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Bildung & Erziehung Sport Südkids

Ruhe in der Klasse

Freitag, 21. Januar 2011 | Text: Gastbeitrag | Bild: Anke Westermann

Geschätzte Lesezeit: eine Minute

Burkhard Hücker ist der Lehrer der Delfinklasse in der KGS Mainzer Straße. Nach dessen krankheitsbedingter Pause kehrte er in seine Klasse zurück und bemerkte eine besonders große Unruhe unter den 28 Grundschülern. Da kam ihm das Angebot von Michael Thomanek gerade recht,  der seine JIDO-Schule in unmittelbarer Nähe der Grundschule betreibt. „Jido ist eine Kampfkunst, mit dem Ziel Ruhe, Kraft, Stärke und Aufmerksamkeit in allen Lebenslagen zu verinnerlichen und auszustrahlen.“, erklärt der Erfinder  der Kampfsportkunst Jido Michael Thomanek.

 

Burkhard Hücker nimmt das Angebot dankend an, einen zweigeteilten Workshop außerhalb der Schule in den Räumen des Studios in der Mainzer Straße. Der Raum,  in dem die Übungen vor- und ausgeführt werden, ist geräumig und hell. An den Wänden hängen hölzerne Stöcke, die für spezielle Kampfübungen gebraucht werden. Thomanek weiß, dass die Kinder in einer solchen Atmosphäre von äußeren Reizen abgeschirmt werden und schnell zur Ruhe kommen. Er weiß, dass sich die Kinder in einem vollen Klassenraum nur schwerlich konzentrieren und ihre Ruhe zu finden können.  Jido soll das ändern, es soll den Kindern helfen eine Quelle für Ruhe auch außerhalb dieser Räumer zu finden.


Innerhalb des Workshops, der an zwei Freitage hintereinander jeweils drei Stunden statfinden, führten die Kinder unter Anleitung von Thomanek verschiedene Atem-, Aufmerksamkeits- und Bewegungsübungen durch. Eine der größten Herausforderungen für die Kinder und  gleichzeitig Höhepunkt des Workshops ist eine Übung, die sich Sakki-Jutsu nennt. Dabei sitzt der Schüler mit geschlossenen Augen rückwärtig zum Lehrer. Dieser hält leere Flasche in der Hand und täuscht einen Angriff vor. Die Schüler müssen die Zeichen wie das Geräusch der  schwingenden Flasche wahrnehmen und ausweichen. Die Schüler finden die Übungen klasse, aber nicht nur diese, alle Übungen werden von den Kindern sehr gut  aufgenommen. Am ende erzählen die Schuler sogar ganz von sich aus, dass sie ruhiger geworden sind während der Jidostunden.

Auch ihr Lehrer  Burkhard Hücker  nimmt etwas mit in den Unterricht. Er hat sich vorgenommen, vor intensiven Schreibarbeiten, oder Konzentrationsphasen  Ruheübungen einzuführen, um den Kindern und sich selbst das arbeiten zu erleichtern. Auch Barbara Moritz von den Grünen unterstützt die Arbeit von Thomanek. Sie glaubt daran, dass durch Jido die Arbeitsatmosphäre in Schulen verbessert werden kann.

Schulen aus Köln, Bonn und Leverkusen nahmen bereits an dem Jido Workshop teil. Teilweise geht auch Thomanek in die Klassen und vermittelt auch schon einmal 36 Schülern  gleichzeitig, wie man in stressigen Situationen Ruhe bewahrt.

Anabel Junkmann  

 

Text: Gastbeitrag

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