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Kultur

Cornel Wachters Veedel

Sonntag, 5. Oktober 2014 | Text: Aslı Güleryüz | Bild: Tamara Soliz

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Cornel Wachter ist ein Südstädter wie er leibt und lebt. Im Veedel geboren und aufgewachsen, bewegt er sich heute „eigentlich nur auf drei oder vier Straßen der Südstadt“.
Für sein Veedel ist der Maler und Bildhauer stets unterwegs. Ein besonderes Anliegen sind ihm die Menschen, die in der Südstadt leben und die, die hier gelebt und gewirkt haben. An sie möchte er immer wieder erinnern und ihr Vermächtnis lebendig halten. Und so überrascht es nicht, dass Cornel Wachter auch die „Kölsche Filmmatinée“ im Odeon Kino ins Leben gerufen hat. Am zweiten Sonntag im Monat werden im Odeon Filme aus Köln oder von und mit Kölnern gezeigt.

Doch Cornel Wachter ist rastlos und immer mit offenen Augen im Leben unterwegs. Am Montag lädt er um 19 Uhr in die Eisdiele „Il Gelatiere“ in die Severinstraße 19 zu einem Gesprächsabend ein: „Klaav im Vringsveedel“.
Meine Südstadt hat nachgefragt, was es damit auf sich hat.

Meine Südstadt: Wie kam es zu der Idee eines Gesprächsabends in einer italienischen Eisdiele?
Cornel Wachter: Kürzlich hatte ich eine Kunstausstellung im Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen. Dort kam es zu einer Szene, die mich inspiriert hat. Ein Bild der Ausstellung hat die Betrachter in den Bann gezogen und zu Diskussionen angeregt. Das Bild zeigt vier Italiener, die aus einem offenen Abteilfenster der Deutschen Bahn auf den Ankunftsbahnhof ihrer 1960 erstmals angetretenen Reise in das „fremde Leben“ – Deutschland bzw. Köln – prüfend, erwartungsvoll, unsicher und tastend blicken. Das Bild wirft die Frage nach unserem aktuellen Blick auf Fremde auf. Allen hat das Bild gefallen, alle haben darüber geredet und Diskussionen sind entstanden. Da dachte ich, an dem Punkt muss ich weiter machen.

Wer soll am Montag kommen?
Alle, die neugierig sind und kommen möchten. Für mich ist das eine Art Unterricht, weil ich vieles lerne. Ich möchte andere an der Neugierde Teil haben lassen.

Über was wird gesprochen?
Angefangen hat alles mit der Kölschen Filmmatinee. Ich wollte immer eine Reihe anfangen, mit Menschen aus dem Veedel reden – ob Nonnen oder Italiener. Im April dieses Jahres wohne ich seit 52 Jahren im gleichen Haus neben der Ulrepforte und habe die Italiener im Vringsveedel in ihrer Entwicklung zu „italienischen Kölschen“ erlebt und begleitet. In der Grundschule Zwirnerstraße hatte ich einen guten italienischen Freund in der Klasse. Es gab viele Italiener in der Klasse. Viele konnten kein Deutsch und da konnte ich helfen. Ich habe meinen Freund nach Hause eingeladen und meine Mutter hat ihn schulisch gefördert. Am Montag sind vier Italiener der ersten Stunde ins „Il Gelatiere“ eingeladen und wir unterhalten uns über ihren Weg in unserer Gesellschaft.

Ist das noch nötig?
Absolut! Ich bin ein politischer Mensch. Ich mache keine Kunst um der Kunst willen. Meine entscheidenden Arbeiten sind z. B. Arbeiten über Menschen in Äthiopien, die auf Wasser warten. Ich bin immer ein politischer Künstler gewesen. Am Montag möchte ich auf Menschen schauen, die vor 50 Jahren zu uns gekommen sind –  die uns Eis, Cappuccino, Lokale wie „Teatro“, „Formula Uno“, „Hospital“, „Exyno“ oder „Bella Italia“ und vor allem ein Lebensgefühl gebracht haben.
Wie war unser Blick damals auf Fremde, wie ist unser Blick heute auf Fremde?

Ist das eine einmalige Einladung?
Nein, ich möchte eine lose Reihe starten. Regelmäßig möchte ich Menschen des Vringsveedel zu Gesprächen einladen.

„Klaaf im Vringsveedel“ startet am Montag, 6. Oktober 2014 um 19:00 Uhr
in der Eisdiele „Il Gelatiere“, Severinstraße 19

Text: Aslı Güleryüz

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