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Kultur

Drei Nächte voller Filme!

Dienstag, 10. August 2010 | Text: Gastbeitrag | Bild: Presse Twentieth Century Fox

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Liebe Freunde des Films! Zum 2. Mal präsentiert die Kölner Film- & Kinoszene während der KÖLNER KINO NÄCHTE an drei Tagen und Nächten ein attraktives und breit gefächertes Filmprogramm: Angefangen von Previews und Premieren, u?ber Stummfilm-Veranstaltungen, Kurzfilmprogrammen, Kinderkino, bis hin zu Diskussionen und Filmgesprächen, ist von Freitag- bis Sonntagabend fu?r alle etwas dabei.
Bevor ich Euch meine persönlichen Favoriten des kleinen Nacht-Festivals nenne, empfehle ich allen die Diskussions-Veranstaltung am So., 15. August 2010 / 17:00 Uhr / Filmforum im Museum Ludwig zu der Frage Hat der Film in Köln eine Zukunft? Es ist ja kein Geheimnis das sämtliche Programmkinos dieser Stadt ihre Pforten schliessen mu?ssen: zu wenig Geld, zu wenig Interesse, zu viel Mainstream. Woher das kommt, und ob und wie sich das ändern lässt, wird dann hoffentlich mit einem breitem Publikum am Sonntag besprochen.

 

Meine Top 5 der Kinonächte:
„Che“ – von Steven Soderbergh, erst einmal einfach weil der Regisseur mit „sex, lies and videotapes“ ein extrem beeindruckendes Debut hingelegt hat, und daraufhin immer wieder die Hoffnung besteht, noch einmal einen so guten Film von Ihm sehen zu du?rfen. Bemerkenswert an diesem Mammutwerk u?ber Ernesto „Che“ Guevara ist „vor allem die visuelle Herangehensweise, die sich im Spannungsfeld zwischen Stilisierung, Archivaufnahmen und Bildern im Duktus des ‚guerilla filmmaking’ im Dokumentar- und Reportagestil bewegt.“ (filmdienst)

„Bal“ – von Semih Kaplanoglu. „Bal“ hat nicht ohne Grund den goldenen Bären auf der Berlinale gewonnen: Das Buch, die Regie und die Kamera vereinigen sich auf höchstem Niveau und machen diesen Film mit zum Schönsten, was es in diesem Jahr auf der internationalen Leinwand zu sehen gibt. Anmutig und herzzerreissend ist die Geschichte vom kleinen Yusuf, der seinen Vater in die Berge zu den Bienen begleitet, ihn verliert, und dann seine grosse Suche nach ihm beginnt. Unfassbar schön komponiert, ein absolutes Muss.

„Was lebst du?“ – von Bettina Braun. Die Regisseurin hat alleine, ausgestattet mit einer Videokamera, u?ber zwei Jahre Jugendliche in der Kölner Jugendeinrichtung „Klingelpu?tz“ portraitiert. Anfänglich verhalten sich diese eher unnahbar und hart, doch durch ihre sympathische Art und die immer grösser werdende Vertrautheit schafft Bettina Braun eine Atmosphäre, in der wir den vier Hauptprotagonisten sehr nahe kommen. Dieser Dokumentarfilm schafft es wirklich spannend zu werden, da wir Sympathien fu?r die Jungs entwickeln und mitfiebern, wissen wollen wie ihre Schicksale weiter verlaufen. Nicht zuletzt zeigt dieser Film, wie u?berlebenswichtig Jugendeinrichtungen wie das „Klingelpu?tz“ oder der „Bauspielplatz“ in der Kölner Su?dstadt fu?r die Kinder in unserer Gesellschaft sind.

 


„Edie & Thea“ – a very long engagement – von Susan Muska und Greta Olafsdottir. Der schönste Liebesfilm des Jahres! Eine wahre Geschichte zweier ganz besonderer Frauen, die sich seit 42 Jahren lieben, und nun, mit ca. 80 Jahren, heiraten. Ihre Geschichte beginnt in den fru?hen 1960ern. Eines Tages fasst sich Thea ein Herz und fragt eine gute Freundin, wo man lesbische Frauen treffen kann. Es ist die Zeit der geheimen Bars, Privat-Partys und der Angst vor dem Auffliegen. Den beiden Regisseurinnen gelingt ein intensives Porträt eines Paares, das ein Leben lang sowohl fu?r die eigene Liebe als auch fu?r die gesellschaftliche Anerkennung lesbisch/schwuler Lebens- und Liebesgemeinschaften gekämpft hat. Ein tränenreiches Romantik-Vergnu?gen.

„Satansbraten“ – von Rainer Werner Fassbinder. Dieser Film ist eine böse Abrechnung sowohl mit dem links geprägten Kulturbetrieb und seinem elitären Selbstbild, als auch mit der Arroganz der herrschenden Klasse. Der Dichter Walter Kranz, sensationell gespielt von Kurt Raab, ist ein vom Leben, seiner Frau, seinem wahrhaft gestörten Bruder und einer unu?berwindbaren Schreibblockade gebeutelter Mann. Als nach Ewigkeiten endlich wieder ein „Geniestreich“ gelingt, stellt sich raus, das das entstandene Gedicht wortwörtlich von Stefan George stammt. Als Plagiator beschimpft, steigert Kranz sich immer weiter in seinen Lebenswahn, er sei Stefan George. Er kopiert dessen Vorlieben, bis hin zur Homosexualität, das Unheil nimmt seinen Lauf. „Satansbraten” ist wohl das bösartigste, aber auch amu?santeste, was Fassbinder je inszenierte. Ein Erlebnis das sich lohnt!

 

Ich wu?nsche viel Spass bei den Filmen und mache noch auf das extrem erschwingliche Ticket fu?r 15 Euro aufmerksam, mit dem man in alle Festival-Kinos in den kompletten drei Nächten Einlass bekommt.

 

Nähere Informationen findet ihr auf : www.koelner-kino-naechte.de

 

Von Gu?lseli-Bille Baur

 

Text: Gastbeitrag

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