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Kultur

Auf ein paar kleine Kölsch mit Stephan Martin Meyer

Mittwoch, 5. Januar 2011 | Text: Kathrin Rindfleisch | Bild: Dirk Gebhardt

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Stephan Martin Meyer lebt und arbeitet in der Südstadt. Er ist freier Texter , Autor von Jugendromanen und Kurzgeschichten und versucht sich an Drehbüchern. Als Mann der ersten Stunde hat er für Meine Südstadt schon unzählige Reportagen, Portraits, Artikel und Kolumnen verfasst. Seit Dezember 2010 nun ist ein imposanter Bildband zum Südlichen Afrika in den Läden, dem der mit südlichen Gefilden bestens vertraute Stephan den Text zu atemberaubenden Bildern verliehen hat. Nebenbei steht brandaktuell für 2011 ein Buchprojekt an, in dem wieder Afrika eine Hauptrolle spielt, und diesmal wird Stephan Martin Meyer wirklich da gewesen sein…! Grund genug, ihn zu seinen Afrika-Projekten zu befragen und etwas zu erfahren über die spannende Reise auf diesen beeindruckenden Kontinent, die für den Südstädter in diesem Jahr ansteht!
 

Stephan, der sehr aufwendig gestaltete Bildband „Afrikas Süden“ ist eine Gemeinschaftsproduktion mit 17 Fotografen, die auf beeindruckende Art und Bildweise einen Einblick in ihr persönliches Afrika geben. Der unterhaltsame und sehr informative Text zu den Bildern aus Südafrika, Sambia, Simbawe, Nigeria und Botswana stammt von Dir – ohne dass Du jemals selbst dort warst?!

Stephan M. Meyer: Ja! Tatsächlich habe ich mit viel Recherchearbeit und einem großen Interesse an und Neugier auf diesen Kontinent alles Wissenswerte, Imposante und Kritische zusammengetragen und für den Bildband in Worte gefasst. Die Seiten des Auswärtigen Amtes waren mir dabei genauso sehr eine große Hilfe, wie aktuelle Reiseberichte und Reiseführer. Ein Land wie Botswana beispielsweise ist an Reiseführern nicht ganz so umfangreich ausgestattet wie, sagen wir die Toskana. Es gibt vielleicht einen, oder zwei. Aber die sind dann von echten BotswanaKennern geschrieben. Die Richtigen also, um mir ein Bild von diesem Land machen zu können. Ich bin diesem Buchprojekt sehr dankbar, denn es hat mich neugierig gemacht. Und nach unendlichem Artenreichtum in der Tierwelt, grandiosen Wasserfällen, unzähligen Völkern und Sprachen und nicht zuletzt dem riesigen Fluss, der einfach in der Wüste verdunstet, bin auch ich ihr nun verfallen, der Faszination Afrikas!

Umso größer dann die Freude über Dein nächstes Buch-Projekt: die Co-Autorenschaft eines weiteren Buches, das Afrika zu Thema hat.

Ja, über diesen Auftrag freue ich mich sehr, geht er doch einher mit einer Recherchereise zu den Schauplätzen des Buches. Das Buch – nur so viel sei verraten – beschäftigt sich mit in einer Gegend Afrikas, die noch recht unerschlossen ist und so werde ich wohl festes Schuhwerk, ausreichend Impfstoff und jede Menge Abenteuerlust im Gepäck haben, wenn ich die Reise im kommenden Sommer antrete.

