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Gesellschaft

Pandemie-Zeit in der Südstadt

Montag, 23. März 2020 | Text: Nora Koldehoff

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Das Leben im Ausnahmezustand hält auch die Südstadt im Griff, so dass nun neben Abstand halten und Solidarität vor allem Pragmatismus gefragt ist. Ein erster Überblick.

Vernetzung und Nachbarschaftshilfe

Dem unnötigen, unsolidarischen und offenbar nicht wegzuargumentierendem Hamstern zum Trotz gibt es auch viele Hilfsangebote. So haben sich zum Beispiel Schülerinnen und Schüler zu einer Gruppe zusammengetan, die Einkaufshilfe und Kinderbetreuung für Risikogruppen und Eltern anbietet. Die Idee zu der Initiative hatte die 19-jährige Kölnerin Carla Mombartz. Sie verteilte ihr Flugblatt in der Stadt und postete es in soziale Netzwerke / sozialen Netzwerken. Innerhalb kurzer Zeit meldeten sich nicht nur Betroffene, sondern auch mehr als 150 freiwillige Helfer*innen. Inzwischen sind alle Helfenden auf verschiedene Stadtbezirke aufgeteilt, die von „Stadtteilleitern“ koordiniert werden. Egal, ob man nun mitmachen oder die Hilfe der Gruppe in Anspruch nehmen möchte, erreicht man die Initiative unter zusammen.gegen.corona@gmail.com

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Die Kirchengemeinden der Südstadt bieten ebenfalls schnelle Hilfe für Menschen in Quarantäne oder aus Risikogruppen. Außerdem hat die Lutherkirche ein Spendenkonto für Künstler*innen, Selbstständige und Alleinerziehende eingerichtet. Wer Hilfe braucht oder anbieten möchte, wendet sich am besten direkt an die Pfarrbüros von Lutherkirche, Kartäuserkirche und den katholischen Gemeinden.

Viele Gemeinden übertragen außerdem ihre Gottesdienste per Video.

Auch die Stadt Köln hat in Kooperation mit den ökumenischen Nachbarschaftshilfen „Kölsch Hätz“ des Caritasverbandes und des Diakonischen Werks Köln eine Nachbarschaftshilfe und eine Hotline eingerichtet, an die sich sowohl Hilfesuchende als auch Hilfebietende wenden können. Kontaktmöglichkeiten sind die Rufnummer 0221 – 56 957816 oder die E-Mail-Adresse Coronahilfen@caritas-koeln.de

Da oftmals gerade ältere Menschen nicht online vernetzt sind, hilft es auch, im engeren Umfeld Zettel mit der eigenen Telefonnummer in den Briefkästen zu verteilen. Falls die Nachfrage dann höher ist, als erwartet, könnten dann die jeweiligen Bedürfnisse an die Hilfe-Initiativen weitergeleitet werden.

Südstadt klatscht

Die meisten wissen es natürlich längst: Jeden Abend um 21 Uhr wird am offenen Fenster für diejenigen geklatscht, die im Gesundheitswesen und im alltäglichen Leben für uns alle da sind: Krankenpfleger*innen, Ärzt*innen, Sanitäter*innen, Kassierer*innen, Polizist*innen, Busfahrer*innen, Post- und Paketbot*innen, ehrenamtlichen Helfer*innen und viele(n) mehr. Bezeichnend ist, dass viele dieser Alltagsheld*innen schlecht bezahlt werden. Bleibt zu hoffen, dass die derzeitige Krise umso mehr verdeutlicht, wie wichtig ihre Arbeit ist – und sich das auch finanziell niederschlägt.

Einzelhandel in der Südstadt

Existenzsorgen haben jetzt vor allem Selbstständige und Menschen, die in Kleinunternehmen angestellt sind, deren Weiterbestehen unmittelbar bedroht ist.

Viele Einzelhändler haben darum schon sehr früh alternative Service-Möglichkeiten gefunden, um derzeit keinen kompletten Totalausfall zu verbuchen.

Support your local business – nie war es so wichtig, wie jetzt.

Viele Restaurants haben ihr Angebot auf Take Away und Lieferservice umgestellt. Mehr dazu findet Ihr im Artikel hier.

Bücher bestellen:
Bei den meisten Buchläden kann man nach wie vor bestellen und sich sogar telefonisch beraten lassen. Der Auslieferungsweg kann dann auch direkt besprochen werden. Online-Bestellungen sind aber ebenfalls möglich. Die Buchläden in der Südstadt sind dabei:

Der Andere Buchladen am Ubierring, Buchhandlung Maternus in der Severinstraße, die Mayersche Buchhandlung am Chlodwigplatz und die Tagediebe im Hirschgäßchen (hier kann man neben Büchern auch gleich Spielmaterial und anderes Schönes bestellen).

Außerhalb der Südstadt geht das zum Beispiel bei Bücher Weyer im Höninger Weg in Zollstock und in der Bayenthaler Buchhandlung Goltsteinstraße oder die Buch-Stube Gerold Dreier auf der Bonner Straße.

Auch in anderen Branchen macht die Not erfinderisch
Der Fahrdienst Mietwagen Süd zum Beispiel hat sein Angebot erweitert und bietet nun auch Einkaufshilfen an. Mehr Infos dazu gibt es unter der Nummer 0221 – 32 88 88

In vielen Läden ist nach wie vor eine Internet-Bestellung möglich. Zudem hilft es jedem Geschäft, wenn Kunden derzeit mal erst einen Gutschein erwerben, zum Beispiel, wenn man gerade nichts im Online-Shop kaufen möchte, oder ein Laden keinen Online-Verkauf anbieten kann.

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Fitness trotz Quarantäne

Allein radfahren, joggen oder spazieren wird trotz Ausgangssperre weiterhin erlaubt sein. Doch vielen fehlt auch gerade jetzt das Training in der Gruppe. Auch dafür gibt es virtuelle Abhilfe:

Einige Anbieter von Fitness- und Yoga-Studios bieten Online-Workouts und auch Gruppentrainings per Videokonferenz an.

Der Körpermanager etwa veranstaltet ein tägliches 15-Minuten-Workout aus unterschiedlichen Bereichen, unter anderem Yoga, Pilates, Bauch Beine Po und „HIT-Training“.

Die Workouts kann man für jeweils 2 € kaufen und bekommt dann eine Einladung zur Videokonferenz, die über die App „ZOOM“ übertragen wird, aufs Handy geschickt. Mehr Infos gibt es auf der Facebookseite des Körpermanagers oder im direkten Kontakt über info@koerpermanager.com

Auch das Fitnessstudio in.form, das sonst mit Elektromuskelstimulationstraining arbeitet, setzt sukzessive Trainingsvideos für zuhause ins Netz. Die Videos sind kostenlos über YouTube abrufbar. Zusätzlich forderte Inhaber Daniel Pfeifer seine Community dazu auf, sich zu melden, wenn Einkaufshilfe oder ähnliches nötig werden sollte.

Wer weitere Tipps hat, die dazu beitragen können, das Südstadtleben, so gut es geht, am Laufen zu halten, kann sie gern in den Kommentaren nennen.

Passt auf Euch und Eure Liebsten auf.

Text: Nora Koldehoff

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