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Sport

Die Familie hält zusammen!

Montag, 10. Dezember 2018 | Text: Fortuna Fanreporter | Bild: Alex Stauf

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Für die meisten mag es ein schnödes Drittliga-Fussballspiel an einem verregneten und windigen Samstag kurz vor der Winterpause der Saison 2018/2019 gewesen sein. Diskussionsstoff im Vorfeld lieferten vor allem die beiden, in der Kritik stehenden, Investoren der Clubs: Hasan Ismaik beim TSV 1860 München und Michael Schwetje beim SC Fortuna Köln. Außer der Tatsache, dass ohne beider Gelder bei beiden Vereinen das Thema „Profifussball“ gar keines mehr wäre, gab es noch eine Gemeinsamkeit: Sowohl „Münchens große Liebe“ als auch die „Südstadtlegende“ spielen eine eher durchwachsene Saison, wobei die Sorgen bei den Kölnern, aufgrund der zuletzt gezeigten Leistungen und der mauen Ergebnisse, durchaus größer sind. Die spielerische Seite der 90+-Minuten ist dann auch schnell zusammengefasst: Ein paar halbgare Chancen hüben und drüben, gemächlicher, um Sicherheit bemühter Spielaufbau, versehen mit kämpferischen Bestnoten. Für Aufregung sorgten lediglich ein Zusammenprall zwischen Münchens Sturm-Tank Sascha Mölders und Fortunas Rekonvaleszenten Moritz Fritz, sowie ein zu Unrecht aberkanntes Tor von Mölders für 1860 und die zu harte Gelb-Rote Karte für Kölns Geburtstagskind Maik Kegel. Wenn jemand diesem Spiel seinen Stempel aufdrückte, war das der unsichere Schiedsrichter Henrik Bramlage.

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Rheinländer Löwen-Fan

Warum ein glanzloses 0:0 in Liga 3 trotzdem zu einem der schönsten Fussballtage in meinem Leben wurde und warum dies gerade bei Fortuna Köln am besten möglich ist, bedarf ein wenig Vorlauf…
Obwohl mein Geburtsort im Speckgürtel von Köln liegt, wurde ich bereits als Schulkind mit dem „blauen“ Virus infiziert, dem Münchner Arbeitgeber meines Vaters und seinen Arbeitskollegen sei „Dank“. Giasing, Sechzge, Grünwalder Stadion! Getreu dem Motto von Nick Hornby, „Man sucht sich seinen Verein nicht aus, der Verein sucht sich einen aus.“ habe ich meinem Sohn, der jetzt 6 Jahre alt wird, schon sehr früh den Fussballsport nahegebracht und gehofft, dass die Faszination ihn vielleicht auch packt. Am liebsten tritt er natürlich selbst vor den Ball, wenn möglich 24/7, aber auch der Stadionbesuch gehört bereits jetzt zu seinen bevorzugten Hobbies. Auf seine Frage, „welcher denn jetzt sein Verein sei“, gab ich ihm die Antwort: „Wo hat es Dir denn bisher am besten gefallen, das wäre ja ein erster Anhaltspunkt….“ kam wie aus der Pistole geschossen: „Bei der Fortuna im Südstadion.“ Gesagt, getan, haben wir in der Saison 2018/2019 bisher nur zwei Heimspiele verpasst, und selbst der Abgang seines „Lieblings“ Uwe Koschinat und die furchtbaren Resultate der letzten Wochen ändern nichts an seiner Zuneigung.

