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Kultur

Westwind: NRW-Spitzentheater in der Südstadt

Freitag, 18. März 2011 | Text: Doro Hohengarten | Bild: Tamara Soliz

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

„Das ist Spitzenkultur“, sagt NRW-Kulturstaatssekretär Klaus Schäfer über ein Event, das die Südstadt im Mai erwartet: Eine Woche lang findet dann in der Comedia in der Vondelstraße das renommierte Kinder- und Jugendfestival „Westwind“ statt. Das jährliche Treffen der Theaterszene, das 27. seiner Art, ist ein Forum, ein Austauschort für Schauspieler, Regisseure, Bühnen- und Kostümbildner, fürs Publikum aber vor allem ein Marathon spannender Aufführungen.

Vom 1. bis zum 7. Mai zeigen Profi-Ensembles aus ganz Nordrhein-Westfalen, aus Dänemark und Belgien ihre Produktionen. Adressiert sind sie, je nach Stück, an Kinder und Jugendliche von 2 bis 18 Jahren. Gezeigt werden die 11 „überzeugendsten und innovativsten“ Stücke, die eine dreiköpfige Jury aus 30 aktuellen Produktionen der Kinder- und Jugendtheater in NRW ausgewählt hat.

Über die Hälfte der Theaterstücke erlebt bei dem Festival ihre Uraufführung – ein Zeichen für die kulturelle Bedeutung von Westwind. Eine Jury aus Theaterleuten vergibt am Ende des Festivals den mit 10.000 Euro dotierten Wettbewerbspreis; daneben wählt eine Kinder- und Jugendjury den Publikumsliebling.

Bei der Stadt ist man stolz, dass das Wanderfestival dieses Mal in Köln Station macht: „Es ist ein echtes Aushängeschild für uns“, kommentierte Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes bei der Präsentation des Programmes am Dienstag. Für Comedia-Leiterin Jutta M. Staerck spiegelt die Auswahl der Stücke die allgemeine Tendenz im Kinder- und Jugendtheater wieder: „Theater wird für ein immer jüngeres Publikum gemacht. Es gibt viele spannende Stücke bereits für das Kindergartenalter und davor.“ Durch die Verjüngung würden die Stücke zunehmend interaktiv, spielten in kleineren Räumen.

Ein Beispiel ist die Produktion „Ha zwei oohh“ des Helios Theaters Hamm. In der 30-minütigen Produktion wird nicht gesprochen, dafür reichlich getropft, geplätschert, gepantscht und gezischt. Schmelzende Eisplatten sind der Ausgangspunkt für ein fantasiereiches Spiel der Schauspieler mit dem Wasser – für die Neugierde von Kindern ab zwei genau die richtige Nahrung.

Doch auch für Jugendliche bietet das Festival Denkstoff. Das Rheinische Landestheater Neuss bringt mit „2050 – Ein Tag im November“ einen Science-Fiction-Stoff auf die Bühne. Es geht um Lia, die eines Tages von ihrem Vater in einen Privatbunker gebracht wird, bevor die Welt in einer Flut versinkt. Die haben letztlich wir, heute, hier, verursacht, und Lia tritt per Gedankenübertragung in Dialog uns – wird es ihr gelingen, uns, die Verursacher, zum Umdenken zu bewegen und die Katastrophe abzuwenden?

Dass das Festival nicht nur ein Ort für die künftige Bildungselite sein soll, war Elfi Scho-Antwerpes wichtig. Sie betonte, dass sich das Angebot auch an sozial schwächere Kinder und Jugendliche richten müsse und appellierte an Festivalleitung und Comedia, entsprechende Schulen gezielt anzusprechen. Ähnlicher Meinung war  Kulturstaatssekretär Schäfer: „Kinder- und Jugendtheater ist etwas für alle“, betonte er, „ein wichtiger Ort, um sich selbst und die Kunst kennenzulernen“. Interessant sei Kinder- und Jugendtheater übrigens nicht nur für die Zielgruppe: „Auch für mich als Vater: Ich kann etwas über die Gedankenwelt meines Kindes erfahren“. Das Land steuert 138.000 Euro zu Westwind bei.

Das komplette Programm des Festivals werden wir bei Meine Südstadt vor dem Festival vorstellen. Außerdem berichten junge TheatermacherInnen während des Festivals im Westwind-Blog auf unserer Seite täglich über die Vorführungen – auch eure Eindrücke sind dort gefragt!

Wer schon jetzt neugierig ist und Karten vorbestellen möchte, findet das komplette Programm und Infos zur Kartenbestellung auf www.westwind-festival.de

 

Text: Doro Hohengarten

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