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Politik

Wir sind Charlie – #CharlieHebdo

Mittwoch, 7. Januar 2015 | Text: Jörg-Christian Schillmöller | Bild: meinesüdstadt

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

„Meine Südstadt“ bekennt hiermit Farbe. Wir erklären uns ausdrücklich und geschlossen solidarisch mit den Journalisten des französischen Satire-Magazins „Charlie Hebdo“, das Ziel eines brutalen Anschlags wurde. Drei maskierte und schwer bewaffnete Täter haben die Redaktion der Zeitung in Paris überfallen und dabei mindestens zwölf Menschen erschossen. Zu den Opfern zählt auch der Chefredakteur des Blattes, Stéphane Charbonnier, in der Szene nur bekannt als „Charb“.

 

„Charlie Hebdo“ ist wegen seiner wiederholten, islamkritischen Texte und Mohammed-Karikaturen schon in der Vergangenheit bedroht worden. Im Jahr 2011 gab es bereits einen Brandanschlag auf das Blatt. Die Täter hatten sich offenbar ganz bewusst ihren Tag gewählt, denn immer mittwochs hält „Charlie Hebdo“ die Redaktionskonferenz ab. Und die neue Ausgabe erschien, auf deren Titel der Schriftsteller Michel Houellebecq zu sehen ist. Sein neuer Roman ist ein heißes Eisen und soeben erschienen. Darin geht es um ein Frankreich im Jahr 2022, das von Islamisten regiert wird.

 

Unser Portal verurteilt den feigen, gewalttätigen Anschlag in aller Schärfe. Es handelt sich um einen Angriff auf die Grundrechte, die unsere Gesellschaft ausmachen. Das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Pressefreiheit sind Säulen der Demokratie – denen sich auch „Meine Südstadt“ besonders verpflichtet sieht.

 

Inzwischen haben wir die Journalistin und Autorin Ingrid Müller-Münch erreicht. Sie sagte uns am Telefon: „Ich bin absolut schockiert. Wenn es so weit geht, dass wir als kritische Journalisten nicht mehr gegen wen auch immer schreiben können, dann weiß ich nicht, wo das hinführen soll. Wenn wir Angst haben müssen, eine bestimmte Position zu vertreten und ein bestimmtes Thema zu karikieren, dann ist das das Ende des freien Journalismus.“

 

Für uns schrieb der Kölner Kabarettist Jürgen Becker eine Stellungnahme zu dem Anschlag – auch er findet klare Worte und überschreibt seine Haltung mit den Worten:

 

Nicht einknicken!
Die Satire ist wesentlich älter als das Christentum und der Islam und bedeutet Verspottung durch Überspitzung und Kritik. Aber ihre Blüte erlebte sie seit der Epoche der Aufklärung: Geisteswissenschaft, Naturwissenschaft und Religion werden rational hinterfragt, kritisiert. Die Kirche wäre heute nicht so human ohne den Spott der Aufklärung, ohne diesen kräftigen Tritt vor´s Schienbein.
Unsere abendländische Kultur fußt auf dem Geist der Aufklärung, und somit sind Satire und Religionskritik geradezu staatsbürgerliche Pflicht und die Voraussetzung für Religionsfreiheit. Wer in einer multireligiösen Gesellschaft leben will, muss akzeptieren, dass andere seine religiösen Überzeugungen für völlig abstrus halten und darüber lachen. Im übrigen sind Religion und  Humor enge Verwandte. Beide versuchen, die Dinge anders zu sehen, als es die Vernunft nahelegt. In diesem Sinne sage ich: Chapeau Charlie Hebdo! Jetzt erst recht.

Jürgen Becker
(Kabarettist)

 

 

Auch wir im Team von „Meine Südstadt“ haben uns gefragt, wie wir unsere Empfindungen über den Anschlag in Worte und Bilder fassen könnten. Und ob das überhaupt geht. Unser Zeichner Thorwald Spangenberg hatte eine ganz einfache, klare Idee dazu. „Mich macht es bildlos“, sagte er. Und dass seine Gedanken in Paris sind – wo, wie er betont, auch seine Kollegen umgekommen sind.

 

 

 

Text: Jörg-Christian Schillmöller

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