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Südstadt

Immer wieder Ärger an der „Kuhle

Dienstag, 27. Oktober 2020 | Text: Susanne Wächter | Bild: Susanne Wächter/Stefan Rahmann

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Seit im letzten Sommer die „coole Kuhle“ nach umfangreicher Sanierung des Geländes eröffnet wurde, vergeht kein Tag, an dem dort nicht irgendwer Fußball spielt. Doch was offenbar einige Erwachsene nicht bedenken: Die Fläche ist in erster Linie für Kinder und Jugendliche gedacht.

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Es ist schon eine Weile her, dass ein Nutzer der Facebookgruppe von Meine Suedstadt seinem Ärger Luft verschafft hat. Doch das Thema kocht immer wieder hoch, wie Erzieher David Thorausch vom Jugendzentrum „Baui“ auf Nachfrage sagt. „Es kommt zeitweise vor, dass erwachsene Spieler die jungen vom Platz jagen wollen oder ihn belegen und die Kinder nicht spielen können.“ Es gehe eine Zeit lang gut, dann komme es wieder zu solchem Ärger. Das sei ein Dauerproblem.

David Thorausch (rechts) kickt gern mit den Kindern und Jugendlichen, am liebsten: Alle zusammen

Thorausch erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass die Sanierung auf das „Hausparlament“ des benachbarten Jugendzentrums zurückgeht. Die demokratische Einrichtung nimmt Kinder- und Jugendinteressen ernst und bestärkt die Teenies darin, demokratisch aktiv zu werden. Dazu bringen sie Ideen ein und lernen, sie umzusetzen. Sie lernen aber auch, dass Veränderungen nicht von heute auf morgen herbeizuführen sind und politische Entscheidungen -und besonders deren Umsetzung- schon mal länger dauern. Sie haben auf Initiative einiger Kinder und Jugendlicher vom Jugendforum des „Baui„ dafür gearbeitet, dass das Projekt durchgeführt wurde. Aus der Idee wurde ein Modell und dann? „Sie haben sich an Politiker und Verwaltung gewandt und nicht lockergelassen“, so Thorausch. Fast sechs Jahre ist das her. Und erst im letzten Jahr war es so weit: Poldi und andere weihen die fertig gestellte neue Kuhle ein.

Einweihung Kuhle

Poldi mit Kids an der Kuhle – 2019 war es so weit!

Modell der Baui-Kinder: Coole Kuhle

Hobbytruppe möchte Kuhle sonntags belegen

Kaum ein Tag vergeht, an dem der Platz nicht bespielt wird. Und diese starke Frequentierung scheint wohl auch der Grund für den immer wieder aufflammenden Zwist zu sein. „Ich schreibe hier im Namen einer Hobbytruppe, die schon seit 35 Jahren besteht. Wir haben schon auf dem Platz gespielt, als er noch ein Acker war. Nun sehen wir uns kollektiv immer wieder Vorwürfen von Eltern am Sonntagmorgen ausgesetzt, dass der Platz für Jugendliche und Kinder bestimmt ist“, so der Verfasser des Posts, der gleichzeitig darum bittet, dass sie die Fläche sonntags von 9 bis 11.30 Uhr nutzen dürfen.

Kuhle, Sportanlage im Friedenspark

2019: Neue Kuhle fertig!

Kindern und Jugendlichen gewidmet

„Die Erwachsenen können dort gerne spielen, wenn keine Kinder und Jugendlichen vor Ort sind oder sie spielen zusammen“, sagt Thorausch dazu. Und auch Petra Heinemann vom Amt für Kinder- und Jugendinteressen betont, dass die Fläche eine von insgesamt 710 öffentlichen Spiel-, Bolz- und Bewegungsflächen für Kinder und Jugendliche in der gesamten Stadt ist. „Sie ist ihnen gewidmet und sie dürfen dort nicht vertrieben werden“, sagt Heinemann auf Anfrage. Das habe auch damit zu tun, weil der „Bewegungsradius“ von Erwachsenen höher sei als der von Kindern. Erwachsene hätten einfach größere Möglichkeiten, sich andere Flächen zu suchen und wenn nötig auch anzumieten. Sie habe aber auch durchaus gehört, dass es dort an der Fläche häufig ein „friedliches Miteinander“ gebe und sich manchmal Gruppen für ein Spiel zusammenschließen.

