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Kultur

Das gesungene Glück in greifbarer Nähe.

Donnerstag, 15. Januar 2015 | Text: Gastbeitrag | Bild: © Paul Leclaire

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Im Reiche des Kaisers von China existiert eine Nachtigall, deren Gesang dafür sorgt, dass die Menschen alle ihre Sorgen und Nöte vergessen. Des Kaisers Gesandtschaft beauftragt die Nachtigall, an des Kaisers Hofe zu singen. Dieser ist tief bewegt von ihrem Gesang und möchte sie behalten und außerdem reich belohnen, was die Nachtigall jedoch ablehnt.
Kurze Zeit später lässt der Kaiser von Japan dem chinesischen Kaiser eine künstliche Nachtigall als Geschenk zukommen. Der unechte, zwar aus Gold gefertigte Vogel, vertreibt die echte Nachtigall und scheint dem Kaiser auch eher zu schaden. Auf dem Sterbebett und von Dämonen geplagt, verlangt er nach Erleichterung und ruft nach Musik und Trommeln, um diese zu vertreiben. Doch seinem Ruf folgt nur die echte Nachtigall.

Die kurze Kinderoper: „Die Nachtigall“, Erstlingswerk des russischen Komponisten Igor Strawinskij,  fesselt im Alten Pfandhaus durch die schlichte, poetische Musik und das junge Ensemble rund um Regisseurin Beka Savit und die musikalischen Leiter Rainer Mühlbach/Marco Medved samt Orchester.

Ein Märchen von Opernsängern erzählt? Eine Oper für Kinder von Strawinskij?
Dessen Kompositionen bekannt sind für dominante Rhythmik, Melodienarmut und revolutionäre neue Akkorde? Ist das nicht zu anstrengend?

 


Peter Rembold (Kammerherr), Wolfgang Schwaiger (Der Kaiser von China)/ Foto: © Paul Leclaire

Die nur 50-minütige Inszenierung ist auf das Wesentliche reduziert.
Dadurch, dass der Konzertsaal im Alten Pfandhaus die Kinder in mehreren aufsteigenden Reihen, im Kreis um die Bühne herum sitzen lässt,  gibt er ihnen die Möglichkeit, ganz nah an den Sängern dran zu sein und unmittelbar mit ihnen zu kommunizieren.  So wie die Musik mit zurückhaltender Verspieltheit und die glasklare, direkte Vortragsweise der Sänger die Kinder in ihren Bann zu schlagen vermag. So sorgen auch das Bühnenbild, die Kostüme im traditionellen Stil sowie die Figuren der einzelnen Darsteller dafür, sich innerhalb kürzester Zeit und mit Freude auf eine andersartige, fernöstliche Welt mit all ihren Klängen, Tönen, Formen und dezenten, aber kontrastreichen Farben einzulassen. Besonders erwähnenswert an dieser hinreißenden Inszenierung ist die Begegnung der Nachtigall (Dongmin Lee) mit dem Tod (Judith Thielsen). Der beindruckende Auftritt des Todes, in wallendem schwarzem Gewand, Federhaube und Klauenhand in Begleitung eines Chores, spuckt schwarze Federn und  will den Kaiser holen. Die Nachtigall in ihrem filigranen beige-gold, dunkelrot verwobenen Kostüm tritt mit einer goldenen Glitterhand und bezauberndem Gesang dem wunderbar düsteren Gesang des Todes entgegen und gewinnt natürlich den Kampf.

Schön, wie die Kinder nach der Aufführung den Gold Glitter von der Bühne eingesammelt haben, der von der Hand der Nachtigall abgefallen war.
Gerne habe ich auch den Gesang einiger Kinder vernommen, der sich, im Strom des sich leerenden Saales vereinzelt in der Ferne verlor. Das klang wie viele kleine Nachtigallen.

Ein sehr sehens – und hörenswertes Opernerlebnis für Jung und Alt.

Isabel Hemming

Die Nachtigall

Eine Kinderoper von Igor Strawinskij nach dem gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen für Kinder ab 7 Jahren
Dauer ca. 50 Minuten

Musikalische Leitung: Rainer Mühlbach

Inszenierung: Beka Savic

Bühne: Céline Demars

Kostüme: Darinka Mihajlovic

Licht: Michael Haberkorn

Dramaturgie: Tanja Fasching

16. Jan. 2015
09. / 19./ 20./ 21./ 28. Feb. 2015

07.  und 08. Mär. 2015

 

Text: Gastbeitrag

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