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Der lange Weg zur Gerechtigkeit

Montag, 25. Februar 2013 | Text: Jasmin Klein | Bild: Tamara Soliz

Geschätzte Lesezeit: eine Minute

Was Sie hier lesen, ist nicht der Artikel bzw. das Interview, das ich eigentlich niederschreiben wollte. Denn dieses Interview ist viel zu lang und zu verstörend, um es in der Mittagspause bei einem belegten Brötchen oder beim Warten aufs Essen auf einem Smartphone zu lesen.

Was Sie hier lesen, ist quasi das Intro zu einem Interview, das ich vor mehr als vier Wochen am 22. Januar 2013 in der Kölner Innenstadt geführt habe. Anlass war der damals bevorstehende Talk-Gottesdienstes in der Lutherkirche mit Detlef Korczak – ich wollte diesen Gottesdienst ankündigen und besuchte deshalb Detlef Korczak an seinem Arbeitsplatz, einer Heilpraktikerschule.

In den folgenden neunzig Minuten saß ich mit ihm in einem der hinteren Räume bei heißem Tee und Keksen, und was ich da erfuhr, war so traurig, aber auch so empörend, dass wir gemeinsam in der Redaktion beschlossen, das Interview zunächst nur in Auszügen zu veröffentlichen. Denn wir wussten nicht, wie wir dem Thema allgemein und Herrn Korczak im Besonderen gerecht werden sollten. Mittlerweile sind einige Wochen vergangen. Der Talk-Gottesdienst hat längst stattgefunden und das Interview wurde immer noch nicht veröffentlicht. Bis heute.

Das Thema „Kindesmissbrauch“ ist seit vielen Jahren der Tabuzone enthoben. Man spricht darüber, in den Medien und auch privat. Wir wissen, dass im Jahr 2011 knapp 15.000 Kinder Opfer von sexuellem Missbrauch wurden. Die Dunkelziffer ist wesentlich höher. Man muss leider davon ausgehen, dass rein statistisch gesehen in jeder Klasse ein Kind sitzt, das sexuell missbraucht wird/wurde.

Das Schicksal von Detlef Korczak ist kein Schicksal, das so nur vor vielen Jahren in einer anderen Zeit stattfinden konnte. Solche und ähnliche Schicksale finden täglich statt. Jeden Tag werden Kinder sexuell missbraucht, auch in der Kölner Südstadt. Und die Täter sind augenscheinlich keine Monster, wie die Boulevardpresse es so gerne hätte. Es sind auf den ersten Blick ganz normale Menschen, freundliche Familienväter, fröhliche Onkel, engagierte Turnlehrer, lustige Freundinnen der Familie.

Was wir tun können, um unsere Aufmerksamkeit und Wahrnehmung zu schärfen, um unsere Kinder stark zu machen und vor sexuellen Übergriffen zu schützen, darüber werden wir in einem der kommenden Artikel berichten.

Heute hören wir Detlef Korczak zu. Er hat es nach vielen Jahrzehnten geschafft, dass seine Seele Heilung erfahren hat. Auch wenn der Täter nie für seine Taten belangt wurde. Hier das komplette Interview.

 

Text: Jasmin Klein

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