Platz ist beleuchtet

Natürlich können alle Gruppen gemeinsam dort spielen, was offenbar auch häufiger vorkomme, doch das Blockieren einer Kinder- durch eine Erwachsenenmannschaft sei eben nicht korrekt. „Der Platz ist im Übrigen auch beleuchtet. So können zum Beispiel die älteren Spieler kommen, wenn die Kinder und Jugendlichen zu Hause sind“, wirft Thorausch ein.

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Für den Erzieher ist es wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen dort Vorrang haben, weil er eben auch für sie hergerichtet wurde. Sollten sich jüngere NutzerInnen bedrängt fühlen, können sie sich gern an die ErzieherInnen des Jugendzentrum „Baui“ wenden, rät er.

Text: Susanne Wächter

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Kommentare

  • Susan sagt:

    Ich kann einseitige Berichterstattung nicht ausstehen! Die Kinder aus dem Baui haben wirklich viel erreicht und verdienen große Anerkennung für ihren Einsatz für die Modernisierung des Bolzplatzes. Jedoch konnten die Stadt erst dazu bewegen, aktiv zu werden, nachdem sie sich einer laufenden Kampagne einer langjährigen Park-Fußballrunde angeschlossen hatten, die sich schon seit Jahren dafür eingesetzt hatte, den Zustand des Platzes zu verbessern, insbesondere nachdem der Hafen ausgebaut wurde und der Platz viele Monate unter Wasser stand. Erst als sich diese beiden Initiativen zusammenschlossen hatten, begannen die ersten Erfolge. Die Baui-Kids repräsentieren die Zukunft, und so war es angemessen und richtig, dass sie das Aussehen der neuen „Coole Kuhle“ gestalten sollten. Schließlich wurde das Spielfeld mit der großzügigen Unterstützung der Podolski-Stiftung und der aktiven Unterstützung der örtlichen Grünen Partei modernisiert. Leider wurden aus Image- und politischen Gründen das Engagement und der Verdienst der langjährigen Park-Fußballer mehr und mehr verdrängt und schließlich bequemerweise vergessen. Bei der großen Eröffnungsfeier der Kuhle waren sie nur spärlich vertreten. Dann ging der Ärger erst richtig los – plötzlich galt das, was ein gemeinschaftlicher Platz gewesen war, als ausschließliche Domäne der Kinder und Jugendlichen – und denen, die so hart und mit so viel Engagement für diese Verbesserung gekämpft hatten, wurde gesagt, dass sie von ihrem Einsatz nicht profitieren sollten und dass sie sich einen anderen Platz zum Spielen suchen/mieten sollen. Um es zu verdeutlichen – die „Alten“ spielen eine halbe Stunde, wenn z.B. ein 6 jähriger sagt, sie sollen den Platz räumen, weil er mit seinem Ball auf das Tor schießen möchte! Und das in einem Park, in dem jeden Sonntagmorgen – wenn die „Alten“ gewöhnlich (schon über 35 Jahren!) spielen – gefühlt die gesamte Grünfläche von vielen Kindern beansprucht wird, die in den Südstadtsternen Fußball spielen. Die Runde der „Alten“ ist kein Exklusivklub – oft kommen jugendliche Spieler dazu, manchmal auch Väter mit ihren Kindern – jedoch ist das gemischte Spiel nicht für Kleinkinder geeignet. Ich stelle daher die Pädagogik dieser Situation in Frage: die Baui Kinder sollten lernen, dass Dinge nicht von heute auf morgen geschehen, und sie sollten demokratische Prinzipien schätzen lernen – und doch wird ihnen am Ende diese immense Machtposition übertragen, in der sie diejenigen, die ihnen in ihrem Kampf geholfen haben, übergehen und sogar vom Platz verweisen lassen können! So wedelt doch der Schwanz den Hund!? So wird den Kindern lediglich beigebracht, wie sie ihre Macht und Position missbrauchen können! Mit der bereitwilligen Hilfe ihrer Eltern und Betreuern! Dieses immer wiederkehrende Problem wird sicher nicht durch einseitige Berichte gelöst werden! Einen FB-Kommentar zu zitieren bedeutet nicht, beide Seiten darzustellen! Bitte versuchen Sie als Redaktion im Interesse der Nachbarschaft und der Gemeinde – die Parteien, die doch so gut zusammengearbeitet haben um diese coole Kuhle zu schaffen – nicht mit unberechtigten Anschuldigungen zu rügen, sondern versuchen Sie doch, Teil der Lösung zu werden!

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