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Kultur

„Diese Tragödie wird keine Hoffnung produziert haben“

Samstag, 22. Januar 2022 | Text: Markus Küll | Bild: Niklas Berg

Geschätzte Lesezeit: eine Minute

Fulminate Premiere am Freien Werkstatt Theater(FWT): Ein starkes Ensemble schafft die Brücke zwischen griechischer Tragödie und aktueller Wissenschaftskommunikation. So entsteht ein –im besten Sinne– aufwühlender Theaterabend. Unser Premierenbericht zu „ANTHROPOS, TYRANN (ÖDIPUS)“.

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„Nicht nur die Geschichte ist ins Wanken geraten, sondern auch der Boden, auf dem sie stand“

Bei der digitalen Premiere im Februar 2021 an der Berliner Volksbühne feierte das Publikum die vom Berliner Autor Alexander Eisenach konzipierte Montage aus Inhalten der griechischen Tragödie und aktuellen wissenschaftlichen Texten der Meeresbiologin Antje Boetius als „Wiedergeburt der Tragödie“. Das engagierte Team des Freien Werkstatt Theaters hat diesen Stoff jetzt in einer Eigenproduktion in die Südstadt geholt, wie Theaterleiter Dr. Gerhard Seidel im Gespräch mit Meine Südstadt erzählt.

Brücke zwischen antiker und aktueller Tragödie

„Auch wenn wir nach strengen Corona-Regeln gearbeitet haben, war zuletzt ein regulärer Probenbetrieb möglich. Da war es zu Anfang der Pandemie schwieriger, zu arbeiten.“ Volles Haus am Premierenabend, coronabedingt durchgängig mit Maske und strengen 2G-Auflagen, aber irgendwie dem inhaltlichen Anspruch des Stücks, die aus den Fugen geratene Welt auf die Bühne des Theaterraums zu holen, angemessen.

Apokalyptische Achterbahn

Multimedia, Sound-Einspielungen und eine Bühne, die die Hälfte des Theaterraums einnimmt: Die Inszenierung des jungen Regisseurs Frederik Werth und die Ausstattung von Annika Garling setzen Impulse, die zwar alle Sinne ansprechen, und dennoch kein Fest für die Sinne sind. Zu ernst, zu apokalyptisch sind die Themen: Klimakatastrophe, CO2-Belastung, Abholzung der Wälder.

Starke Leistung der Schauspieler:innen

Auch wenn man das alles nicht zum ersten Mal hört: Die beeindruckende Leistung der Schauspielerinnen und Schauspieler (Thomas Kaschel, Lisa Sophie Kusz, Philipp Sebastian, Fee Zweipfennig) schafft die nötige Brechung, um den Theaterabend nicht zum Polit-Vortrag geraten zu lassen. In der Tradition des Chors der griechischen Tragödie und ständig in Bewegung, transportieren die Akteur:innen nicht nur die antiken Texte um Antigone und Ödipus, sondern auch aktuelle wissenschaftliche Fakten in beeindruckender Weise. Und weil dies eben doch mit den Mitteln des Theaters geschieht, entsteht eine Verbindung zwischen dem intensiven Geschehen auf der Bühne und dem Publikum.

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Wer allerdings –wie beim Vorbild antike Tragödie– auf die Katharsis, also die „Reinigung“ hofft, wird enttäuscht: Am Ende steht die Erkenntnis, dass nur Veränderung die Tragödie noch aufhalten kann. Auf der Bühne dazu ein starkes Bild, und wohl mehr als eine Metapher: Auch im Hinterhof Zugweg 10 schmilzt das Eis, unaufhörlich.
Es gab zu recht großen Beifall.

Für die nächsten Termine am 02.und 03. Februar ab 20:00h stehen noch Restkarten zur Verfügung
Karten unter Tel. 0221-327817, www.qultor.de oder karten@fwt-koeln.de

Text: Markus Küll

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