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Kultur

Gehle geht, Keller kommt

Dienstag, 9. April 2013 | Text: Stephan Martin Meyer | Bild: Tamara Soliz

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Vor dem Theater der Keller ist ein respektables Medianaufgebot versammelt. Keine drei Jahre ist es her, dass sich die neue Intendanz vorstellte und an dieser Stelle ein Interview mit PiaMaria Gehle erschien. Seitdem ist viel geschehen in der Kleingedankstraße. Immer wieder war der Keller in der Presse. Der Verlust der Finanzierung durch die Konzeptionsförderung der Stadt und massive Geldnöte, die drohende Insolvenz und die stete Befürchtung, die Türen schließen zu müssen.

Gehle hat viel für den Erhalt des Theaters getan, hat gekämpft und neue Kooperationen geschaffen. Und ganz nebenbei hat sie den Theaterbetrieb aufrechterhalten. Doch offenbar hat all die investierte Energie nicht gereicht, um wichtige Mitstreiter dauerhaft bei der Stange zu halten und genügend Zuschauer anzulocken. Felizitas Kleine, die Dramaturgin und Pressesprecherin, die Gehle mitbrachte, verließ das Theater. Zwei der Vorstände verabschiedeten sich ebenfalls.

Klare Entscheidungen

Seit Dezember 2012 war Dr. Ulrich Wackerhagen somit der alleinige Vorstand des Vereins. „Man kann von Frau Gehle nicht erwarten, unter diesen Bedingungen weiter zu arbeiten“, sagt er zu dem Entschluss der Intendantin, sich aus der Leitung des Theaters der Keller zurück zu ziehen. Mit Ende der laufenden Spielzeit scheidet sie also auf eigenen Wunsch aus dem Betrieb aus.

Eine neue Doppelspitze wird die schwierigen Aufgaben des Theaters übernehmen. Heinz Simon Keller wird die Intendanz antreten, Thomas Ulrich wird für die Schule des Theaters verantwortlich sein. Die Anträge bei der Stadt zur Förderung aus dem Feuerwehrtopf sind gestellt, von deren Bewilligung hängt wieder einmal die Zukunft des Kellers ab. Und auch zwei neue Vorstände sind gefunden.

Heinz Simon Keller übernimmt das Theater der Keller in der nächste Spielzeit.

 

Ein emotionaler Auftritt des Neuen

„Der Neuanfang ist schwierig, aber machbar“, meint Heinz Simon Keller auf der Pressekonferenz im Theatersaal. Er, der selbst in diesem Theater als Schauspieler aufgetreten ist und Stücke inszenierte, will sich auf die in Köln vorhandenen Synergien konzentrieren. Durch die Zusammenarbeit mit anderen Projekten will er das Theater wieder auf sichere Füße stellen und zu einem Mittelpunkt in der Südstadt machen. Sein Credo: Theater trifft Realität.

Der gebürtige Schweizer wirkt energiegeladen und engagiert. Zugleich tritt in seinen Worten eine hohe Emotionalität zutage, die für einen kurzen Moment an Klaus Kinski erinnert – was er selbst vermutlich weit von sich weisen würde. Immer wieder sagt er Sätze wie „Das Theater ist in einem schlechten Zustand“ und „PiaMaria Gehle hat einen packenden Zugriff auf die Stücke gefunden – aber wir brauchen auch Publikum“.

Die Schule muss raus!

Und er hat Bedingungen an seine Arbeit im Theater der Keller gestellt. Die Schule des Theaters, die seit der massiven Verteuerung der Probenräume in der Elsaßstraße ebenfalls in der Kleingedankstraße unter sehr beengten Bedingungen untergebracht ist, muss eigene Räume bekommen. Das wird nun in Angriff genommen. Angebote gibt es für Räumlichkeiten in Niehl und im Belgischen Viertel.

Dem Theater der Keller stehen also wieder große Veränderungen bevor. Neue Gesichter bringen frischen Wind in den Prozess des Überlebens. Vielleicht wird man Gehle später als diejenige sehen, die das Theater vor dem Ruin rettete, die sich dabei jedoch so verausgabte, dass es schließlich nur den Weg des geordneten Rückzugs gab, um Schaden von sich selbst abzuwenden.

In einem Monat wird das Programm der nächsten Spielzeit präsentiert. Dann wird sich zeigen, welche Veränderungen noch ins Haus stehen. Und an den Premieren im Herbst wird gemessen werden, ob die hoch gesteckten Erwartungen an die neue Doppelspitze gerechtfertigt sind.

Text: Stephan Martin Meyer

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