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Politik

SoLaWi

Donnerstag, 12. Januar 2017 | Text: Judith Levold | Bild: pixabay CC0 Public Domain

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

…ist kein Kinderlied, sondern die Abkürzung für Solidarische Land-Wirtschaft. Und das bedeutet Solidarität mit Landwirten, die einer SoLaWi-Community Fläche und/oder Arbeitskraft zur Verfügung stellen. Es bedeutet auch, dass Verbraucher und Erzeuger von Lebensmitteln sich kennen und gemeinsam arbeiten.

 

Die Verbraucher sind praktisch Ko-Finanzierer des Landwirts bzw. ihrer anteilig eigenen Landwirtschaft und bekommen über eine gesamte Saison einmal die Woche frische Ernte. Aus der Nähe, ökologisch und zum Teil eben auch selbst angebaut.

 

Ob Gemüse, Fleisch oder Käse, prinzipiell können die jeweiligen SoLaWi-Communities vor Ort selbst entscheiden, mit welchem Landwirt sie kooperieren und was angebaut werden soll. Unnötiger Vertrieb, lange Transportwege und industrielle Bearbeitung von Lebensmitteln entfallen. Die Verbraucher zahlen nicht jedes Mal Geld für einzelnes Gemüse wie auf dem Markt oder im Supermarkt, sondern beteiligen sich finanziell an Land und/oder Arbeit der Landwirte, um Gemüse aus bekannter Herkunft für den Eigenbedarf zu erhalten. In vielen Städten Deutschlands gibt es das schon, in Köln auch, seit 2013 ist SoLaWi hier aktiv. „Meine Südstadt“ sprach mit dem SoLaWi-Vereinsvorstand Thorsten Schelhorn über die Pläne für 2017 und die Info-Veranstaltung in der Melanchthon-Akademie. (Foto rechts: Thorsten Schelhorn und Susanne Breßler/SoLaWi)

 

Meine Südstadt: Was erwartet mich auf der Infoveranstaltung? Thorsten Schelhorn: Wir erklären das gesamte solidarische Prinzip, die Kosten und die Ernte, und stellen die Anbauflächen und Auslieferungsstationen vor. Wir haben ja 2013 damit begonnen und jedes Jahr eine Schippe drauf gelegt.

 

Was hat die SoLaWi Köln denn momentan an Anbauflächen?

Wir haben ein großes Feld in Lövenich, auf das wir uns in diesem Jahr konzentrieren wollen, es gehört einem Ackerbau-Landwirt, der es uns verpachtet. Dazu die Kooperation mit dem Demeter-Hof Hellmese in Pulheim-Stommeln. Dieser Landwirt betreibt auch Ackerbau, vorrangig Kartoffeln, aber auch Kürbisse und ein paar Gemüsearten, durch unser Dazukommen gibt es dort jetzt größere Gemüsevielfalt.

 

Und wie muss ich mich neben finanzieller Beteiligung engagieren, wenn ich auch Ernte bekommen will?

Also die Gemeinschaftsaktionen, die Mitarbeit, ist freiwillig, da wird niemand verpflichtet. Schön ist es aber schon, wenn die Mitglieder der Community auch mit-machen und wir auch mal zusammen feiern. Schließlich kommt ja auch jede Woche, 40 Wochen im Jahr, die Gemüselieferung in die Stadt – von Gemüse, dessen Herkunft wir kennen und das wir eben zum Teil auch selbst angebaut und gepflegt haben – die restliche Arbeit übernehmen zwei Hauptamtler, die wir eingestellt haben, Agrarwissenschaftler.

 

Wo sind denn die Auslieferungsstationen?

Momentan haben wir ja drei, in Ehrenfeld, in Lövenich und in Sülz, bei Tante Olga, dem verpackungsfreien Laden. Wenn es in der Südstadt genügend Interessenten gäbe, dann würden wir auch in diesem Veedel eine Lieferstation einrichten, wir sind da schon mit der Luthergemeinde im Gespräch.

 

 

Was kostet es denn, wenn ich auch SoLaWista werden will?

Das kann man so nicht sagen, denn der Solidargedanke erfordert ja eine individualisierte Beteiligung, jeder gibt vor der Saison an, was er monatlich zahlen kann für die erwartete Ernte. Wir benennen einen Richtwert, wer mehr zahlen kann, tut das und wer es nicht kann, zahlt weniger. In der letzten Saison hatten wir 54 Anteile, jetzt peilen wir mal so 70 an. Über all das informieren wir ausgiebig in unseren drei Info-Veranstaltungen. Danach erst gibt es die so genannte Bieter-Runde, Ende Januar in der Alten Feuerwache, wo man eben für Anteile an der SoLaWi in der Saison 2017 zusagen kann. Da sollte man gut im Bilde sein, damit wir nicht bei der Bieter-Runde alles noch mal erklären müssen. Die Vereinsmitgliedschaft kostet einen Mitgliedsbeitrag von 3€ pro Monat, die anderen Kosten werden ja wie schon beschrieben umgelegt. Und natürlich erklären wir auch, was wie viel kostet. 

 

Vielen Dank für das Gespräch.

 

Info Veranstaltung der SoLaWi Köln am Donnerstag, 12.01.17, 19 Uhr in der Melanchthon-Akademie, Kartäuserwall 24b, Eintritt frei.

 

 

Mehr im Netz

solawikoeln.wordpress.com

www.solidarische-landwirtschaft.org

Text: Judith Levold

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