Deine Leidenschaft sind Jugendromane. Du hast bisher zwei geschrieben, beide unveröffentlicht. Wird das Afrika-Buch auch ein Jugendroman und was reizt Dich an diesem Thema so besonders?!
Nein, das neue Buch richtet sich an Erwachsene. Die Idee zu dem Buch stammt von einem Afrikakenner, der eine sehr spannende Idee entwickelt hat, selber aber nicht die Zeit zum schreiben hat. Das übernehme ich und ich freue mich sehr und nehme mit Spannung diese Herausforderung an. Tatsächlich liegt mir persönlich das Thema „Jugendroman“ sehr am Herzen. Aus eigener Erfahrung und dem, was ich von Jugendlichen mitbekomme, gibt es auf dem Markt bedauerlicher Weise viel zu wenig Stoffe, die sich mit der Gefühlswelt Jugendlicher beschäftigt bzw. in dem natürlich und ungezwungen mit den Themen Nummer Eins für Jugendliche, Liebe und Sex, umgegangen wird. Den Erfolg der amerikanischen Autorin Stephenie
Meyer (mit der mich bis auf den Namen wirklich nix verbindet!) beobachte ich dabei nicht ohne Sorge. Ihre Vampirgeschichten liegen nämlich einem, sagen wir mal „überschaubaren“ Beziehungsideal zugrunde: man spart sich so lange für Den Richtigen auf, bis man weiß: mit ihm nun bis zum Tod. Mein Beziehungsbild bzw. meine Vorstellung von einer gesunden, sexuellen Entwicklung ist von diesem Ideal meilenweit entfernt, denn für mich gehört ausprobieren dazu. Und eben noch nicht wissen, wer der Richtige ist. Sich selbst entdecken und kennenlernen und das ist es, was ich den Jugendlichen, auf unterhaltsame Art und Weise, mit auf den Weg geben möchte.

Du hast das Erzählen von Geschichten von der Pieke auf gelernt. Die Seele einer Geschichte erfassen und die Fähigkeit, sie so zu plotten, dass sie funktioniert, bevor sie geschrieben wird, bedarf einer sehr guten Ausbildung. Wer hat Dir dieses Rüstzeug mit auf den Weg gegeben?
Ich hatte das große Glück, im Kölner Filmhaus unter der Leitung von Ron Kellermann und Christine Diersing zu lernen, wie man Geschichten erzählt. Dabei beeindruckt mich bis heute, dass schon die Menschen in der Antike die gleiche Liebesgeschichte erzählt haben, die uns heute noch anrührt. Da ist kein Zufall, eine gute Geschichte funktioniert seit jeher nach den gleichen Prinzipien. Und will man gerade aus der klassischen Form ausbrechen, muss man sie erst recht kennen, die Grundprinzipien einer guten Geschichte.
 

Aber ist das Schreiben einer Geschichte nicht dann auch ein stückweit langweilig, schließlich hat man bestenfalls die Geschichte im Kopf stehen, bevor man anfängt, sie niederzuschreiben?
Und das ist eben das Wesen einer guten Geschichte: wir können noch so viel planen und im Kopf konstruieren, doch sobald die Figuren auf dem Papier lebendig werden, machen sie ihr eigenes Ding! Ich finde das immer wieder spannend, weil ich nicht weiß, ob mir eine Figur nun doch die ganze Geschichte noch zerhaut.

Das hört sich ja gerade so an, als seien die Figuren eigenständige Persönlichkeiten?!

In gewisser Weise sind sie das auch! Der aufwendigste Teil einer Geschichte ist die Entwicklung seiner Charaktere. Die einzelnen Figuren müssen so plastisch und lebendig vor meinem geistigen Auge sichtbar werden, dass sich gar nicht die Frage
stellt, ob die ihre Handlung innerhalb der Geschichte real ist. Wenn ein Charakter steht, lasse ich ihn einfach agieren. Und so geht dann etwa die Protagonistin eben nicht, wie von mir angedacht, in den Wald, sondern trifft auf einen alten Mann, der sie genau davor warnt. Die Ethik und Wertevorstellung, die ich dieser Figur bei ihrer Entwicklung zugesprochen habe, würde ihr nicht gestatten, den Mann einfach zu ignorieren. Ich finde es einfach ungemein spannend, mich von meiner eigenen Geschichte überraschen zu lassen!

Das hört sich wirklich spannend an! Gibt es neben dem Afrika-Projekt in diesem Jahr noch eine Geschichte von Dir, der wir mit Spannung entgegen sehen können?!
Oh ja! Ich arbeite zur Zeit mit einer Illustratorin an meinem ersten Bilderbuch für Kinder! Eine schöne Geschichte in wirklich umwerfenden Bildern erzählt! Ich bin ganz begeistert, meine Geschichte so zum Leben erweckt zu sehen! Mal sehen, ob meine Freude daran noch in diesem Jahr von Kindern und ihren Eltern geteilt werden kann, ich halte Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden…!

Vielen Dank für das Gespräch und die drei….äh…vier…Kölsch!

Weitere Infos zum Autor Stephan Martin Meyer unter www.stephan-martin-meyer.de und zum aktuellen Buchprojekt „Afrikas Süden“ hier.
 

Text: Kathrin Rindfleisch

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