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Drei neue Gebäude am Kartäuserwall

Mittwoch, 27. Juni 2018 | Text: Stefan Rahmann | Bild: Stefan Rahmann

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Der Südstadt steht ein weiteres Neubau-Projekt ins Haus. Mindestens zwei, wahrscheinlich aber drei neue Gebäude sollen bis 2026 am Kartäuserwall entstehen. Das Projekt wurde jetzt bei der Verbandsvertretung des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region (EKV) vorgestellt. Die Verbandsvertretung ist das Leitungsgremium des EKV, in das die vier evangelischen Kirchenkreise aus Köln und Umgebung sowie die 58 Kirchengemeinden ihre Delegierten entsenden.

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Die Verbandsvertretung beschließt unter anderem den Haushalt, den Stellenplan und weitere grundlegende Entwicklungen im Kirchenverband. Mitglieder des EKV-Vorstandes und Mitarbeiter der Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH (ASG) im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region erläuterten den Vertretern der Verbandsvertretung das neue Bauprojekt mit dem Arbeitstitel „Campus Kartause“. Das Gelände am Kartäuserwall 24b in der Kölner Südstadt, das im Besitz des Kirchenverbandes ist, soll damit in Zukunft noch besser genutzt werden.

„Bildungsarbeit mit Niveau und Akzeptanz“

Bislang sind dort die Melanchthon-Akademie, das Evangelische Jugendpfarramt und die Evangelische Familienbildungsstätte Köln in einem Gebäude aus den 60er Jahren untergebracht. Ansonsten wird das Areal als Parkplatz genutzt, daneben befindet sich eine Grünfläche. Das Gebäude für die drei Einrichtungen weist inzwischen große Mängel auf. „Vor allem ist es nicht barrierefrei. Außer dem Erdgeschoss sind die drei weiteren Stockwerke nur über Treppen erreichbar. Das ist für die langfristige Bildungsarbeit keine gute Startvoraussetzung, denn in zehn oder 20 Jahren wird man nicht mehr im Bildungsangebot der Region bestehen können, wenn man nicht barrierefrei zugänglich ist. Insofern wird der EKV hier aktiv werden müssen, wenn er die Bildungsarbeit langfristig mit Niveau und Akzeptanz betreiben will“, referierte Dr. Bernhard Seiger, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Süd und Mitglied des Neubauplanungsausschusses, der für das Bauprojekt eingerichtet wurde.

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„Außerdem besteht kein Versammlungssaal für größere Veranstaltungen und für Vorträge mit breiter Wirkung“, fuhr Seiger fort und warf einen Blick in die Zukunft: „Im Rahmen des städteplanerischen Entwurfs könnten drei Gebäude entstehen. Eines davon für das ‚Haus der Bildung‘, eines für sozialen Wohnungsbau direkt an der Straße Kartäuserwall und ein drittes Gebäude, dessen Nutzung noch diskutiert werden kann“, führte Seiger weiter aus. Denkbar seien ein Studierendenwohnheim, betreute Wohngruppen oder eine evangelische Kommunität. Man würde so die heute nur teilweise genutzte Fläche zum Wohl der Allgemeinheit optimal nutzen und damit auch dem öffentlichen Auftrag dienen. Architekt Michael Kress von der ASG begleitet das Projekt ebenfalls als Mitglied des Neubauausschusses. Er erläuterte an Hand von Zeichnungen die möglichen Gebäudeteile, die am Kartäuserwall entstehen könnten. Ziel der Vorträge war es, den Verbandsvertreterinnen und Verbandsvertretern das Projekt vorzustellen und den Diskurs darüber zu führen. „Entscheidungen über die Realisierung können hier im Gremium dann getroffen werden, wenn die Eckpunkte klarer sind, und wir nach dem Architektenwettbewerb wissen, was genau gebaut werden soll, was es kostet und einbringt und wie es finanziert werden kann“, schloss Seiger. Ein Architektenwettbewerb könnte Anfang des nächsten Jahres ausgelobt werden, wenn die Verbandsvertretung dies auf ihrer Sitzung im November beschließt.

Text: Stefan Rahmann

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