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Kolumne

Kinder, Kinder!

Dienstag, 11. Mai 2010 | Text: Gastbeitrag

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

„Kinder und Uhren dürfen nicht ständig aufgezogen werden, man muss sie auch mal gehen lassen.“

Jean Paul

 

„Kinder und Uhren dürfen nicht ständig aufgezogen werden, man muss sie auch mal gehen lassen.“

Jean Paul

 

An einem sonnigen Nachmittag, mitten in der Woche, mache ich mich auf den Weg zum Römerpark. Am Eingang bleibe ich stehen und staune. Der Römerpark wimmelt vor Kindern! Der „Kinderbaum“ macht seinem Namen alle Ehre, bis zur Baumkrone sitzen sie, an den Platten wird Fußball gespielt, mit bunter Kreide auf dem Boden gemalt, an der Treppe sind die Skater und immer wieder dazwischen die Fahrradfahrenden. Eine Symphonie von Kinderstimmen, Schreien und Lachen. WOW! Die Südstadt muss ein Paradies für Kinder sein!

 

Wie sieht es in anderen Vierteln aus? In Sülz, in einem Spielzeug-Geschäft durfte ich erleben wie eine Frau Kundin beschimpfte, weil sie alles anfassten. Nun hatte die Ladenbesitzerin die bemerkenswerte Aufgabe, dieser Person zu erklären, dass Kinder in ihrem Laden alles anfassen dürfen.

 

Anderes Viertel, anderer Eindruck. In dem Naherholungsgebiet Decksteiner Weiher (ein toller Platz für Familienausflüge und Spaziergänge), sah ich – nennen wir sie mal, „Rennfahrradfahrer“(sie wissen schon, die Menschen, die in eng anliegenden Shirts und Shorts, Rennbrillen, Helmen, Handschuhen zu „Kamikaze-Rennfahrern“ mutieren), die zuerst rücksichtslos die spielenden Kinder fast überfuhren und sich anschließend auch noch bei deren Eltern beschwerten, dass die Kinder im Weg standen! Nach diesem Erlebnis hatte ich den Eindruck, dass manche sich Kinder an der Leine wünschen! Ich dachte die Zeiten wären vorbei.

 

Jaja, das gibt es in anderen Vierteln, aber doch nicht bei uns, oder?

 Ist die Südstadt so kinderfreundlich wie es scheint? Mich zieht es wieder in den Römerpark. Ich stürze mich ins Geschehen und frag mal nach: „Wie kinderfreundlich ist eigentlich die Südstadt?“ Und Achtung,Trommelwirbel, hier die Ergebnisse:

 

Ein Pärchen klagte über die ständigen, unfreundlichen Beschwerde-Besuche ihrer Nachbarn: Die Kinder spielten zu laut und sie bräuchten ihre Ruhe. Eine junge Mutter beklagte sich über eine schlaflose Nacht, ihr Kind schrie, weil es gerade die ersten Zähnebekam. Als ob das nicht genug wäre musste sie dabei auch noch die „Ruhe“ Schreie des Nachbarn ertragen. Da frag ich mich wohl wie der Nachbar seine Zähne bekam? Einer Wohnungssuchenden wird immer wieder gesagt, „Entschuldigen Sie, aber bei uns im Haus sind keine Kinder erwünscht!“. Ehrlich, es ist wahrscheinlich einfacher, eine Wohnung mit zwei Pitbulls zu bekommen als mit zwei Kindern!

 

Sollten Sie dennoch eine Wohnung bekommen, in der Kinder toleriert werden, so machen Sie sich auf die Beschwerde der Nachbarn gefasst, und zwar auch von solchen, die selber Kinder großgezogen haben. Denn sie werden sich beschweren, weil die Kinder Musik hören, mit dem Auto spielen oder (eine Unverschämtheit!) zu laut lachen.

 

Es scheint in manchen Wohnhäusern der Südstadt nicht erwünscht, dass die Kinder vor Freude springen, sich vor Lachen auf den Boden schmeißen oder ein Musikinstrument zum Erklingen bringen! Wenn sie zu Hause sind, sollen sie gefälligst Videospiele spielen, fernsehen und am Computer ruhig gestellt werden. So will es der Hausfrieden! Ja, die vermeintlich kinderfreundliche Südstadt lässt grüßen.

 

Aber es gibt noch einen Lichtblick! In den Parks im Viertel dürfen die Kinder noch Kinder sein!

 

be Süd

Text: Gastbeitrag

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