Beide fieberten wir also dem großen Duell „Vater gegen Sohn“ dermaßen enthusiastisch entgegen, dass meine Frau sich mitunter fragte, wer der 5 jährige von uns beiden ist. Für unseren großen Tag hatte ich mir noch etwas ganz Besonderes für ihn ausgedacht und Dank der Kindernähe von Fortuna Köln ließ sich der Plan in die Tat umsetzen: Er durfte als Einlaufkind mit auf das Feld laufen, was wir ob der Live-Übertragung beim WDR und BR natürlich direkt der ganzen Welt inklusive Omas und Opas kommunizierten. Ich will also nicht ausschließen, dass wir nicht unwesentlich zu den hohen Einschaltquoten am Samstag beigetragen haben. Mein Sohn machte mir bereits während des Frühstücks klar, wie sein „Matchday“ ablaufen muss (Rituale sind wichtig!): „Papa, Du kannst natürlich deinen Löwen-Schal anziehen, aber das wird kein Spaß für Dich auf der Sitztribüne, die „gehört“ nämlich der Fortuna…“. (von den zu erwartenden 3500 Münchnern sagte ich lieber nichts.) und Papa: „Ich WILL mit Marco Hiller (Torwart bei 1860 München) einlaufen – danach bin ich aber wieder für die Fortuna.“ Ich traute mich gar nicht anzumerken, dass man sich das ja nicht immer so aussuchen könne und sagte mehr im Scherz: „Wenn Du dann doch den Sascha Mölders erwischst, kannst Du ihm ja über das nicht ganz austrainierte Bäuchlein streicheln und ihm von mir Danke für den Aufstieg sagen…“

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Zum Pitter
„Das Kölsch ist kalt, der Kaffee heiß und unsere Theke gesellig.“ so beschreibt Wirt Peter „Pitter“ Mathissen sein Lokal. Kaum einen Steinwu…

Einlaufkinder, Mölders Bauch und starrer Blick

Pünktlich trafen wir uns dann 40 Minuten vor Spielbeginn mit den anderen Einlaufkindern, die Stimmung war trotz des Wetters super, es herrschte eine entspannte Vorfreude – auch Dank der wirklich exzellenten Betreuung durch das Team von Fortuna Köln. Von draußen hörte man die Gesänge beider Fanlager, das Südstadion war seit langer Zeit mal wieder annähernd ausverkauft. Mein Sohn wurde flugs an Einlaufposition 1 beim Gegner buxiert (Torwart, Marco Hiller!!) und hielt ganz konzentriert seinen roten Sponsoren-Ballon fest, den er später auf dem Feld in die Luft entsteigen lassen sollte. Kurz bevor es losging fand er dann noch Zeit für einige Höflichkeiten: „Guck mal Papa, das ist Adriano Grimaldi (Stürmer bei 1860 München)…hallo Herr Grimaldi, das ist mein Papa, der findet sie totaaaaaaaal cool“. Ich guckte blöd aus der Wäsche, Adriano Grimaldi guckte noch blöder aus der Wäsche, um sich dann gen Spielerbank zu begeben. Dann ging es endlich los! Zu den Klängen der Fortuna Hymne (Gänsehaut, liebe Bläck Föss!) übernahmen die Profis beider Teams ihre Einlaufkinder….und da war er: Marco Hiller….noch 2 Meter, noch 1 Meter….Papa das Smartphone im Anschlag….dann der Ruf: „Kapitäne zuerst!“ Hiller machte einen schnellen Schritt zur Seite, Sascha Mölders griff entschlossen nach meines Kindes Hand, und rückte sich die Binde am Arm zurecht. Augen starr geradeaus, fokussiert. Mein Sohn blickte ebenfalls starr. Erst auf mich, dann auf Mölders Bauch. Vor Schreck vergaß ich zu fotografieren. Die Seitenwahl wartete und das Einlaufen und Ballon fliegen lassen war schneller vorbei als gedacht. Im Laufschritt legten wir die Runde ums Stadion zurück, um möglichst keine Torchance zu verpassen. Bewaffnet mit einem Bier und einem Wasser sanken wir schließlich auf unsere Familienblock-Sitze, atmeten tief durch und schauten uns um: Nur rot-weiße Schals, „Fortuna“-Rufe bei jeder manierlichen Grätsche – Zollstock hatte Bock! Nervös nestelte ich an meinem weiß-blauen Halsschmuck….mein Sohn beugte sich rüber, streichelte mehrfach meinen Bauch und sagte leise: „den eben hätte er machen müssen, der Mölders, so steigt ihr nicht mehr auf!“

Fanreporter berichten von den Heimspielen der Fortuna. Beim Spiel gegen 1860 München war Alex Stauf für uns im Südstadion. Wer selbst einmal Fan-Reporter sein und seine Sicht der Dinge auf dem Rasen teilen möchte, kann sich unter der Mail-Adresse kontaktnoSpam@meinesuedstadt.de bewerben. Wir freuen uns auf Eure Beiträge.

Text: Fortuna Fanreporter

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