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Bildung & Erziehung

„Von Aliens und Monstern“ in der Bildungswerkstatt der FH
 Köln

Sonntag, 6. Mai 2012 | Text: Gastbeitrag | Bild: Barbara Siewer

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Wie erklärt man acht- bis neunjährigen Kindern, wie man einen Film dreht, ohne dass sie vor Langeweile und zu viel Theorie einfach abschalten und nicht mehr folgen wollen? Ganz einfach: Man lässt sie selbst den Film drehen. Und genau das geschieht momentan in einer Kooperation zwischen der FH Köln und der Grundschule KGS Mainzer Straße. Insgesamt 20 Studenten der Bildungswerkstatt Medien zeigen den Zweit- und Drittklässlern der Mäuseklasse, was es so alles zu beachten gibt bis die „Mäuse“ am Ende ihren eigenen Musikclip gedreht haben.

 

Gestartet wurde das Projekt mit einem Parcours in der FH, der den Kindern in sechs Stationen hautnah vermittelte, wozu und warum man ein Storyboard (1) anfertigt, Kostüme/Kulisse/Locations (2) mit Bedacht wählt, sich Gedanken zur Choreographie und zum Tanz (3) macht, wie Regie (4) geführt werden kann (und wie nicht), was die Kamera (5) so zu tun hat und wie man im Schnitt (6) am Ende alles zusammenführt und mit Ton unterlegt. Die Kinder durften alles ausprobieren und waren mit vollster Konzentration und Begeisterung dabei. Besonders geräuschvoll ging es im Regieteam zu: der ein oder andere Regisseur musste sich durch sein lautes Organ Gehör bei seinen „Schauspielern“ verschaffen, und auch mit den Regieassistenten ging es manchmal durch, wenn die Regieklappe zum Einsatz kam. Die Story für den Musikclip wurde schon vorab von der Mäuseklasse entwickelt und sollte sich in etwa so abspielen:

Es geht um eine Jungen- und eine Mädchengruppe, jede hat einen Anführer und sie streiten sich immer. Es kommt zum großen Eklat, eine Gruppe fällt in ein Loch, kommt dann auf einen fremden Planeten mit Monstern, Aliens und einem dunklen Wald. Die Gruppe hat Schwierigkeiten, dort klar zu kommen. Den Zurückgebliebenen wird dann sehr langweilig, und sie springen ebenfalls durch das Loch hinterher, versuchen die anderen zu finden. Gemeinsam bewältigen sie die Probleme, bauen sich dann eine Strickleiter, um zurück zu kommen und freuen sich am Ende unheimlich und tanzen gemeinsam.

Die ausgewählte Musik heißt „Kids“, und Leon weiß zu berichten: „Wir machen ein Musikvideo. Da tanzen wir dann, aber nur am Ende“. Die Choreographie dazu wurde schon fleißig einstudiert. Dass Kinder sehr pragmatisch, aber auch unheimlich kreativ an die Arbeit gehen zeigen ihre Kommentare: „Wir schneiden hier einen Film, wo die Szenen nicht so gut sind“, oder Dennis vom Kulissenteam „das ist ein Planet mit den Ländern, der ist erfunden“ und Helena kommentiert ihre Zeichnung eines gelben, fröhlichen Sterns „Die treffen meinen Stern da vielleicht als Freund“.

Professorin des Instituts für Medienpädagogik und Medienforschung, Dr. Angela Tillmann, ist sehr angetan von der Arbeit mit den „Mäusen“: „Neu ist, dass die Kinder auch hinter die Kulissen schauen. Bisher habe ich Kinder immer so eine Art Filmfest organisieren lassen. Wir möchten den Kindern zeigen, dass die Medienwelt nicht real ist, dass viel mit Fiktion, Kreativität und Tricks gearbeitet wird. Die Kinder sollen merken, dass hier manipuliert werden kann. So wächst das Verständnis dafür, und sie bekommen eine bessere Einschätzung für Medien“. Bisher ist dies das erste Filmprojekt des Instituts mit so jungen Kindern, und es bleibt spannend, was die Kinder am Ende aus der Bildungswerkstatt an Wissen und Eindrücken mitnehmen.

„Ich finde das super, dass die Kinder jetzt kennenlernen wie so ein Film entsteht. Sie können einzelne Stationen ausprobieren, sich dann später spezialisieren“, so der Klassenlehrer der Mäuseklasse Nico Stolz „Und hinterher werden dann alle Puzzleteile zu einem Ganzen zusammengesetzt“.

Am Ende dieses Tages war für jedes Kind klar, in welchem der sechs Teams es für den eigenen Film arbeiten wollte. Bevor der eigene Dreh an zwei ganzen Tagen im Mai beginnt, steht u.a. noch der Besuch des WDR Kinderstudios an. Dort lernen sie die professionelle Seite des Films dann auch noch etwas genauer kennen.

Silke Hallmann

Text: Gastbeitrag

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