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Kultur

„Loss mer singe“ geht in die 20. Runde! Auftakt in der Ubierschänke

Montag, 13. Januar 2020 | Text: Evelyn Maria Denda | Bild: Kay Uwe Fischer

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

„Loss jonn“ – so hieß der Song von Lupo, der die Mitsingsession von „Loss mer singe“ eröffnete und hätte nicht treffender gewählt sein können. Klang bis dahin noch das weihnachtliche „Feliz Navidad“ als Ohrwurm nach, war es nun höchste Zeit für jecke Hits. Schon zum 20. Mal startete die legendäre Mitsing-Tour, bei der das „Loss-mer-singe“-Team gut fünf Wochen lang eine Auswahl von 20 neuen kölschen Liedern in wechselnden Locations in und um Köln vorstellt. Das Publikum stimmt jeweils ab, und am 15. Februar wird in der Live Music Hall der Sieger und damit der diesjährige Sessions-Hit gekürt, der den Vorjahresieger „Der Ress von dingem Levve“ von Kasalla ablösen wird. Bei den Veranstaltungen werden gedruckte Liedertexte an alle Gäste verteilt. Da die Songs neu sind, ist ein wenig Hilfe beim Mitsingen willkommen. Selbstverständlich sind auch kleine Notizen dazu erlaubt: Als Gedankenstütze für die Bewertung der Lieder am Ende des Abends. Ich war in der Ubierschänke beim ersten Einsingen 2020.

„Wenn mir Kölsche singe“

2020 verspricht ein aufregendes Jahr für „Loss mer singe“ zu werden. Das liegt nicht zuletzt an dem außergewöhnlichen Zahlendreigestirn: Im Jahr 2020 das zwanzigjährige Bestehen mit zwanzig neuen Liedern zu feiern, macht Lust auf eine ganz besondere Session. Das bestätigt auch Stefan Ziegler, der seit 15 Jahren mit „Loss mer singe“ auf Tour geht, mitmoderiert und lange Jahre die Tour organisiert hat. Auch in diesem Jahr hat er sich in einer Gruppe von zehn Mitstreitern durch 400 Lieder gehört, die erst auf 45 und dann schließlich auf die Endauswahl der 20 Lieder reduziert wurden. „Die Qualität ist in diesem Jahr durchweg extrem hoch“, stellt er fest. „Für viele Bands ist es ein Ritterschlag, überhaupt in der Endauswahl zu sein und so die Chance zu haben, dass ihr Lied auf den 70 ,Loss-mer-singe‘-Veranstaltungen in Köln und dem Umland bekannt gemacht wird“, berichtet er.

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Denn Ziel sei es, dass „die Leute an Karneval unterwegs sind, die neuen Lieder dann singen können“, so Ziegler. Besonders freut ihn, dass „sich Menschen, die zum allerersten Mal zu ,Loss mer singe‘ kommen und vielleicht einfach mitgeschleppt wurden, zwar am Anfang der Veranstaltung fragen, ,was soll ich jetzt hier‘. Aber am Ende schweben sie und sind rundum glücklich“, erzählt Ziegler. Diese positive Stimmung zeige sich auch daran, dass es bei den 150 Veranstaltungen, die er mitgemacht hat, noch nie zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung kam. „Loss mer singe“ sei bundesweit einmalig: „„Das Tolle hier ist zudem, dass hier ein starkes Netzwerk entstanden ist. Die große Zahl der ehrenamtlich engagierten Loss-mer-singe-Menschen, die Bands, die das mittragen, Musikverantwortliche in den Labels, unsere Unterstützer und Sponsoren, die Wirte und natürlich das Publikum, die alle den Spaß an kölscher Musik ausstrahlen und vermitteln wollen. Das ist ein Qualitätsprodukt in Köln,“ fügt er hinzu.“ fügt er hinzu.

Auftakt war in dieser Session also in der „Ubierschänke“. Gut gelaunt standen einige der Gäste bereits seit 13.30 Uhr an diesem Nachmittag an. Unter ihnen auch Gerd Rüter, langjähriger Stammgast bei „Loss mer singe“: „Für mich ist die Stimmung an den Einsing-Abenden fast noch schöner als im Karneval selbst. Alle kennen die alten Lieder, freuen sich auf die neuen und machen mit. Und die Stimmung ist immer friedlich und gelassen, auch nach vier Stunden in der Warteschlange. Dabei steht für mich die ,Ubierschänke‘ für viele wunderbare Abende. Das Gefühl, Arm in Arm mit Freunden und Fremden zu kölschen Liedern zu schunkeln, kommt für mich auf Großveranstaltungen einfach nicht so rüber“, erzählt er.

„Kneipe mit Tradition“

Die Ubierschänke gehört zu den Kneipen, die seit Jahren dabei sind, eine „Kneipe mit Tradition“, findet auch Stefan Ziegler. Darüber freut sich Detlef Weisweiler, Wirt der „urkölschen Eckkneipe“ besonders. „Die Karnevalskultur einschließlich der kölschen Musik ist wichtiger Bestandteils des Konzepts der ,Ubierschänke‘. Sie kooperiert mit ,Loss mer singe‘ schon seit vielen Jahren“, hebt der Wirt hervor. „In den letzten mehr als zehn Jahren war die Ubierschänke meine ,Loss-mer-singe‘-Kneipe“, erzählt uns auch Harald von Bonn, der in den vergangenen Jahren mitmoderiert hat. Pünktlich um 19.30 Uhr geht es los. Eine Uhrzeit, die spätestens bei dem Lied „Halver Acht“, mit dem „Stadtrand“ in diesem Jahr an den Start geht, einen festen Platz in jedem Terminplan für die jecken Tage bekommen sollte.

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Die Lieder der diesjährigen Session sind ein bunter Mix aus solchen, die zum ausgelassenen Feiern einladen, und denen, die langsamere (Schunkel)töne anstimmen. Und so manche Anregung für romantische Kontaktaufnahmen sind bei Songs wie „Nut met dir“ von den „Funky Marys“, „Doch wenn do wills“ von „Knittler“ und „Immer wenn et Naach weed“ von „Fiasko“ ebenfalls dabei. Ob der Kölsche durch und durch ein Sünder ist und wann die kölschen Mädcher nach gebührendem Abstand verlangen, muss mitsingend selbst herausgefunden werden. Ebenso wie die Antworten auf die Fragen, in wen man(n) sich besser nicht verliebt und was sich hinter der Kombination von Pommes und Champagner verbirgt.

Wurzeln in entwurzelter Zeit

„Loss mer singe‘ fördert die Verbundenheit der Menschen mit der Kölschen Musik und sorgt somit für Wurzeln in einer entwurzelten Zeit“, stellt von Bonn abschließend fest. Gewonnen hat an diesem rundum gelungenen Abend „Eldorada“ vor den „Bläck Fööss“ und „Miljö“, die die Platze zwei und drei belegt haben. Es bleibt spannend, wer die nächsten Runden für sich entscheiden wird. Die Termine für die weiteren Veranstaltungen gibt es hier. „Loss mer singe‘ muss man erleben“, gibt uns Ziegler mit auf den Weg. Um es mit den „Bläck Fööss“ zu sagen: Auf in „die nächste Rund“!

Text: Evelyn Maria Denda

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