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Nachgehakt, Eburonenstraße: Wieder ein Vierteljahr städtischer Untätigkeit

Dienstag, 5. Februar 2019 | Text: Jeannette Fentroß | Bild: Judith Levold/Jeannette Fentroß

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Im September 2018 hatten wir über den bereits 5 Jahre andauernden Verwaltungsschlaf am Beispiel der längst beschlossenen Veränderungen in der Eburonenstraße berichtet. Inzwischen schreiben wir 2019, wieder ist ein Vierteljahr mit städtischer Untätigkeit verstrichen. Von Verwaltungsreform gar, ist hier, wie in vielen ähnlichen Belangen, jedenfalls nichts spürbar. Anlässlich der ersten Sitzung der Bezirksvertretung Innenstadt im neuen Jahr, haben wir beim Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung nachgehakt.

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Schon im Dezember gab der Abteilungsleiter Verkehrsplanung auf unsere Nachfrage an, dass die Abstimmung der Maßnahmen noch andauere. Eine Hinhaltetaktik, die wir schon zur Genüge kennen: Wir erinnern uns an die Bürgereingabe von Anwohner Zurek aus Oktober 2013 sowie an den im November 2016 erfolgten Beschluss zur Begrünung der Eburonenstraße, das Aufstellen von 15 Fahrradnadeln und die Erneuerung der Parkmarkierungen sowie die Zusage von regelmäßigen Geschwindigkeitskontrollen.

Zunehmende Verkehrsbelastung

Der Verkehr im gesamten Viertel nimmt stetig zu. Geänderte Verkehrsführungen, Baustellen und Umleitungen bringen zusätzlichen Belastungen für die Anwohner. Ein geeignetes Verkehrskonzept für die stark befahrene Bereiche wie beispielsweise zwischen Bonner Straße, Chlodwigplatz und Ubierring sowie den angrenzenden Seitenstraßen und Wohngebieten fehlt seit Jahren. Knotenpunkte werden daher umfahren und Abkürzungen durch Wohnstraßen gesucht. Tempolimits und 30er Zonen bringen bislang nicht die notwendige Entlastung. Von der Stadt Köln beauftragte, großangelegte Verkehrszählungen inklusive Geschwindigkeitsmessungen und Durchgangsverkehrserhebungen im Bereich Neustadt-Süd sollten 2018 die Lage feststellen.

Verkehrsuntersuchungen zur Feststellung der Lage

Vom Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung hieß es unlängst: „Wir haben die Ergebnisse der Verkehrsuntersuchungen in den letzten Wochen diskutiert und aus unserer Sicht erforderliche bzw. sinnvolle Maßnahmen besprochen, die wir nun aufbereiten und der Bezirksvertretung zur Entscheidung vorlegen wollen. Dabei ist auch die Situation in der Eburonenstraße im Gesamtzusammenhang mit betrachtet worden. Insofern wird unsere Betrachtung den gesamten Bereich der Neustadt-Süd innerhalb Ringe, Bonner Straße, Rheinuferstraße und Eisenbahnring umfassen.“
Eburonenstraße von west nach Ost

Konkrete Maßnahmen fehlen – Verkehrssituation unverändert

Und jetzt? Für die Umgestaltungsmaßnahmen in der Eburonenstraße liegt ein Beschluss schon lange vor, die Anwohner warten hier seit mehr als zwei Jahren auf die zugesagten Bäume und Abstellflächen für Fahrräder. Die Verkehrssituation bleibt stattdessen unverändert. Sobald die baustellenbedingte Sperrung zur Alteburger Straße hin aufgehoben sein wird, werden Verkehrsteilnehmer wieder Abkürzungen zwischen Rheinufer und Bonner Straße suchen und direkt durch die Wohnstraße fahren. Andere Straßen im Viertel wie die Maternusstraße oder die Straßen rund um das Eierplätzchen sind ebenso betroffen und neben weiteren Wegen, nicht für den Durchgangsverkehr geeignet. Dazu gibt der zuständige Abteilungsleiter Verkehrsplanung an: „Die Eburonenstraße liegt innerhalb des Untersuchungsgebiets zwischen Ringe, Rheinuferstraße, Eisenbahnring und Bonner Straße, so dass einzelne Maßnahmen innerhalb dieses Untersuchungsgebiets sich im Gesamtzusammenhang verkehrsberuhigend auf mehrere Straßen, also auch auf die Eburonenstraße, auswirken können.“
Auch das Straßenschild ist seit Jahren unverändert

Verkehrsberuhigung des gesamten Viertels gefordert

Ja, eine Verkehrsberuhigung des gesamten Viertel ist dringend notwendig! „Das ganze Viertel schreit nach einer komplett neuen Verkehrsführung“, stellte Bezirksbürgermeister Andreas Hupke schon 2017 fest. Doch außer der genannten Verkehrszählungen sind seitdem keine wirklich entscheidenden Maßnahmen ergriffen, sprich realisiert worden.

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Das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung gab dazu an, dass „die Verwaltung der Bezirksvertretung Innenstadt die Ergebnisse dieser Verkehrsuntersuchungen gemeinsam mit den Maßnahmenvorschlägen zur Beschlussfassung vorlegen wird. Erst nach Beschlussfassung der Bezirksvertretung können die Maßnahmen im Detail geplant und umgesetzt werden.“
Die Sache zieht sich. Und wegen der undurchsichtigen Verwaltungsschritte schier unerträglich in die Länge. Beim ersten BV1-Sitzungstermin 2019 lag jedenfalls keine Vorlage zu diesem Thema vor. Ob die Tagesordnung der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Innenstadt im März 2019 eine derartige Verwaltungsvorlage zur Abstimmung bekommt, konnte die Verkehrsplanung derzeit noch nicht absehen…

Text: Jeannette Fentroß

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