – sie alle konnten beobachten, wie innerhalb weniger Wochen eine Zeltstadt auf dem knapp 7.500 Quadratmeter großen Parkplatz des Südstadions entstanden ist. Nur wenige Wochen hat es gebraucht, eine Notunterkunft für ukrainische Geflüchtete aus dem Boden zu stampfen.

Aufbau und Ausstattung

Das „Aufnahmezentrum Südstadion“ verteilt sich auf drei Bauten, die beheizt und voll ausgestattet sind. Auf 25 Quadratmetern bieten abgetrennte Schlafkabinen Platz für bis zu 8 Personen in Einzel- und/oder Doppelstockbetten. Für Familien mit Kindern besteht die Möglichkeit, Kinderbetten zuzustellen. Zur Ausstattung der Wohneinheiten zählen zudem abschließbare Spinde und Sitzgelegenheiten, WLAN, Stromanschlüsse, Heizung und Klimaanlagen. Von den Wohnbereichen sind Duschen und Toiletten direkt zu erreichen.

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Im Zentrum der Unterkunft befindet sich das Aufenthaltszelt, wo Ankommende registriert und eingewiesen werden. Abgesehen davon gibt’s hier die Essensausgabe und einen Bereich zum Spielen für Kinder. Neben den Schlaf- und Aufenthaltsbauten bietet das Gelände auch Lagermöglichkeiten und Büroarbeitsplätze.

Durchatmen und Orientierung – Wie geht es weiter?

Es scheint alles bereit zu sein, Menschen für einen maximalen Zeitraum von 72 Stunden aufzunehmen. In diesen drei Tagen soll festgestellt werden, wie es für die geflüchteten Personen weitergehen kann. Um dann eine Weitervermittlung auf städtische Unterkünfte, private Haushalte oder andere Kommunen in Gang zu setzen. Sogar die Trägerschaft ist schon geklärt: Im Auftrag der Stadt Köln wird das Aufnahmezentrum vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betrieben. Und doch steht die Zeltstadt leer. Die einzigen Menschen, die dort anzutreffen sind, sind Mitarbeitende der beauftragten Sicherheitsfirma. Sie tragen dafür Sorge, dass sich in der Zwischenzeit Niemand ohne Erlaubnis Zutritt verschafft.

Leerstand trotz Fertigstellung

Warum steht diese vollausgestatte Unterkunft nun also leer? Und das seit fast zwei Monaten?
Die Antwort auf diese Fragen ist vielschichtig: Zum einen, weil laut Katja Reuter, Pressesprecherin der Stadt Köln, aktuell nur noch wenige ukrainische Bürger*innen in Köln ankommen. Zumindest melden sich weniger bei den Aufnahmestellen der Stadt Köln. Das kann daran liegen, dass tatsächlich weniger Menschen flüchten, oder aber auch daran, dass die Flüchtenden schon eigenständig private Unterkünfte bei Freunden, Bekannten oder Familien organisiert haben.

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Um einen Vergleich zu ziehen: Zu Beginn des Angriffskrieges Putins auf Ukraine meldeten sich bei der Stadt Köln täglich rund 600 Ukrainer*innen, die eine Unterkunft, einen Platz zum Schlafen, Essen und Ruhen suchten. Stand heute sind es nur noch knapp 100 Geflüchtete pro Tag, darunter fallen auch Personen aus anderen Regionen.

Mit der stetig wachsenden Zahl von flüchtenden Ukrainer*innen und den schnell erschöpften Unterkunftsreserven, richteten die Stadt, Feuerwehr und die Köln Messe in den ersten März-Wochen die Messehallte 3.1 als Notunterkunft für 1100 Personen ein. Doch seit Beginn des Aufbaus ist klar: Seitens der Köln Messe kann die Halle nur bis Juni zur Verfügung gestellt werden.

Voraussichtliche Nutzung ab Juni

Mit diesem Wissen im Hinterkopf und der Unsicherheit, ob auf Grund des dynamischen Kriegsgeschehens bald noch mehr Menschen Schutz suchen würden, entschied sich die Stadt Köln schon frühzeitig, eine weitere Notunterkunft zu errichten. Nun nimmt seitdem die Zahl der Schutzsuchenden ab, so sehr, dass selbst die Messehalle nicht ausgelastet ist. Vergangene Woche waren es nur noch 50 Personen, die sich dort befanden. Für so wenige Menschen zwei Standorte zu betreiben, macht keinen Sinn. Deshalb werden bis Ende Mai bzw. Anfang Juni die bestehenden Strukturen in der Messe weiter genutzt. Erst dann werden Geflüchtete, Personal, Sozialdienste und Reinigungspersonal im „Aufnahmezentrum Südstadion“ aufschlagen.

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Die Zeltstadt wird also wohl noch bis Anfang Juni einer Gespensterstadt gleichen. Doch spätestens dann kann die Südstadt für die schutzsuchenden Ukrainer*innen zumindest kurzzeitig ein sicherer Hafen sein.

 

Informationen für Geflüchtete erhalten Sie im Ankunftszentrum am Breslauerplatz oder auf der Website der Stadt Köln.

Text: Sarah Linßen

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