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Kultur

Gay is beautiful. – Die Wochenend-Freuden 19. – 21. Oktober 2012

Donnerstag, 18. Oktober 2012 | Text: Aslı Güleryüz | Bild: Raimond Spekking / CC-BY-SA-3.0

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

Wusstet Ihr, dass in rund 75 von 195 Staaten der Welt Homosexuelle noch strafrechtlich verfolgt werden? Wusstet Ihr, dass in fünf Ländern der zwischenmännliche Analverkehr mit dem Tode bestraft wird? Auch in so manchem osteuropäischen Nachbarland gibt es wenig Toleranz unseren gleichgeschlechtlich liebenden Mitmenschen gegenüber. In manchen Ländern ist es Lehrern untersagt über Homosexualität zu sprechen oder aufzuklären, wie homosexuelle Männer sich vor Aids schützen können. In vielen Ländern hat die gleichgeschlechtliche Partnerschaft noch lange nicht die gleichen Rechte wie die einer „heiligen Ehe“ zwischen Mann und Frau. Steuerrechtlich sieht die Sache dann noch wieder anders aus. Wen geht es eigentlich etwas an, was irgendjemand in seinem Schlafzimmer (oder sonst wo) mit seinem Sexualpartner macht? Wenn sich beide doch einig sind? Wieso dürfen sich da Menschen einmischen und anmaßen, welche Verbindung mehr Wert hat als eine andere? Dieses leider immer noch aktuelle Thema rückt mit einer Sonderausstellung im Deutschen Sport und Olympia Museum in den Mittelpunkt: „Von Warmduschern und Weltmeistern“ zeigt, dass schwule Männer auch den letzten „maskulinen“ Tummelplatz erobert haben – nämlich den Fußballplatz! Vor 20 Jahren formierte sich das Cream-Team-Cologne Fußballteam und wurde sogar 1994 bei den Gay Games in New York erster schwuler Fußball-Weltmeister! Bis zum 18. November werden Pokale, Medaillen, Trikots, Filminstallationen und O-Töne von Spielern, Fans, Trainern und einer Trainerin ausgestellt. Es geht aber nicht nur um die Darstellung von sportlichen Erfolgen sondern auch um Toleranz, Engagement gegen Homophobie und gegenseitige Achtung. Die Ausstellung findet zeitgleich zu den FARE Aktionswochen (16. – 31. Oktober) statt: „Gegen Rassismus und Diskriminierung! Für Toleranz und gegenseitige Achtung!“ Dienstag – Freitag, 10 bis 18 Uhr, Samstag & Sonntag, 11 bis 19 Uhr. Mehr Infos gibt’s hier. Nächste Woche wird Roger Lenhard einen ausführlichen Artikel über die Ausstellung und das Thema veröffentlichen, freut euch schon jetzt darauf.

Chloe Charles stellt ihr neue Platte in der Lichtung vor.

 

Neue Entdeckung
Wow! Ich sage es ganz und gar neidlos: Was für eine Wahnsinns-Frau! Diese charismatische, sinnliche, zauberhafte, außergewöhnliche Frau solltet Ihr nicht verpassen! Chloe Charles hat den weiten Weg von Toronto auf sich genommen, um ihre neue Platte „Break the Balance“ zu promoten. Sie wird durch Deutschland, die Schweiz und Italien touren. Ich hoffe, sie wird wieder so unglaublich schöne Körperbemalungen auf der Bühne haben! Ihre beeindruckende Stimme wird begleitet von diversen Saiteninstrumenten – Violine, Viola, Cello oder Kontrabass – und sie selbst spielt dazu die Gitarre. Die tiefen und warmen Töne der Instrumente untermalen den Klang ihrer Stimme geradezu perfekt. Ja, was sie singt? Es ist Jazz, aber wieder keiner. Es ist Folk, aber wieder keiner. Es ist modern und doch irgendwie klassisch. Es ist verzaubernd. Hört doch auch einmal rein. Freitag, 20 bis 22 Uhr in Café der Lichtung. Eintritt frei.

Theater, Theater und mehr
Der Sonntag ist voller theatraler Veranstaltungen in unserem Veedel. Das wird schwierig für Euch, auszuwählen, welche der Veranstaltungen Ihr besuchen wollt. Die Theaterakademie Köln lädt ein zum Tag der offenen Tür. Jeder Raum der Akademie ist einem anderen Genre gewidmet: In einem Raum erwartet Euch die Komödie, im nächsten das Drama, Klassik in einem Raum, Moderne im nächsten. Ihr erhaltet einen Einblick hinter die Kulissen und jede Menge Kostproben auf der Bühne. Wer mag, darf an dem kostenlosen Kurz-Workshop teilnehmen. Zur Erfrischung gibt es jede Menge leckeren Kuchen und Getränke. Theaterakademie Köln, Sachsenring 73a, 14 bis 18 Uhr.
Im Theater am Sachsenring gibt es den „Text für eine Schauspielerin, einen Globus, eine Handvoll Seemanslieder und eine Flasche Sekt“. Das klingt sehr vielversprechend. Die Schauspielerin – Nicole Kersten – ist die Witwe eines Kapitäns, der an seinem Geburtstag auf wilder See umgekommen ist. Jedes Jahr am Geburtstag ihres Mannes gedenkt sie seiner in Trauer, Wut, Verzweiflung und Sehnsucht. Ob die Erinnerungen nun mehr der Realität oder der Phantasie entspringen, werdet Ihr selber entscheiden müssen. „Seine Braut war das Meer und sie umschling ihn“ am Sonntag um 20 Uhr. Tickets können telefonisch reserviert werden unter 315015.
Das Backes ist eigentlich für sein gutes Kölsch bekannt. Aber am Sonntag könnt Ihr das Lokal in einem anderen Licht kennen lernen: Bei der Lese-Show „Sehen & Sehnen“. Rich Schwab, Volker Becker, Ruth Schiffer und Eva Lirot (als Gast) lesen durch den Abend. 20 Uhr, Eintritt 9 Euro und mehr Info gibt’s hier.

