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Kolumne

Schwimmkurs für die Geißböcke

Samstag, 13. November 2010 | Text: Gastbeitrag

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Meine Geißböcke gehen baden. Ein verregneter Grauschleier liegt über der Stadt, ähnlich wie meine Stimmung, denn mein Kölner Fußballsamstag ist betrübt vom Schicksalsderby für den FC. Die verhassten Ostholländer reisten an, und das heißt, dass im Kellerduell der Letze gegen den Vorletzten spielt. Alles im Griff rund um das 111.

Meine Geißböcke gehen baden. Ein verregneter Grauschleier liegt über der Stadt, ähnlich wie meine Stimmung, denn mein Kölner Fußballsamstag ist betrübt vom Schicksalsderby für den FC. Die verhassten Ostholländer reisten an, und das heißt, dass im Kellerduell der Letze gegen den Vorletzten spielt. Alles im Griff rund um das 111. rheinische Derby hatte die Stadt Köln, denn die Aachener Straße wurde mal komplett einspurig, und auf dem Ehrenfelder Gürtel staute sich dementsprechend alles kilometerlang. Erste Scherben gab es bereits schon vor dem Spiel, denn Gladbacher Fans demolierten eine Fensterscheibe in einer KVB-Bahn.

 

Für den 1. FC Köln fehlte Clemens verletzt, Matuschyk musste erstmal auf die Bank, Jajalo und Pezzoni rücken dafür ins Team. Der Rasen versprach rein optisch, dass das Spiel eine einzige Wasserschlacht werden sollte. Ganz klar bei fünf Tagen Dauerregen. Und es regnete ja auch weiter in Strömen, doch leider gab Stadionsprecher Tippel keine Wasserstandsmeldungen ab. Der Anpfiff zum Spiel kam viel zu spät, denn Kölner Fans stürmten auf das Feld, und zudem gab es wieder diverse Rauchbomben auf den Tribünen. Es versprach, ein hitziges Derby zu werden. Die erste Halbzeit begann mit einer hektischen Anfangsphase und zeigte keine zwingenden Torchancen für meinen FC. Das Spiel erinnerte mich eher an Synchronschwimmen und nicht an gegrillte Fohlen. Varvodic machte auch keinen guten Eindruck im Tor, und unsere Fehler lagen mal wieder auf der Hand: Poldis Sololauf war super, aber der Pass danach wieder viel zu ungenau.

 

In der zweiten Halbzeit wurden die Borussen immer stärker. Im wahrsten Sinne bedröppelt sahen wir aus, nachdem in der 51. Minute die Gäste den Freistoß bekamen. Bobadilla verwandelte aus 17 Metern Entfernung, und Varvodic konnte ihn nicht halten. Was für ein Horror, 1:0 für Gladbach! Die anschließende Ecke für die Geißböcke hatte überhaupt keinen Mehrwert. Reus traf in der 60. Minute für Gladbach, doch der Linienrichter hatte die Fahne oben – zum Glück, Abseits! In der 65. Minute brachte Schäfer den angolanischen Jugendspieler Josè-Pierre Vunguidica für Ehret, für ihn war es heute sein Bundesliga-Debüt. Akzente konnte er aber auf dem Platz nicht setzen. Der FC war weiter am Drücker, Chancen gab es jedoch für die Gladbacher! Bobadilla verlängerte einen Querpass von Idrissou zu Bradley, dessen abgefälschter Schuss aus 18 Metern ins Tor zum 2:0 trifft. Das Grauen hat einen Namen: FC!

In der 76. Minute brachte Schäfer Yalcin für Brecko, meines Erachtens viel zu spät, denn das Kind (Brecko) war doch schon seit halb vier in den Brunnen gefallen. Kurz darauf fielen meine Kölner vollkommen auseinander,  und de Camargo (82.) machte das zu erwartende 3:0 für Gladbach. Wir Kölner lagen längst am Boden, als Matuschyk für Pezzoni eingewechselt wurde. Ziemlich bitter: Lanig köpft in der drei Minuten vor Schluss nur noch an den Pfosten, während die Borussen in der letzten Aktion des Spiels auch noch auf 4:0 (Bobadillo) erhöhten. Ein Trost, ich sah keine Bilder, denn ich hatte zu diesem Zeitpunkt bereits das Stadion verlassen.

 

Wir Kölner haben heute jedenfalls erfolgreich unseren Abstiegsplatz verteidigt und wieder die rote Laterne der Bundesliga übernommen. Der bedrohliche Absturz meines FC ist nicht mehr auszuhalten, denn längst geht es hier nicht mehr nur um den Abstiegskampf. Die Jahreshauptversammlung am Mittwoch sollte meiner Meinung nach unter erhöhten Sicherheitsbedingungen stattfinden, denn viele Fans werden zu Recht den kompletten Umbau des Vereins und Vorstandes fordern. Lieber FC, so bricht man seinen Fans das Herz. Und die große Frage ist, wer soll jetzt kommen? Sammer oder Calmund – auf jeden Fall einer für Meier? Einerseits drücken die Schulden, andererseits drückt der reale Abstiegskrampf. Letztlich ist es schade für Schäfer, der wirklich gute Arbeit beim FC gemacht hat – so wird man uns Fans womöglich nun einen Neururer oder Toppmöller vorsetzen, und der soll es dann richten. Wirklich helfen wird uns das nicht. Trotz Weltuntergangsstimmung bleib ich Rot-weiß treu – zur Not auch in Liga zwei. Dann wird wenigstens meine Dauerkarte wieder billiger. Karlsruhe, Paderborn, Aachen – wir kommen!

 

Rotkäppchen

Text: Gastbeitrag

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