Endlich da: Kinderbücherschrank am Musikhaus Süd
Dienstag, 17. März 2026 | Text: Judith Levold | Bild: Judith Levold
Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten
Der hauseigene Kinderchor bringt ihm ein Ständchen: Dem nagelnagelneuen Bücherschrank auf dem kleinen Plätzchen direkt vor dem Musikhaus an der Annostraße.
Nur für Kinder
Dass hier endlich ein Bücherschrank steht war nicht ganz leicht zu bewerkstelligen, wie Franziska Erdle, Gründerin des Musikhauses erzählt. „Das hat schlussendlich zwei Jahre gedauert, aber jetzt haben wir ihn ja, und es ist ein Bücherschrank nur für Kinder.“ Der einzige dieser Art in der Südstadt.

Franziska Erdle (li.) und Antje Kosubek am Tag der Enthüllung des Bücherschranks für die „Kleinen“ (Bild: Judith Levold)
Einfach aufstellen? So einfach ist es nicht…
Genau dieses Besondere daran hatte auch die Schwierigkeiten mit der Aufstellung und der dafür benötigten Genehmigung ausgelöst. Denn der kleine Vorplatz am Musikhaus geht nahtlos in den städtischen Spielplatz An der Eiche über – und mit dem Standort Spielplatz hatte die Stadt ein Problem. Das bestätigt auch Antje Kosubek, gerade erst aus dem Amt der stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin Innenstadt ausgeschieden. „Da ging es um die Frage, was könnte in den Bücherschrank gelangen, was vielleicht nicht für hier spielende Kinder geeignet ist.“

…gleich enthüllen ihn die Kids – den Kinderbücherschrank am Musikhaus Süd (Bild: Judith Levold)
Ausdauer ist alles
Dass die Macher*innen vom Musikhaus einen langen Atem haben, hat sich wieder einmal bewährt: Schon im Ringen um die Nutzung des lange vergammelten städtischen Gebäudes und anschließend dessen aufwändige Sanierung, hatten sie ab 2014 Ausdauer bewiesen. 2018 dann konnte das Haus endlich geöffnet werden. Seitdem bietet es Raum für Musikunterricht und viele konzertante Formen, auch für die Öffentlichkeit. Die 6000 Euro, die der Kinderbücherschrank (als kleinstes Modell diese Schränke) und sein Aufstellen kosten, hat zur Hälfte der Musikhaus e.V. bezahlt, ein eigenständiger Kulturverein, der nicht nur selbst Veranstaltungen, Konzerte und Aktionen organisiert, sondern eben auch das Musikhaus fördert. Die andere Hälfte dieser Kosten sind Spenden: von der Kölner Bürgerstiftung, vom Stadtbezirk Innenstadt (mit so genannten bezirksorientierten Mitteln) und aus den Erlösen eines Benefiz-Abends von Kabarettist Jürgen Becker im Musikhaus.

Franziska Erdle (2.v.r.) und ihre Unterstützerinnen aus dem Musikhaus e.V. V.l.n.r: Inez Wolf, Annette Buir-Esser und Bernadette Heiermann (Bild: Judith Levold)
Eine Frage des Geländes
Warum durfte denn der Kinderbücherschrank, der sofort so gefüllt und wuselig aussieht, wie alle Erwachsenenbücherschränke, die ich in Köln kenne, nun doch hingestellt werden?

Kinderbücherschrank. Sofort voll und und für die Kids direkt vom Spielplatz aus oder aus dem Musikhaus kommend, verfügbar (Bild: Judith Levold)
Auch das erklärt mir Antje Kosubek am Rande der kleinen Enthüllungs-Feier: „Es ist am Ende festgestellt worden, dass der kleine Vorplatz hier von der Fläche her gar nicht mehr zum Gelände des Spielplatzes gehört, sondern tatsächlich zum Gebäude des Musikhaus Süd.“ Und damit ist die Gefahr, dass nicht Jugendfreies in den Kinderschrank gelangt, offenbar gebannt. So einfach kann es manchmal sein… Der Musikhaus-Verein übrigens betreut den Schrank und seine Mitglieder achten darauf, dass er schön appetitlich und sortiert bleibt.
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