Maestro, Musik!
Ja, wenn Sonntag der Theater-Tag ist, dann ist Samstag der Musik-Tag! Im Severin auf der Severinstraße ist das Singer & Songwriter Duo AnyWay zu Besuch. Don Franco und Nici Lieb kennen sich seit Anfang der 90er Jahre und haben schon in verschiedenen Projekten in unterschiedlichen Ländern gespielt, unter anderem als die erfolgreiche Band „Magic Street Voices“ oder als reisende Straßenmusiker. Die Musik von AnyWay ist eine abwechslungsreiche Mischung zwischen Altem & Neuem, Eigenem & Gecovertem, Politischem & Unterhaltsamem, Balladen & Folkrock. AnyWay sind zwei Gitarren und schöner Gesang – alles unter dem Motto: Good music never dies! Los geht’s um 20 Uhr, Eintritt frei.
Eine halbe Stunde später spielen Bruno Leicht, François de Ribeaupierre & Christian Ramond „Blues before Dawn“ im Litho. Das ist eine Kölner Uraufführung mit fast vergessenen Kompositionen der Duke Ellington Sidemen Barney Bigard & Rex Stewart „Nine o’clock Beer Blues“ und andere Songs. Litho, 20:30 Uhr, Eintritt frei, der Hut geht rum.
Um 21:00 Uhr spielen am Samstag „falkland“ im Terrarium auf der Mainzer Straße. Die Jungs Dennis Welker, Falko Semrau und Alex Günther, experimentelle Musik mit Schlagzeug und Synthesizer und deutschen Texten. Die Lieder werden von den Dreien zusammen geschrieben, entwickelt und arrangiert. Mehr über falkland und ihre Musik erfahrt Ihr im Artikel von meinem Kollegen Jens. Auch hier geht der Hut bei freiem Eintritt rum.

Tanzbein schwingen
Das Tsunami ist bekannt für seine einschlägigen Tanzveranstaltungen. So bietet es auch am Samstag wieder eine Fülle von Gelegenheiten, die Hüfte zu schwingen. „Swim“ heißt die Party am Samstag und wird Euch psychedelische Sommer-Klänge, nautischen Dream-Pop und Elektro bieten, das mehr als seichte Kaufhaus-Musik ist. Viel Spaß im Tsunami ab 23 Uhr.
 
Die schönen Künste
Im Cöln Comic Haus herrscht Derzeit helle Aufregung. Das Haus bereitet sich nämlich auf die 2. „24-Stunden-Comic“-Tag vor. Seit 2004 stellen sich nämlich Comic-Künstler auf der ganzen Welt der Herausforderung, innerhalb von 24 – ununterbrochenen – Stunden einen 24seitigen Comic zu erstellen. Dieser Wettbewerb findet weltweit gleichzeitig statt und wurde von Scott McCloud ins Leben gerufen. Rund 2000 Künstler zeichnen weltweit gleichzeitig. Im Cöln Comic Haus werden sich insgesamt rund 20 Zeichner einfinden. Am Samstag könnt Ihr zwischen 14 und 17 Uhr von Zeichnertisch zu Zeichnertisch gehen und den Künstlern über die Schulter gucken. Ein kunsttherapeuthischer Workshop findet an diesem Wochenende im Bürgerhaus Stollwerck statt. Bei „Heilenden Bildern“ sollen kreativ neue Wege gegangen werden, um die eigenen Ressourcen zu entwickeln. Malkenntnisse sind für die Entdeckung der eigenen kreativen Kräfte nicht. Die Freue am eigenen Gestalten reicht vollkommen aus. Der Kurs kommt bei einer Mindestteilnehmerzahl von 6 Personen zustande. Samstag & Sonntag jeweils 14 bis 18 Uhr. Anmelden könnt Ihr Euch unter 99110814, Kostenpunkt: 85 Euro.
 
Das Wochenende verspricht uns wunderbare Temperaturen, die uns den bevorstehenden Winter versüßen werden! Genießt das goldene Wochenende! Wir sehen und hören uns in einer Woche! Erholt Euch bis dahin, Eure Asl?

 

PS: Noch viel mehr Termine des Wochenendes findet Ihr übrigens in unserem Terminkalender.

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Text: Aslı Güleryüz

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