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Kultur

„Bei jedem Gast fragen wir uns: braucht der einen Text oder nur `ne Weinschorle?“

Montag, 23. Juli 2018 | Text: Markus Küll | Bild: Oliver Köhler

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Das ehemalige Schnörres ist jetzt „Weinladen“ und lädt zu „Wein ohne Dresscode“ ein: Stephanie war Sommelière bei Gordon Ramsay, Sebastian hat seine Liebe zum Sauvignon Blanc im Sabbatical in Neuseeland entdeckt und deswegen Weinbetriebswirtschaft studiert. Jetzt sind die beiden die Gastgeber im neuen „Weinladen“ in Ferkulum. Meine Südstadt stellt die Beiden, Ihre Leidenschaft für Wein und ihre Vision von einer „Weinkneipe“ für das Viertel vor.

Weinladen im Ferkulum

St.Pauli, Südstadt und zurück

Am Ende des Abends ist es wie eigentlich immer in einer Südstadt-Kneipe: Man ist mit den Gästen zwei Tische weiter ins Gespräch gekommen, tauscht sich über die Stadt, die uns alle verbindet und den dahinterliegenden Rest der Welt aus. „So etwas wie der Weinladen hat in der Südstadt wirklich noch gefehlt!“ sagt Tom und nippt am Birnen-Sekt. Obwohl der Laden erst seit einigen Wochen offen ist, treffen sich schon die ersten Stammgäste und verlassen sich auf die –manchmal überraschenden – Empfehlungen von Stephanie und Sebastian.
Sich von Stephanie und Sebastian beim Trinken betreuen zu lassen, ist dringend zu empfehlen, denn beide wissen genau, was sie tun. Sebastian Eckert, der neue Gastgeber im Kölner „Weinladen“, kommt eigentlich aus der Oberpfalz. Den Umstand, daß er nach dem Abi nicht wusste was er tun sollte, hat er bestens genutzt. Während eines Sabbaticals hat er auf Reisen gemerkt, „daß für eine gute Flasche Wein auch bei knapper Kasse immer Geld da war.“ Und er hatte damit sein Lebensthema gefunden. Praktika auf Weingütern und ein Studium der Weinbetriebswirtschaft folgten – und darauf der Einstieg bei Jacques Weindepot, bei dem er den Weinhandel in einer großen Dimension kennenlernte.

Stephanie Döring & Sebastian Eckert - Weinladen Köln

Stephanie Döring, deren „Baby“ www.weinladen.de und die beiden „Weinladen“-Bars in Hamburg und Köln sind, pendelt aktuell zwischen St. Pauli und der Südstadt. Das Pendeln ist sie gewohnt: Nachdem die „grottenschlechte Schülerin“ die Schule geschmissen und ihre Liebe zur Hotellerie gefunden hatte, war sie u.a. als Sommelière im renommierten Hamburg Luxus-Hotel Louis C. Jakob und zwei Jahre für Gordon Ramsay zunächst in London und dann auch weltweit tätig. Zusammen mit dem Hamburger Master-Sommelier Hendrik Thoma startete sie 2009 mit Tvino den ersten „Video-Commerce“-Kanal für Wein. Bereits 2013 experimentierte sie mit einem Pop-Up-Store in Hamburg und eröffnete 2014 der ersten „Weinladen“ als permanentes Konzept – vor allem um junge Menschen für das Thema „Wein ohne Dresscode“ zu begeistern.

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Freundliche Kölner Verwaltungsüberraschung

Köln kannte Stephanie bereits aus ihrer Zeit im Hyatt in Deutz. Und überraschenderweise war es die Kölner Verwaltung, die das Ankommen in der Südstadt erleichtert hat: anders als in Hamburg ist es in Köln kein Problem, zwei Parkplätze vor dem Weinladen als Außengastronomie zu nutzen. „Als wir das in Hamburg mit dem Senat besprechen wollten, haben die uns nur mit dem Blick angeschaut, als wollten sie sagen „Was habt Ihr denn geraucht?“, sagt Stephanie mit dem für sie typischen herzlichen Lachen. Mit dem ehemaligen „Schnörres“ im Ferkulum hat sie die ideale Location gefunden für ihr Konzept, eine Mischung aus Weinverkauf und Weinbar zu eröffnen – und Weintrinker/innen machen ja auch weniger Krach.

Weinladen im Ferkulum

Bei aller Erfahrung und Professionalität wirken Stephanie und Sebastian vor allem wie Enthusiasten, denen es darum geht, Winzer und Weine, von denen sie begeistert sind, vorzustellen. Sebastian sieht Ungarn als „das kommende Weinland“ und Stephanie empfiehlt die Wiederentdeckung vergessener Rebsorten wie Silvaner und Scheurebe – oder eben den Birnen-Sekt von Bordelet.

Weinladen im Ferkulum

Kombi aus großem Händler und kleinen Besonderheiten

Hinter dem „Start-Up“ weinladen.de steht als Invstor Hawesko, Deutschlands größter Weinhändler. „Allerdings bedienen wir uns sehr wenig aus dem riesigen Sortiment, das meiste sind Winzer, die wir selber entdecken und gut finden“, sagt Stephanie. Um den Gästen ihre Weinentdeckungen möglich zu machen, hat Stephanie ein einfaches Preismodell entwickelt: Alle Flaschen, die im „Weinladen“ in den Regalen stehen, können gegen ein Korkgeld von zehn Euro in der ebenso coolen wie gemütlichen Weinbar getrunken werden. Da das einzelne Glas pauschal fünf Euro kostet, eine klare Empfehlung für gemeinsame Besuche mit Freunden auf eine Flasche. Das aus der einen Flasche schnell eine zweite wird, liegt nicht zuletzt an den Gastgebern Stephanie und Sebastian, die ihr profundes Wissen sehr sensibel und humorvoll einsetzen. Stephanie bringt es so auf den Punkt: „Bei jedem Gast fragen wir uns: Braucht der einen Text oder nur `ne Weinschorle?“ Beides – und dazu noch Weine, deren Entdeckung sich lohnt, gibt es ab sofort im Weinladen.

Weinladen Südstadt
, Im Ferkulum 30, 
50678 Köln
Dienstag bis Freitag von 14:00 bis 22:00 Uhr, 
Samstag von 12:00 bis 22:00 Uhr

Sonntag und Montag geschlossen
Reservierungen unter Telefon: 0221 / 168 52 257 oder Mail: hallo@weinladen.de

P.S.: Die aktuelle Empfehlung für das Getränk zu den lauen Südstadt-Nächten von Stephanie und Sebastian: 2017er Scheurebe, Katharina Wechsler, Rheinhessen

Text: Markus Küll

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