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Auf ein Kölsch mit...

„Man gönnt sich ja sonst nichts“ – Auf einen Filterkaffee mit Vera Langer

Donnerstag, 8. November 2012 | Text: Gastbeitrag | Bild: vera-langer.com

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Eigentlich hätte ich Vera Langer im Café der Bäckerei Hütten treffen müssen, um dort einen ordentlichen Filterkaffee mit ihr zu trinken. Die 29-jährige Illustratorin jedoch entscheidet sich für das Café Römerpark für einen Milchkaffee und einen Platz hinten rechts, weil sie „von dort aus alles bestens beobachten kann“.

„Beobachten“ ist das Stichwort schlechthin und eine ideale Überleitung zu ihren neuesten Projekt. Sie hat zwei Monate lang täglich in der Bäckerei Hütten an der Bonner Straße verbracht, um dort die Menschen zu beobachten und zu zeichnen.

Vera Langer: Ich habe insgesamt 74 Tassen Filterkaffee getrunken, verbrauchte 320 Skizzenblätter, beobachtete, hörte zu, schrieb mit und … zeichnete. So entstanden zwei Skizzenbücher mit insgesamt 320 Seiten, die erstmals  im Rahmen der Ausstellung „Souvenir de Cologne“ im Kunsthaus KAT 18 im Mai 2012 ausgestellt wurden.

 

Meine Südstadt: Warum gerade die Bäckerei Hütten – das Cafè Römerpark bietet doch auch genügend Anreize?

VL: Es war eine Art Experiment, die Erforschung und Annäherung an diesen für mich besonderen Kölner Ort. Ehrlich, bodenständig, mit viel echtem „Kölschgeklöne“, Zimtschnecken, belegten Brötchen und Filterkaffee.

 

Zwei Monate jeden Tag – gab’s da für Dich nicht so etwas wie einen Hüttenkoller?

VL: Auf keinen Fall. Das war mein Projekt, sozusagen ein Experiment und erforderlich, um diesen besonderen Ort zu erforschen. Nur auf diese Weise konnte ich die Atmosphäre spüren, die Menschen beobachten und letztlich zu Papier bringen. Die Menschen hier haben sich nebenbei erkundigt, was ich da so treibe, mich aber einfach machen lassen. Das habe ich sehr genossen. Nur besseren Kaffee habe ich woanders schon getrunken.

 

Die Forschungsreise hat sich gelohnt – Du hast aus den besten Zeichnungen ein sehr schönes, besonders persönliches Buch drucken lassen.

VL: Ja, mein erstes gedrucktes Werk. Ein Tag in der Bäckerei, von morgens bis abends dat echte Leben um die Ecke. Es ist ein auf 1000 Exemplare limitiertes 32-seitiges Heft, das in den Buchhandlungen hier in der Südstadt verkauft wird. Einige Arbeiten hängen im Kunsthaus  KAT 18* aus. 

 

Du lebst und arbeitet als freie Grafikerin, Illustratorin und Dozentin hier in der Südstadt. Was schätzt Du an diesem Viertel?

VL: Ich habe schon einige Stationen hinter mir, bin im Frankenland aufgewachsen, habe die große, weite Welt der Hauptstadt kennengelernt, hatte ein Intermezzo im beschaulichen Aachen und bin vor sechs Jahren nach Köln gekommen. Aber erst seitdem ich vor zweieinhalb Jahren hier in der Südstadt gezogen bin, fühle ich mich aufgenommen. Ich schätze sehr das Miteinander und vor allem die Ehrlichkeit der Menschen.

 

Vielen Dank für das Gespräch. Ich bin sehr gespannt auf Deine nächste Forschungsreise und deren Ergebnisse.

 

Selbstporträt der Künstlerin.

 

Die illustrierten Hefte sind in „Der andere Buchladen“, beim „Büchermann“ oder in der „Buchhandlung am Chlodwigplatz“ zum Preis von € 5.- käuflich zu erwerben.

 

KAT 18 ist die neu gegründete Kreativwerkstatt für Menschen mit Behinderung im Kartäuserwall 18. Im Kunsthaus wird ein kollektives Miteinander-Arbeiten mit einer Reihe von individuellen künstlerischen Arbeitsplätzen verbunden. Insgesamt sind rund dreißig Personen in der Kreativen Werkstatt tätig. Mehr Informationen im Artikel von Jenny Mühlmann „Kunsthaus der Begegnung„.

Text: Gastbeitrag

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