×
In eigener Sache

Dir gefällt unsere Arbeit?

meinesuedstadt.de finanziert sich durch Partnerprofile und Werbung. Beide Einnahmequellen sind in den letzten Monaten stark zurückgegangen.
Solltest Du unsere unabhängige Berichterstattung schätzen, kannst Du uns mit einer kleinen Spende unterstützen.

Paypal - danke@meinesuedstadt.de

Aufgeschnappt: Last Chance: Lottas Adventskalender +++ Auch 2022 heißt es wieder „eins zum anderen“ +++ Gotland für Gotland e.V. in Direktvergabe +++ Neueröffnung: Aus Kabul wird S-Bar +++ Neueröffnung: Café SchnickSchnack +++

Sport

„Ach… nichts“ – der 13. Spieltag

Sonntag, 20. November 2011 | Text: Frank Diederichs | Bild: Design Work

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Die Gedanken sind frei – und das ist auch gut so… Mit Gewalt-, Sex- und anderen Phantasien kann man nämlich sein Leben durchaus versüßen, der Wirklichkeit entfliehen, sich schöne Gefühle machen. Voraussetzung ist, man behält diese Gedanken für sich, ansonsten ist der schöne Frieden dahin, den man eben noch durch Phantasie-Spielereien erreicht hat. Intuitiv machen das die meisten Menschen auch richtig und antworten auf die Frage „Was denkst Du gerade?“ mit „Ach… nichts“ – das ist die richtige Antwort, wenn jemand von außen kommt und in die Gedankenwelt eines anderen einbrechen will.

Falsche Antworten wären zum Beispiel: „Ach, weißt Du, ich hab dem Typen da hinten auf den Hintern geguckt und hätte einfach gerne Sex mit ihm, anstatt mich mit Dir zu unterhalten (zu langweilen).“ Oder in der Kurzfassung: „Geiler Arsch!“ Oder: „Ich hab mich einfach mal dem Gedanken hingegeben, wie es wohl wäre, Dich und die Kinder zu verlassen, nur noch die Hälfte zu arbeiten und die Welt zu bereisen.“ Oder in der Kurzfassung: „Ich hol‘ mal Zigaretten.“ … Um es kurz zu machen, es gibt unzählige falsche Antworten – und eine richtige: „Ach… nichts“ – zumindest gilt das, solange man seine Ruhe haben will.

Allerdings: Wenn die Phantasien und Gedanken die privaten und persönlichen Ebenen verlassen, sollten (nein müssen!) sie laut geäußert werden. Zum Beispiel (und hier nur jeweils die Kurzformen): Fuck FDP. BILD lügt. Der EXPRESS auch. HaHaHa…HSV… Beim Verfassungsschutz sitzen nur Bratwürste. Diese Form der geäußerten Gedanken können gar nicht banal (und damit auch richtig) genug sein – und sie schaffen keinen Unfrieden sondern Konsens, auch wenn es sich dabei um Erkenntnisse handelt, die weit über zwanzig Jahre alt sind…

Wer bis hierhin gelesen hat, wird sich langsam fragen, was das alles mit dem 13. Spieltag zu tun hat. Und ich kann nur sagen: eine ganze Menge. Habe ich einleitend nicht geschrieben, dass Gewalt-, Sex- und andere Phantasien das Leben versüßen können?!?! Taucht die Phantasie und mit ihr die Bilder und die meist schöne „Innenwelt“ nicht gerade dann auf, wenn die Wirklichkeit hart und rau ist?!

Also hatte ich am Samstagnachmittag, als der ruhmreiche SV Werder Bremen sang- und klang- und gnaden- und niveaulos gegen Gladbach unterging, eine herrliche Zeit. Und dass, obwohl ich zudem mit Fieber im Bett lag. Vielleicht hat auch die hohe Temperatur dazu beigetragen, dass es da, wo ich in Gedanken war, besonders schön war. Nur die eingehende Flut an SMS von Freunden, die FC-Fans sind (ist das nicht ein Widerspruch in sich? Ach, darüber werde ich mir bei der nächsten Werder-Niederlage Gedanken machen – nächste Woche, wenn es gegen die Schwaben-Schwuchtel-Bande vom schönen Bruno geht) riss mich immer wieder raus… Da fällt mir auf, dass diese vermeintlichen (oder sollte ich besser schreiben: vermeidlichen) Freunde immer nur schreiben, wenn der SVW verliert…

Egal, das Gute war, dass ich gerade wieder in der Gegenwart ankam, als der BVB in einem „typischen 0:0-Spiel“ (Heynckes) gegen die Bayern mit 1:0 siegte. So schlimm war dann die Wirklichkeit gar nicht mehr, in der Werder in einem typischen 0:5-Debakel unterging und Köln gar nicht erst spielte.

Doch halt, der Grund, warum der FC nicht zum Spiel fand, ist wirklich schrecklich – und wie auch schon am letzten Spieltag lag es am Schiedsrichter, nur fand dieses Mal ein echtes Drama statt: Babak Rafati versuchte sich selbst zu töten. Babak Rafati versuchte auch schon seit vielen Jahren Fußballspiele zu leiten und er gehörte für mich – wie Michael Weiner – zu jenen Schiedsrichtern, die alle gleich benachteiligten.

Seit Robert Hoyzer, Manfred Amarell und Michael Kempter denken selbst phantasielose Menschen an Bestechung, Erpressung, Steuerhinterziehung, Sex-Spiele unter schwulen Schiedsrichtern, Depressionen, etc. wenn sie
das Wort „Schiedsrichter“ hören. Dass sich Babak Rafati selbst töten wollte, eröffnet das weite Feld der Phantasie, aber ich werde dazu nichts schreiben. Und für den Fall, dass ich gefragt werde, an was ich gerade denke, werde ich sagen: „Ach… nichts.“, denn es gibt auch Gewalt-, Sex- und andere Phantasien, die das Leben nicht versüßen.

In diesem Sinne: Eine gute, bessere, schöne Woche!
 

Text: Frank Diederichs

In eigener Sache

Dir gefällt unsere Arbeit?

meinesuedstadt.de finanziert sich durch Partnerprofile und Werbung. Beide Einnahmequellen sind in den letzten Monaten stark zurückgegangen.

Solltest Du unsere unabhängige Berichterstattung schätzen, kannst Du uns mit einer kleinen Spende unterstützen.

Paypal - danke@meinesuedstadt.de

Artikel kommentieren

Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen. Ich stimme zu, dass meine Angaben und Daten zur Beantwortung meiner Anfrage elektronisch erhoben und gespeichert werden. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an kontaktnoSpam@meinesuedstadt.de widerrufen.

Meine Südstadt Partner

Alle Partner

Meine Südstadt Service


Parkstadt Süd

Parkstadt Süd – Info-Homepage der Stadt ist online

Eifelwall wird für Autoverkehr gesperrt

Parkstadt Süd: Stadtteilbüro öffnet

Aufgeschnappt

Last Chance: Lottas Adventskalender

Auch 2022 heißt es wieder „eins zum anderen“

Gotland für Gotland e.V. in Direktvergabe

Die Südstadt auf Instagram.