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Südstadt-Moschee ohne Imam

Montag, 19. April 2010 | Text: Stephan Martin Meyer | Bild: Stephan M. Meyer

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Die Moschee an der Teutoburger Straße Ecke Alteburger Straße ist zur Zeit ohne Imam. Dem kleinen Verein wird von seinem Dachverband D?T?B jeweils für ein Jahr ein Imam zugewiesen. Ist die Gemeinde mit ihm zufrieden, dann wird der Vertrag für ein weiteres Jahr verlängert. Doch der letzte Imam war der Gemeinde zu streng, die Kinder und Jugendlichen kamen nicht mehr zur Koranschule. Deshalb hat sich der Verein zum Wechsel entschieden. Auf den neuen Imam wartet die Gemeinde jetzt gespannt.

 

Am Wochenende Hochbetrieb

 

Die Veysel Karani Moschee auf der Teutoburger Straße, am Kreisverkehr an der Alteburger Straße, ist ein eigenständiger Verein und gehört seit mehreren Jahren dem Dachverband D?T?B an. Der D?T?B (die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V.) kommt für die Miete der Räume auf, er bezahlt den Strom und das Wasser und vor allem bestimmt und finanziert er den Imam. Der wird zunächst für ein Jahr in der Moschee eingesetzt. Wenn die Gemeinde in dieser Zeit mit seiner Arbeit zufrieden ist, dann kann sein Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert werden. Danach wird er turnusmäßig durch einen neuen Imam ersetzt.

 

Die Gemeindemitglieder kommen fünfmal täglich zum Beten in der Moschee zusammen – streng nach Geschlechtern getrennt. Im Erdgeschoss befindet sich der Raum der Männer, im Keller beten und unterhalten sich die Frauen. Unter der Woche ist in den Räumen wenig Betrieb. Tagsüber kommen in erster Linie die Rentner, erst am Abend, nach der Arbeit, gehen auch die jüngeren Gemeindemitglieder ihren religiösen Pflichten nach.

Moslems aus ganz Europa

Samstags und Sonntags ist es dann deutlich voller, wenn Kinder und Jugendliche zum Koranunterricht kommen. Gemeinsam lernen die Kinder der ersten bis achten Klasse den Koran zu lesen, aber auch reguläre Schulfächer stehen hin und wieder auf dem Lehrplan. Denn in erster Linie sollen die Kinder dem Unterricht an den staatlichen Schulen folgen können. Dort sollen sie sich integrieren, indem sie Deutsch lesen und schreiben lernen. Nur wenn sie dann noch Kapazitäten frei haben, lernen sie Arabisch, um den Koran zu lesen.

Da der Verein zum Dachverband D?T?B gehört, liegt die Vermutung nahe, dass sich die kleine Gemeinde auf die türkische Variante des Laizismus konzentriert. Doch nicht alle Mitglieder sind türkischstämmige Migranten: Mazedonier, muslimische Serben und Albaner triff man hier ebenso an wie deutsche Moslems.

Zusammengewachsene Gemeinde

Durch den Bau der neuen Moschee in Ehrenfeld wird sich für die kleine Gemeinde nicht viel ändern. Sie werden weiterhin täglich in den eigenen Räumen beten. Der Sport mit den Kindern, die sozialen Dienste, die Krankenbesuche und die Gespräche mit Lehrern sind gut organisiert und außerdem ist die kleine Gemeinde im Laufe vieler Jahre zusammengewachsen.

Neben der kleinen Moschee auf der Teutoburger Straße gibt es in der Südstadt noch zwei weitere islamische Gotteshäuser. Am Sachsenring findet man die Hoca Ahmet Yesevi-Moschee, die dem Dachverband AT?B angehört. In Raderberg befindet sich auf der Marktstraße die Müsiad-Moschee.

Darüber hinaus ist jedes Jahr am 3. Oktober der Tag der offenen Moschee, der Interessierten die Möglichkeit zum Besuch und zu Gesprächen gibt. Am 11. August beginnt in diesem Jahr der Ramazan, am 9. September begeht die Gemeinde das Ende des Ramazans mit dem Zuckerfest. Das ist sicherlich eine gute Gelegenheit, in der Moschee vorbei zu schauen.

 

Und nächste Woche auf MEINE SÜDSTADT: Getrennte Welten hinter einer Tür. Ein Reporter und eine Reporterin besuchen die Veysel Karani Moschee.

Text: Stephan Martin Meyer

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