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Bildung & Erziehung Politik

Bildungswoche Teil 3: Barbara Moritz kommentiert

Dienstag, 7. September 2010 | Text: Gastbeitrag | Bild: Dirk Gebhardt

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Wie lange sollen Kinder gemeinsam lernen? Wann, wenn überhaupt, macht eine Aufteilung in Gymnasiasten, Real- und Hauptschüler Sinn? Das will MEINE SÜDSTADT in dieser Woche von Schüler, Eltern, Lehrer und Politikern wissen. Das Ziel: herauszufinden, in welche Richtung sich die Schullandschaft im Kölner Süden entwickeln soll. Denn über Schulzusammenschlüsse und die Einrichtung von Gemeinschaftsschulen sollen künftig die Schulen und Städte selbst entscheiden. So sieht es die Bildungsreform der NRW-Landesregierung vor. Heute geben wir mit Barbara Moritz einer Stimme der Stadtpolitik das Wort. Die Südstädterin ist Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kölner Rat.

 

„Wir Grüne setzen uns seit langem für die Schule für Alle ein, um endlich das Ziel der Chancengleichheit und Integration zu erreichen. Wichtige Grundlage hierfür ist eine Grundschule, die darauf vorbereitet.

 


Die heutige Grundschule ist eine Schule für alle. Sie beweist, dass gemeinsames Lernen zu guten Erfolgen führt. Überall an den Grundschulen findet man engagierte und auch experimentierfreudige Lehrerinnen und Lehrer, die nicht ín alten Mustern verharren, sondern sich offen zeigen für neue Wege und in differenzierter Unterrichtsweise alle Kinder versuchen, individuell zu fördern.

Freiarbeit und Wochenpläne, mit denen die Kinder ihre Lernfortschritte nach ihrem Vermögen organisieren können, jahrgangsübergreifende Klassen, in denen ältere Kinder die Jüngeren unterstützen sind Methoden, die in der Grundschule zu allererst erprobt wurden. Hier wurde über die Übermittagsbetreuung die offene Ganztagsschule eingeführt, auch das gemeinsame Lernen von behinderten und nichtbehinderten Kindern hat in der Grundschule seine Anfänge gemacht.

 

Was mir am derzeitigen Grundschulsystem nicht gefällt, ist die Verteilung der Kinder auf weiterführende Schulen mittels Gutachten, weil der Leistungsdruck besonders im 4. Schuljahr enorm zunimmt.

Hier besteht die Gefahr, dem einzelnen Kind nicht gerecht werden.
Insbesondere im Hinblick auf die Wahl zwischen einer Schule für alle (gemeinsames Lernen) und dem Gymnasium sollte diese Entscheidung wieder allein den Eltern übertragen werden.

Das dreigliedrige Schulsystem ist international isoliert und wird den Bedürfnissen der Schüler nicht mehr gerecht. Niemand wählt heute  mehr freiwillig die Hauptschule als weiterführende Schule, weil er zurecht fürchtet, sein Kind habe mit dieser Wahl schlechtere Chancen.

Ob es bei vier Jahren Grundschulzeit bleiben soll oder ob Grundschulzeit verlängert werden soll, sollte man nicht dogmatisch sehen. Das hängt u. a. von der Ausgestaltung der Sekundarstufe 1 ab. Viel wichtiger ist die innere Schulreform:  kleinere Klassen und mehr Lehrpersonal müssen die Qualität der Förderung steigern.

Grundsätzlich bin ich aber der Ansicht, dass längeres gemeinsames Lernen gut für die Kinder ist und in keinem Fall einen Nachteil darstellt. Diese erste (grund-) schulische Entwicklungsphase ist von großer Bedeutung. Hier wird neben dem Erlernen von Schreiben, Rechnen und Lesen die soziale Identität gestärkt, gefördert oder manchmal auch erst gefunden. Hier entwickelt sich die Verknüpfung der eigenen Persönlichkeit mit der der anderen. Hier werden die sozialen Weichen gestellt. Hier soll aber auch die Freude am Lernen geweckt werden.

Je länger diese erste gemeinsame Zeit des Lernens ist, umso stärker können die Kinder in die zweite Lernphase auf der weiterführenden Schule gehen.“

 

Barbara Moritz

 

Weitere Artikel und Kommentare im Themenschwerpunkt Wie lange gemeinsam lernen? bei MEINE SÜDSTADT:

 

Die Bildungswoche auf MEINE SÜDSTADT

Bildungswoche Teil 1: Auf einen Milchkaffee mit Vincent Schmidt

Bildungswoche Teil 2: Von wegen „Durchlässigkeit nach oben“

Text: Gastbeitrag

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