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„Frauen sind in Urlaub!“ – Meine Reise in den Orient, oder wieso ich am Ende doch in der Südstadt blieb.

Montag, 26. April 2010 | Text: Kathrin Rindfleisch | Bild: Stephan Martin Meyer

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Ich möchte auch gerne diese Erfahrung machen! Mitten in der Südstadt und doch in einer ganz anderen Welt…! Mein Kollege Stephan Martin Meyer berichtet wortreich schwärmend von seinem Erlebnis beim Gebet in der Veysel Karani Moschee auf der Teutoburger Straße. Zeit für innere Einkehr und das Gefühl, plötzlich im Orient zu sein machen mich neugierig, seeehr neugierig auf meine Nachbarn, die ganz selbstverständlich neben mir wohnen, von denen ich aber eigentlich gar nicht viel wei߅

WIE wenig ich weiß, wird allerdings erst bei meinem ersten Anlauf, der Gebetsstunde der Frauen beizuwohnen, richtig klar. Eigentlich wollte ich ja freitags hin, hatte ich mir so locker vorgenommen. Aber dann kam mal wieder alles anders, und eh ich mich´s versah, war der Tag rum und die letzte Gebetszeit des Tages mit ihm… Macht ja nix, geh ich eben morgen hin!

Die drei Männer, die im Vorraum der Moschee zusammen sitzen und plaudern, werden plötzlich stumm und mustern mich wie einen Anzugträger, der sich versehentlich an Rosenmontag ins Backes verirrt. Freundlich aufgekratzt ob des Orients, der mich just erwartet und mit garantiert löcherfreien Socken stell ich mich vor und bitte höflich um das Miterleben der Frauengebetsstunde. „Frauen sind in Urlaub.“ HÄ?! Wie jetzt? Alle Frauen?! Und bis wann denn?! „Frauen sind in Urlaub. Heute nicht beten.“ Na und morgen auch nicht, und – aber hinter dieser Info lagen weitere fünf Fragen zum Thema Frauen-Gebete nach Wochentagen – den Rest der Woche auch nicht. Frauen beten in der Veysel Karani Moschee, so ich das jetzt richtig verstanden habe, ausnahmslos freitags. NATÜRLICH, freitags. Wo war eigentlich die Zeit geblieben am Freitag, als ich eigentlich vorhatte, zu kommen…?!

OK, nicht verzagen. Freitag kommt wieder. Schon in einer Woche. Auf ein Neues!
Aber diesmal bin ich klüger, besser vorbereitet. So was passiert mir nicht noch mal, etwas über meine Mitmenschen schreiben wollen und dann nicht mal wissen, wann das überhaupt möglich ist…! Bei der D?T?B (der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion e.V.) erfrage ich die entsprechend dem Mondkalender täglich wechselnden Gebetszeiten und stelle auch noch mal sicher, dass ich eine der fünf Zeiten erwische, an denen die Frauen auch vermehrt anwesend sind. Derart gewappnet kann der Orient am Römerpark jetzt endlich kommen.

 

Doch das Gesicht des Herr Sefedin, des Kassenwartes, der meinen Kollegen Stephan so herzlich zum Gebet geladen hatte, ließ mich Böses erahnen: Kreisverkehr statt Orient. An eben diesem stehe ich nämlich, als Herr Sefedin mir erzählt, dass heute das letzte Gebet der Frauen vor dem Urlaub (aha, also JETZT tatsächlich Urlaub…?!) sei und die D?T?B heute morgen angerufen hätte und aus diesem Grund alle Frauen zum Gebet in die Moschee in Ehrenfeld geladen hätte… „Und wann ist der Urlaub vorbei?“ „Im August.“ „Und warum haben nur Frauen Urlaub vom Gebet?“ Das hab ich leider nicht herausfinden können, vielleicht hab ich aber auch nicht richtig gefragt?!

Wehmütig denke ich an Düfte und Farben des Orients, in die ich so gerne eingetaucht wäre und nehme mir vor: August. Ist doch auch ein schöner Monat, um Urlaub zu machen, Urlaub im Kopf. Bei unseren Nachbarn im Orient. Ich freue mich drauf!
…und warum nur die Frauen Urlaub hatten, frage ich sie dann noch mal persönlich…

 

Text: Kathrin Rindfleisch

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