×
In eigener Sache

Dir gefällt unsere Arbeit?

meinesuedstadt.de finanziert sich durch Partnerprofile und Werbung. Beide Einnahmequellen sind in den letzten Monaten stark zurückgegangen.
Solltest Du unsere unabhängige Berichterstattung schätzen, kannst Du uns mit einer kleinen Spende unterstützen.

Paypal - danke@meinesuedstadt.de

Aufgeschnappt: Geiler Scheiß aus dem Theater-Labor +++ Festival „Mach was! 2.0“ am 6.11. +++ Neueröffnung mit Café und Design: „DEJLIG“ +++ Armer Ritter mit neuen Öffnungszeiten und Special Guest +++ Der Altentheater-Podcast: ein Experiment mit Jung und Alt  +++

Kolumne

O’ zapft is! – Kamelle und Kölsch punkten gegen Wiesn und Maß

Sonntag, 19. September 2010 | Text: Gastbeitrag

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

 

 

Zum Auswärtsspiel nach München reist der 1. FC Köln gern an, denn allein schon die Statistik zeigt, dass wir seit 2002 dort nicht mehr verloren haben. Der Ligaschreck FC in der Allianzarena? Nun ja, das ist doch ziemlich übertrieben, denn eigentlich spielt hier David gegen Goliath. Doch für uns FC-Fans ist Optimismus unser Lebenselixier.
Zum Start des Münchener Oktoberfestes hatte das Spiel eine große Bedeutung für Köln: in Memorian an unseren 2:1 Sieg Karneval 2009 in München. Außerdem bestand Hoffnung auf müde Bayern, die am Mittwoch noch in der Champions League gegen Rom spielten. Alle Anzeichen standen also dafür, nicht mit einem 7:0 (wie andere Mitbewerber in Stuttgart) abgeschlachtet zu werden. FC-Trainer Soldo verzichtete im Spiel gegen die Bayern mal wieder auf Novakovic. Das lokale Sprachrohr des FC, der Stadt-Anzeiger, ließ schon online abstimmen, ob der Slowene beim FC überhaupt noch gebraucht wird… Soviel personalpolitische Mitbestimmung der Fans hätte ich Meier, Overath und Co gar nicht zugetraut.

Doch kommen wir zum Spiel: Der FC Bayern München war klar die dominierende und spielbestimmendere Mannschaft, die Geißböcke hielten aber mit ihrer „Soldotaktischen“ Defensivmauer kontinuierlich dagegen. Herausragend während des gesamten Spiels war für mich Geromel, der zusammen mit Freis und Brecko, den Franzosen im Bayerndress, Ribery immer wieder blockte. Die wenigen Offensivbemühungen der Kölner scheiterten bereits an der Mittellinie – immer wieder diese unsäglichen Fehlpässe im Mittelfeld! So schaffte es der Gastgeber aus München kontinuierlich den FC in die eigene Hälfte zurückzudrängen. Auf der anderen Seite hatte Bayern-Torwart Butt eher einen ruhigen Nachmittag, denn Yalcins Distanzschuss in der 19. Minute war der einzige Versuch der Kölner in der ersten Halbzeit.

Nach dem Wechsel bestimmte der Rekordmeister aus München weiter das Geschehen, aber ohne Glanz und Angriffslust. Köln hielt sich im Spiel nach vorn sehr zurück und blieb defensiv. Die Münchner erspielten sich derweilen einige gute Chancen: doch Müller verzog in der 52. Minute, Klose kam in der 61. etwas zu spät an den Ball und van Buyten verpasste kurz danach auch knapp – der Kölner Riegel ließ sich einfach nicht knacken. Unsere Hoffnungen auf ein Unentschieden stiegen und somit auch die Stimmung an den Bildschirmen und in der Münchener Allianz Arena, dort sorgten 5500 mitgereiste Fans für unüberhörbare kölsche Tön im Stadion.
Schiedsrichter Zwayer war mit seinen Karten im Spiel zwar ziemlich sparsam, die gelbe Karte gegen Brecko war trotzdem nicht verdient. Verwunderlich allerdings, dass man Zwayer noch Ligaspiele pfeifen lässt, trotz der Vorwürfe gegen ihn, denn er soll auch im Zusammenhang mit der Wettmafia Bundesligaspiele manipuliert haben.
Eine Möglichkeit für die Kölner hatte Brecko in der 77. Minute, dessen Schuss Butt jedoch abwehren konnte. Fünf Minuten später parierte auch wieder der Münchener Torwart Butt bei einem Schuss von Freis, der die Riesenchance zum Kölner Sieg vergab, weil er seinen Schuss genau auf Butt platzierte. Im weiteren Verlauf wurde mir klar, dass die Münchener schon mit einem Bein im Partyzelt auf der Wiesn waren und eher an „Oans, Zwoa, Gsuffa“ als ans Spiel auf dem Platz dachten. Dem Rekordmeister fehlte es an Ideen und der spielerischen Spritzigkeit, zudem waren im Abschluss nicht präzise genug. Die Kölner Abwehr um Geromel war heute einfach nicht zu bezwingen und zwar egal, ob am Boden oder in der Luft.

Die meistern Ballkontakte im Spiel hatte der Kölner Schlussmann: Mondragon!
Mit seinen 45 Ballkontakten war er, knapp vor Geromel, mein Held des Tages. Den (nicht enden wollenden) langen Flankenball von Kroos auf die Latte (86.) schätze er völlig richtig ein und wehrte Riberys Freistoß sowie Müllers nachfolgenden Kopfball (92.) ab. Was für Glanzparaden von Mondragon in den Schlussminuten! Der Punktgewinn für die Kölner ist vollkommen gerecht. Ob ich allerdings nur noch einen defensiven Soldo-FC sehen will, weiß ich nicht. Aber jetzt freuen wir uns erstmal, moralisch gestärkt, am kommenden Dienstag zum derzeitigen Tabellenführer nach Mainz zu fahren. Kölle Alaaf!

 

Rotkäppchen
 

Text: Gastbeitrag

In eigener Sache

Dir gefällt unsere Arbeit?

meinesuedstadt.de finanziert sich durch Partnerprofile und Werbung. Beide Einnahmequellen sind in den letzten Monaten stark zurückgegangen.

Solltest Du unsere unabhängige Berichterstattung schätzen, kannst Du uns mit einer kleinen Spende unterstützen.

Paypal - danke@meinesuedstadt.de

Artikel kommentieren

Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen. Ich stimme zu, dass meine Angaben und Daten zur Beantwortung meiner Anfrage elektronisch erhoben und gespeichert werden. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an kontaktnoSpam@meinesuedstadt.de widerrufen.

Meine Südstadt Partner

Alle Partner

Meine Südstadt Service


Parkstadt Süd

Eifelwall wird für Autoverkehr gesperrt

Parkstadt Süd: Stadtteilbüro öffnet

15 Geschosse an der Bonner Straße – Die Zukunft mit Parkstadt beginnt schon jetzt

Aufgeschnappt

Geiler Scheiß aus dem Theater-Labor

Festival „Mach was! 2.0“ am 6.11.

Neueröffnung mit Café und Design: „DEJLIG“

Die Südstadt auf Instagram.