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Veedelsplanung mit den Bürgern

Mittwoch, 30. April 2014 | Text: Gastbeitrag | Bild: Dirk Gebhardt

Geschätzte Lesezeit: eine Minute

„BÜSIE“, das Bürgernetzwerk Südliche Innenstadt-Erweiterung (www.buesie.de), lud ein, und sechs Ratskandidaten kamen. Maria Tillessen (FDP), Marion Heuser (Grüne), Katharina Welcker (CDU), Michael Weisenstein (Die Linke), Andreas Henseler (Freie Wähler) und Walla Blümcke (SPD) stellten sich den Fragen der Bürger über den in den kommenden Jahren neu entstehenden Stadtteil. Die beiden Journalisten und Neuland-Aktivisten Judith Levold und Stefan Rahmann übernahmen für zwei Stunden die Moderation des Abends, stellten den Politikern Fragen zur Zukunft des 100 Hektar großen Projektes, das sich von Bayenthal über den Großmarkt bis zum Justizzentrum an der Luxemburger Straße erstreckt.
 
Was aber kann man von einer solchen zweistündigen Gesprächsrunde erwarten, die mit Politikern bestückt ist, die eigentlich alle mehr bezahlbaren Wohnraum in Köln fordern, für Bürgernähe und eine verbesserte Mobilität in der Stadt stehen? Konsens: alle Politiker befürworten, dass sich die Bürger aktiv in die Gestaltung dieses riesigen Areals mit einbringen. Jeder einzelne findet den Prozess spannend und ist sehr interessiert.
 
Fest steht, dass der Grüngürtel durch das gesamte Areal gezogen werden und dass 30 Prozent des zu schaffenden Wohnraumes – geplant sind 1500 Wohnungen – öffentlich gefödert sein soll. Zurzeit noch leben in der Nachbarschaft des Großmarktes 1700 Menschen. Zum Vergleich: In der benachbarten Südstadt zählt man auf der gleich großen Fläche 14.000 Kölner. Ratswille ist es, fünf interdisziplinär arbeitende Planungsbüros zu beauftragen, Entwürfe zu erarbeiten. Außerdem soll ein externer Moderator engagiert werden, der zwischen Architekten, Bürgern und Stadt vermitteln soll.
 
Die Bürger möchten und sollen mitbestimmen. Geplant ist, dass Workshops zu diversen Themen stattfinden, in denen Ideen, Konzepte und Visionen erarbeitet mit den Stadtplanern entwickelt werden. Das zurzeit nicht genutzte Bolder-Haus, in der Koblenzer Straße am Rande der ehemaligen Dom-Brauerei gelegen, soll, so wünschten es sich einige „Büsie“-Mitglieder, als ständiger Ort dienen, um die Bürgerideen zu entwickeln. Doch schwingt bei einigen Anwesenden die Furcht mit, dass die Stadt, die zum ersten Mal ein so groß angelegtes Stadtentwicklungsprogramm mit intensiver Bürgerbeteiligung planen und umsetzen will, die Gestaltungswünsche den Vorstellungen zukünftiger Investoren unterordnet.
 
Gelernt haben die Interessierten einiges: wer mitgestalten will, muss sich von Beginn an einmischen und sich qualifizieren, um mit den Stadtentwicklern, Verwaltung und Politikern auf Augenhöhe zu sprechen. Außerdem gilt es, miteinander zu arbeiten und Kompromisse einzugehen. Die Fragen jedoch bleiben: Wie werden die Kompetenzen verteilt, und wie soll dieser Prozess „angepackt“ und umgesetzt werden? Fest nur steht, dass Ende 2016 die Phase beginnt, in der aus Ideen und Konzepten erste Bebauungsplanverfahren hervorgehen sollen.

 

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Martin Stankowski „Alle dafür!

Text: Gastbeitrag

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